Verheddert im Aufgaben-Netz

Im Aufgaben-Netz: Jeder Tag bringt seine Geschenke mit. Albert Schweitzer • Design by Astrid von Weittenhiller

​Inspirationen und viele Ideen sind eine gute Sache. Bis daraus ein Aufgaben-Netz entsteht, das die die Luft zum Atmen raubt.

​Fühlst du dich manchmal total verstrickt – wie in einem Aufgaben-Netz? Überfordert, ohne Luft zum Atmen, weil alles zu viel ist?

Ich bin leidenschaftliche Sammlerin. Ganz früher waren es diese bunten Fläschchen mit exotischen Spirituosen. Später Fantasy-Romane. Kakteen waren auch mal dran.

Heute sind es Ideen. Inspirationen für Artikel und meine Website, Coaching-Übungen, Tipps & Tricks und alles, was ich für meine Leserinnen, Kundinnen und mich brauchen kann.

Alles wird gesammelt, aufbewahrt. Für später. Mach ich noch.

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Sammeln kann gefährlich werden

​Für die schnellen Ideen zwischendurch nutze ich vor allem mein To-do-Listen-Tool Todoist.

Sobald mir was einfällt, entsteht eine neue Aufgabe.
Ein kurzer Text oder ein schneller Link: Alles hat dort Platz.

  • ​Ein Podcast begeistert mich. Da, bei Minute 7:43 war was. Das muss ich mir unbedingt aufschreiben. Schnell eine neue Aufgabe.
  • ​Beim Surfen finde ich eine tolle Übung. Die muss ich unbedingt mal ausprobieren. Schnell eine neue Aufgabe.
  • ​Boah, die Seite sieht ja toll aus. Hmm, könnte ich das auch so machen? Schnell eine neue Aufgabe.
  • Oh weh, bei der DSGVO habe ich noch was nicht bedacht. Schnell eine neue Aufgabe.
  • Das ist ja ein interessanter Artikel. Darüber könnte ich auch mal schreiben. Schnell eine neue Aufgabe.

​Und ganz schnell entstand ein immer fester werdendes Aufgaben-Netz.

​Gefangen im Aufgaben-Netz

Das Ergebnis waren 18 Projekte mit über 350 Aufgaben. Hilfe!

Allein die Aufgaben zu sichten, hätte ewig gedauert. Schließlich wusste ich meist gar nicht mehr, was ich damit tun wollte, was ich mir gedacht hatte. Was war davon wirklich eine gute Idee? Was wichtig?

Wenn ich nur an das Aufräumen und Sortieren dachte, war ich platt. Das würde ja ewig dauern.

Je mehr ich zappelte, je mehr ich nur daran dachte, desto mehr fühlte ich mich im Aufgaben-Netz gefangen.

Völlig gestresst, hatte ich bereits vor einiger Zeit fast alle Fälligkeiten rausgenommen.

So wurde ich zwar nicht mehr an die vielen Aufgaben erinnert, dafür konnte ich das Tool kaum mehr sinnvoll nutzen. Das war wohl nichts.

Im Aufgaben-Netz: Jeder Tag bringt seine Geschenke mit. Albert Schweitzer • Design by Astrid von Weittenhiller

​Es ist ein kleiner Schritt, der eine Muss-Aufgabe zu einer Vielleicht-Idee macht.

So kann es nicht weitergehen

Anfang der Woche hatte ich dann genug.
Ich wollte meine To-do-Listenprogramm zurück!

Zusätzlich zu Todoist nutze ich noch Trello.
Trello erinnert an ein virtuelles Whiteboard für die Kanban-Methode. Damit kann man Projekte planen und Listen und Karteikarten erstellen.

Bei mir ist auch Trello mehr eine Info-Sammlung als ein Planungstool. Aber es ist viel aufgeräumter.

Also erstellte ich ein neues Board mit nur drei Spalten: Backlog, in Arbeit und Erledigt.

Und in dieses Board packte ich alle Aufgaben aus Todoist, denen ich heimlich den Status "Irgendwann mal" gegeben hatte. All diese gesammelten Dinge, die ich irgendwann anschauen, tun, lernen wollte.

Was ich mit diesem Board machen werde, weiß ich noch nicht. Ich bin halt doch Life-Coach und kein Produktivitätsberater. Vielleicht schau ich es nach und nach durch. Vielleicht lösche ich es einfach komplett.

