Der Wert von Geld

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Wie hoch ist der Wert von Geld? Die Produktionskosten eines Pfennigs überstiegen zuletzt den Gegenwert. Du hättest also mit einem Pfennig noch nicht einmal einen Pfennig kaufen können – allein was Material und Herstellung betrifft.

Was ist der Wert von Geld?

In dem empfehlenswerten Film „Der Schein trügt“ von Claus Strigel wird das einfach erklärt (in dem YouTube Video ab Minute 13:40). Aristoteles weist darauf hin, dass mit Geld ganz unterschiedliche Dinge vergleichbar gemacht werden. Dabei bleiben die Dinge selbst völlig verschieden, nur das Bedürfnis danach wird bewertet.

Letztendlich ist Geld an und für sich wertfrei und lediglich eine Vereinbarung, eine Übereinkunft.
Der Wert einer Ware wird nicht durch den Preis bestimmt. Nein, der Preis wird dadurch bestimmt, wie gerne wir etwas hätten. Das ist die Nachfrage.

Um aber den Preis hochzutreiben, wird oft mit vielen Tricks und Kniffen gearbeitet. Sehr beliebt ist dabei die künstliche Verknappung. Damit wird so getan, als ob die Ware oder die Leistung etwas ganz besonderes und damit wertvoller ist.

Schau dir mal die Handypreise an, dann weißt du was ich meine. Es ist nicht nur der technische Fortschritt, der den Preisverfall innerhalb so kurzer Zeit erklärt. Es ist vielmehr ein Signal des eigenen Reichtums, wenn man bei den ersten dabei ist.

Der Wert einer Sache

Als Kauffrau habe ich früh gelernt, dass nicht realisierte Gewinne nicht ausgewiesen werden dürfen. Das heißt, wenn ich etwas nicht zu Geld gemacht habe, ist es noch nicht das wert, was ich heute dafür bekommen könnte.

Vincent van Gogh könnte davon ein Lied singen. Zeit seines Lebens war er kein reicher Mann. Heute erzielen seine Bilder Preise bis zu 80 Mio. US-Dollar. Es sind unbestritten wundervolle Werke. Aber wäre es nicht schön, wenn auch der Künstler etwas davon gehabt hätte?
Muss der Mensch erst tot sein, damit der Wert seiner Arbeit geschätzt wird?

Der Tod eines Künstlers ist wohl die ultimative Verknappung. Für mich zeigt es immer wieder, dass es nicht um ihre Schönheit und den künstlerischen Wert geht, sondern um den Besitz an und für sich.

Die Bilder Van Goghs sind deshalb so teuer, weil sie so viele sehen oder haben wollen und einige wenige sich darum streiten. Kein Wunder, dass die Werke versteigert und nicht verkauft werden. Damit ändert sich der Preis so schnell wie der Geschmack des Publikums.

Ich stelle immer wieder fest, dass für mich Geld kein Maßstab für Wert ist und auch nicht sein kann. Und so war es ursprünglich auch nicht gedacht. Wie ich vorhin schon erwähnt habe, ging es darum Bedürfnisse vergleichbar zu machen, nicht einen Wert festzulegen.

Ich habe viel Geld, also bin ich wertvoll

Warum bewerten wir dann Dinge nach ihrem Preisschild und Menschen häufig nach ihrem Einkommen, ihrem Besitz? Warum halten wir reiche Menschen für entweder wesentlich besser oder schlechter als andere? Was immer auch besser und schlechter bedeuten mag.

Wir interpretieren hier etwas rein, dass erst einmal gar nicht vorhanden ist. Nämlich, dass jemand der viel Geld hat auch viel Wert ist. Im Umkehrschluss bedeutet dass jedoch, wenn jemand nicht viel Geld verdient, verdient er es auch nicht und ist es auch nicht wert.

Auf der anderen Seite gibt es reiche Erben und Lotto-Gewinner, die ihr Geld als unberechtigt empfinden. Sie meinen, dass es ihnen nicht zusteht, dass sie doch gar nicht so viel wert sind.

Und sofort sind wir wieder am Werten, am Bewerten. Wir sehen etwas und finden es erstrebenswert oder abstoßend. Wir schaffen es selten, etwas neutral zu beobachten. Diese Bewertung macht jedoch letztlich das Leben schwer.

Was ist dein Maßstab?

Solange wir unseren Wert an unserem Verdienst, unserem Einkommen, der Bezahlung oder einem Besitz knüpfen, solange machen wir uns abhängig von dieser Bewertung. Dabei ist es egal, ob wir sehr wenig oder sehr viel Geld zur Verfügung haben.

Ich empfinde es als sehr schwierig bis unmöglich, sich von jeglicher Bewertung frei zu machen. Aber es gibt auch andere Kriterien als Geld.

• Empfindest du das, was du tust als schön?
• Berührst du die Herzen?
• Bringt deine Tätigkeit eine positive Veränderung?
• Machst du einen Unterschied – und sei er noch so klein?

Ich weiß wie wichtig es ist, Geld zu verdienen, um ein Dach über dem Kopf zu haben und sich keine Sorgen um seine Grundbedürfnisse machen zu müssen. Aber ich schlage dir vor, deinen Wert, deine persönlichen Erfolge mit einem anderen Maßstab zu bewerten.

Die Frage ist nicht: „Bin ich wertvoll“, sondern „Ist das, was ich tue, für mich wertvoll.“ Tweet mich

Für mich ist es zum Beispiel, wie sehr es mich selbst glücklich macht, wenn ich etwas tue. Bin ich zufrieden mit meiner Arbeit. Gefällt mir, was ich in die Welt bringe.

Was ist es für dich? Was für einen Maßstab wählst du?


 

Herzlichen Dank für deine Zeit.
Bitte teile deine Gedanken mit uns und berichte, welchen Maßstab du gewählt hast!

Ich wünsche dir einen schönen Tag und

Pflücke Deine Träume

PS: Worauf wartest Du noch?

 

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