Eine Vision entwickeln und morgens gerne aufstehen

Vision entwickeln: Vision ohne Handlung ist ein Tagtraum, Handlung ohne Vision ein Albtraum. • Foto by Astrid von Weittenhiller

Heute beschreibe ich dir einen einfachen und schnellen Weg, wie du für dich eine starke Vision entwickeln kannst.

Erinnerst du dich an deine Geburtstage früher? Warst du schon Tage vorher aufgeregt und zappelig?

Ich bin am Morgen ganz hibbelig aufgewacht. Ich war den ganzen Tag begeistert und habe ungeduldig auf die Feier und die Geschenke gewartet. Und du? Hast du dich auch gefreut?

Falls ja, wäre es nicht schön, dieses Gefühl selbst an einem „gewöhnlichen“ Arbeitstag zu haben?

Ich kann dir nicht versprechen, dass du das jeden Tag mit einer starken Vision erleben wirst – aber immer häufiger.

Das Aufstehen fällt leichter, wenn du weißt:

  • warum du deine Aufgaben erledigst,
  • was du damit erreichen kannst,
  • welcher Sinn dahinter steckt.

Warum freut sich ein Kind auf den Geburtstag? Nicht nur wegen der Geschenke. Sondern weil es weiß, dass es ein wundervoller Tag wird, an dem etwas Besonderes passiert.

Lass jeden Tag ein besonderer Tag werden. Gib ihm die Chance dazu.

Mit einer kraftvollen Vision weißt du, dass du dich heute deinen wahren Wünschen wieder einen kleinen Schritt näherst. Sie ist es, woran du dich immer und immer wieder neu ausrichten kannst.

Wie ein Magnet die Kompassnadel anzieht, zieht dich deine Vision zu dem Leben, das du dir vorstellst. Das hilft dir, dich nicht im Alltag zu verlieren.

Finde heraus, was du wirklich willst und lasse dich von deiner Vision leiten.

Wie kannst du deine Vision entwickeln

Hier findest du eine kurze Anleitung, wie du deine starke Vision findest.

Du brauchst dafür auf keine schamanische Suche gehen.
Das einzige, was du benötigst, sind Zeit und Ruhe sowie Stift und Papier.

1. Vorbereitung

a) Ziehe dich an einen Ort zurück, an dem du nicht gestört wirst.
Achte bitte darauf, dass du wirklich Ruhe hast und bei dir bist. Es geht um deine Vision. Die kannst nur du für dich entwickeln – auch wenn später andere an der Verwirklichung beteiligt sind.

Nimm dir genügend Zeit und Ruhe. Jede Unterbrechung reißt dich raus aus deinem Flow, deinem Findungsprozess.

b) Verbinde dich mit etwas Schönem.
Wenn du magst, kannst du meditieren. Oder du denkst an jemanden, den du liebst. Wenn du ein gläubiger Mensch bist, ist ein Gebet hilfreich.

Es geht darum, dich in eine gute Haltung zu bringen. Spüre, dass alles möglich ist und dass es mehr gibt. Ein paar Minuten genügen. Wenn du jetzt ein Lächeln auf den Lippen hast, ist das optimal.

2. Dein Ist-Zustand

a) Beschreibe deine aktuelle Situation.
Skizziere kurz, wo du heute stehst. Was sind die Tatsachen, was ist dein Status Quo. Das muss keine lange Abhandlung sein. Aber du solltest wissen, wie deine heutige Realität aussieht.

Beschreibe deine Situation, wie du einem Kind ein Gemälde beschreiben würdest – einfach, klar und unkompliziert. Und bitte vermeide Bewertungen. Es ist, wie es ist.

b) Behalten, verändern, loslassen.
Notiere, was gut klappt, was du verändern möchtest und was nicht funktioniert. Im Laufe des Lebens haben wir einen Fundus von Erfahrungen und Gegenständen angesammelt.

Einiges davon stört uns, auf anderes möchten wir nicht verzichten. Mache dir bitte bewusst, was in welche Kategorie fällt. Manchmal behalten wir Dinge oder Gewohnheiten nur aus Nostalgie oder weil wir den Platz noch nicht gebraucht haben.

3. Deine Vision

a) Beschreibe deine Zukunft.
Auch wenn es um eine Vision geht, sei so konkret wie du kannst. Stell dir vor, du würdest ein Bild von deiner Vision malen.
Große Ideen und Philosophien sind oft sehr abstrakt. Eine starke Vision ist be-greifbar.

Schreibe 5 oder maximal 10 Punkte auf, die dir wichtig sind. Sie sollten dir ein gutes Gefühl geben und erreichbar sein.

Auf der anderen Seite dürfen, nein, sollen sie eine Herausforderung sein. Denke groß. Wenn du es zu leicht erreichen kannst, motiviert dich das vermutlich nicht nachhaltig.

Hilfreichen Fragen sind zum Beispiel:

  • Wenn Zeit und Geld keine Rolle spielen, wie möchte ich dann leben?
  • Was möchte ich in diesem Leben gerne erreichen?
  • Was kann ich tun, damit die Welt in irgendeiner Form zu einem besseren Ort wird?
  • Wenn ich einen Zauberstab hätte, was würde ich nachhaltig verändern wollen?
  • Was für einen Beitrag möchte ich leisten?

 

Eine Vision verspricht dir keinen äußeren Erfolg. Sie verspricht dir ein inneres Gefühl der Fülle.
Überlege dir daher bitte auch:

  • Was lohnt sich zu tun, auch wenn du scheitern würdest?

Und vor allem überlege dir, was dich glücklich macht. Denkst du noch  an die wichtigste Frage?