Todoist und Trello sind nur zwei Beispiele für Tools, mit denen man super leicht Dinge sammeln kann. Ein anderes beliebtes Programm ist Evernote.​

Doch ganz gleich, was man nutzt – ob virtuell oder wirklich, ob Links oder Notizen, wilde Sammlungen werden ganz schnell zu einem Aufgaben-Netz. Chaos, das uns beherrscht.

Endlich wieder frei

Das Ergebnis meiner Aufräumaktion war unglaublich befriedigend.
Nach zweieinhalb Stunden war meine Aufgabenverwaltung endlich wieder überschaubar!

Jede Aufgabe war zu einer Karteikarte geworden und hat im Backlog einen guten Platz.

Jetzt war es keine Aufgabe mehr, die ich machen musste. Es war wieder nur eine Idee, die ich noch nicht ganz vergessen wollte.

Keine Muss-Aufgabe, sondern eine Vielleicht-Idee.

So erleichtert hatte ich mich schon lange nicht mehr gefühlt.

Befreit.

Befreit aus dem Wust der übervielen Aufgaben, meinem ganz persönlichen Aufgaben-Netz.

Erst jetzt fühle ich mich in der Lage, neu und vernünftig zu planen.

Ich habe mir Überblick geschaffen. Einen Freiraum. Ich kann wieder atmen.

Es ist unglaublich, wie sehr wir uns selbst behindern.

  • ​Mit zu vielen Sachen, die wir nicht wirklich brauchen.
  • ​Mit zu vielen Ideen, die wir nie umsetzen.
  • ​Mit zu vielen Gedanken, die uns nicht weiterbringen.

​Mich hat das Aufräumen meiner To-do-Liste befreit.

Die Ideen sind zwar noch nicht aufgeräumt. Aber sie sind wenigstens nur noch an einem Platz und belasten mich nicht mehr. Ich habe das Aufgaben-Netz zerrissen.

Ich muss es nochmal sagen. Ich fühle mich unglaublich befreit.

Im Aufgaben-Netz: Das Aussortieren des Unwesentlichen ist der Kern aller Lebensweisheit. Lao Tse • Design by Astrid von Weittenhiller

Ausmisten und umsortieren hat mich schnell wieder befreit.

Chaos beherrschen

Ob Marie Kondo, Minimalisten oder die antiken Stoiker – sie alles lieben die Kraft des Freiraums.

Spätestens seit Einstein wissen wir, dass Materie gebundene Energie ist. Und aus der Psychologie stammt die Erkenntnis, dass uns offene Aufgaben unbewusst beschäftigen.

Scheinbar mögen wir keine losen Enden.

Autoren und Filmemacher nutzen das schon seit Jahren. Sie nennen es Cliffhanger.
Wir schauen deshalb die nächste Folge, weil wir unbedingt wissen wollen, wie es ausgeht.

​Unser Hirn will Dinge abhaken können.

Und wenn es das nicht kann, erstellt es eine offene Aufgabe und baut schließlich ein ganzes Aufgaben-Netz.

Man braucht sich nicht von allem befreien, was einem lieb ist.

Das Chaos beherrschen bedeutet schon, dass alles einen guten Platz hat. Sei es eine Kiste mit Kram oder ein Trello-Board mit allen Aufgaben für irgendwann.

Wir brauchen nur einen Weg zu finden, damit unser Hirn einen Haken setzen kann.

Und manchmal ist es einfach auch Zeit, ein altes Projekt loszulassen.

Brauchst du Hilfe?

Beim Aufräumen deiner Ideen und Sachen kann ich dir zwar nicht helfen. Doch wenn du genervt vom Gedankenkarussell bist, bin ich gerne für dich da.

Vielleicht hast du genug von den vielen Sachen, die dir täglich im Kopf rumspuken.

Oder es geht dir, wie vielen meiner anderen Kundinnen:
Sie wissen noch nicht mal, was für merkwürdige Gedanken und Glaubenssätze sie haben. Sie merken nur, dass sie irgendwie feststecken und nicht mehr weiterkommen.

Ihnen fehlt der innere Freiraum, die Luft zum Durchatmen.

Mein online Life-Coaching hilft dir, wenn du mal deinen Kopf, deine Gedanken aufräumen möchtest.
Hast du Interesse? Dann melde dich einfach bei mir.

Du kannst direkt einen Kennenlern-Termin vereinbaren unter:
https://lifecatcher.de/viertel

Oder du schreibst mir über die Kontakt-Seite und schickst mir drei Vorschläge, wann du eine halbe Stunde Zeit hast.

Ich freue mich auf dich.

 
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Astrid von Weittenhiller
Life-Coach für AbenteuerInnen

 

 

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