  • Wie möchtest du dich fühlen, wenn deine Vision wahr ist?

Einige meiner Gedanken dazu kannst du in meinem Beitrag zum Thema ‚reich sein‘ nachlesen.

Die letzten beiden Fragen helfen dir, deine starke Vision zu finden. Damit verlässt du das gefährliche Terrain, in dem dich die Einflüsse und Erwartungen anderer vom Weg abbringen können.

Daher hier noch mal die beiden Schlüsselfragen:

• Wie möchtest du dich fühlen, wenn deine Vision wahr ist?

• Was lohnt sich zu tun, auch wenn du scheitern würdest?

 

Formuliere diese Punkte in der Gegenwartsform. So als ob sie Realität seien. Bitte denke daran, dass sie dich zwar herausfordern, aber auch anspornen sollen.

Hilfreich ist es, wenn du deine Vision wie ein SMART-Ziel formulierst.

Falls du das Prinzip noch nicht kennst, findest du bei BeYourBest ein konkretes Beispiel und bei Zeitblüten allgemeine Infos.

Aber Achtung: Eine Vision ist keine Sammlung von Zielen, die nichts miteinander zu tun haben. Sie ist das, was deinem Leben eine Richtung gibt.
Erst kommt die Vision, dann kannst du sinnvollerweise Ziele daraus ableiten.

b) Verpflichte dich.
Eine Vision ist nur so stark, wie dein Bekenntnis dazu. Ohne eine Verbindlichkeit, einer inneren Verpflichtung bleibt deine Vision eine leere Hülse. Es geht darum, dass du sie verwirklichen möchtest. Es geht darum, sie mit deinen Handlungen wahr werden zu lassen.

Das beginnt damit, dass du dich regelmäßig mit deiner Vision verbindest. Alleine die Vision entwickeln genügt nicht. Sie möchte auch mit Leben gefüllt werden.

  • Lies dir jeden Tag deine Vision durch. Am besten noch morgens im Bett. Damit erinnerst du dich, warum du alles auf dich nimmst.
  • Überlege dir jeden Tag, wie du deiner Vision näher kommen kannst.
    Es kann sein, dass du noch nicht weißt, wie deine Vision jemals Wirklichkeit werden soll. Das ist normal und gehört zur Vision.

Denke an die Kompass-Nadel. Wenn der Kompass neu ausgerichtet wird, schwankt die Nadel noch wie wild hin und her. Mit der Zeit wird die Richtung klarer.

Es spielt keine Rolle, wie klein dein täglicher Schritt ist.

Verpflichte dich.
Tue jeden Tag etwas mehr davon, was dich deiner Vision näher bringt. Vermeide jeden Tag eine weitere Kleinigkeit, die dich davon entfernt.

Lasse dich auf deine Vision ein. Das mit Vertrauen zu tun. Du darfst ab sofort mehr auf dein Gefühl achten, was du für richtig oder für falsch hältst.

 

Was ich soeben beschrieben habe, ist eine Herangehensweise, die von vielen klugen Menschen empfohlen wird. Sie funktioniert gut und passt für die meisten.

Falls du dazu Unterstützung brauchst, bin ich gerne für dich da. Bitte schreibe mir über das Kontakt-Formular, damit ich dir ein Angebot schicken kann.

 

Dieser Text ist in gekürzter Form Teil meines LiFEcatcher Visions-Kurses, den es aktuell nicht mehr gibt.
Falls du den Kurs noch haben möchtest, schreibe mir. Dann finden wir eine Lösung.

 

Wenn der Weg zum Ziel wird

Eine Vision ist mehr als ein Ziel. Sie soll dich begeistern. Sie ist größer als du selbst. Sie gibt dir und deinem Leben einen tieferen Sinn.

Bitte denke daran, dass eine Vision nicht auf Job und Karriere beschränkt ist. Überlasse die Themen Vision & Mission nicht den großen Konzernen.

Wenn du viel von der Welt sehen möchtest, ist das eine starke Kraft. Genauso wie der Wunsch nach einer beruflichen Selbständigkeit, einer großen Familie oder einer Gemeinschaft mit Gleichgesinnten. Alles ist möglich. Es ist deine Vision.

Mit deiner Vision kennst du die Belohnung für deinen täglichen Einsatz. Du kannst dich heute schon auf deine Zukunft freuen – und auf jeden einzelnen Tag.

So wie wir unsere Tage leben, so leben wir unser Leben. #AnnieDillard Tweet mich

 

Dadurch dass du jeden Tag einen Minischritt auf deine Vision zugehst, kannst du jeden Abend stolz auf dich sein. Ein Minischritt ist auch, dass du deinen Weg deutlicher erkennst, zum richtigen Zeitpunkt Nein sagst oder auch nur an deine Vision denkst.

Es geht nicht um die Geschwindigkeit. Es geht um die eine kleine Handlung täglich.

Damit wird der Weg wirklich zum Ziel.

Jetzt liegt es an dir, das mit Leben zu füllen.

 

 
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Astrid von Weittenhiller
Life-Coach für AbenteuerInnen

 

 

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  • Liebe Astrid,

    Danke für diesen Beitrag, du hast mich damit gerade wieder an meine Visionen erinnert und das fühlt sich einfach gut an 🙂

    Liebe Grüße
    Barbara

    • Lifecatcher sagt:

      Liebe Barbara,
      mir geht es selbst oft so, dass ich klar weiß, was ich will – und dann wieder vergesse 😉
      Schön, dass du jetzt wieder an deine Vision denkst und vielleicht sogar wieder etwas motivierter bist.
      Sonnige Grüße -Astrid

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