Keiner muss sich überfordert fühlen

Überfordert fühlen: Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel. Konfuzius • Design by Astrid von Weittenhiller

​Kennst du das? Da gibt es Leute, die zwei- oder dreimal mehr schaffen als du. Dabei fühlst du dich schon total überfordert.
Wie kann das sein? Wie machen die das?

​Vielleicht ist das die falsche Frage. Vielleicht wäre es besser, wenn du überlegst, warum du dich überfordert fühlst.

Wenn ich in diesem Text von Überforderung spreche, dann meine ich dieses Gefühl von zu viel.
Es geht nicht um körperliche Überforderung oder Reizüberflutung.

Ich spreche davon, wenn wir verzagen und nicht mehr wissen, wo uns der Kopf steht.

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Wen immer ich auch frage, alle haben das Gefühl, dass von uns heute mehr verlangt wird als je zuvor.
Job, Familie, Freizeit, Freunde - alle wollen was von einem.
Kein Wunder, dass wir uns heute so leicht überfordert fühlen.

Doch muss das so sein?
Gehört das zum Zeitgeist oder können wir was dagegen tun?

Und was ist mit denen, die mehr in weniger Zeit schaffen? Sind die begabter oder haben sie ein Geheimnis, das wir nicht kennen?

Wenn alles zu viel ist

Man sollte meinen, bei 5 Arbeitstagen und 8 Stunden hätte man genug Zeit zum Ausruhen. Da müsste doch genügend Freizeit sein.

Tatsächlich sind die Anforderungen an uns gestiegen.

Mit 8 Stunden im Job ist es selten getan. Laut DGB machen die deutschen Arbeitnehmer jedes Jahr rund 1,8 Milliarden Überstunden - 1.800.000.000 Stunden. Das sind rund 205.500 Jahre oder 2.568 komplette Menschenleben. Jedes Jahr.
Infos dazu zum Beispiel beim DGB oder in der Presse.

Und selbst, wenn wir nicht unzufrieden im Job sind, manchmal ist es einfach zu viel.

Dazu kommt noch, dass durch unsere Form der Arbeitsteilung jeder Einzelne den Haushalt ziemlich alleine erledigen muss.

Jede Wohneinheit sorgt selbst für Kochen, Putzen, Geldverdienen, Kindererziehung, Essen beschaffen und was sonst noch so ansteht.
Und soziale Kontakte laufen nicht mehr nebenher, sondern müssen geplant und organisiert werden.

Wir haben tatsächlich unglaublich viel zu tun.

Ganz im Gegensatz zu den Menschen, die lange vor uns gelebt haben.
Laut Christoph Drösser arbeiteten Steinzeitmenschen durchschnittlich nur 4-6 Stunden pro Tag.
Jagen, Sammeln, Essen zubereiten wurde durch die gemeinsame Arbeit optimiert. So blieb genügend Zeit für soziale Kontakte, Kunst und Müßiggang.

​Viel oder zu viel?

Doch ist das ein Grund, dass wir uns überfordert fühlen?

Überforderung ist ein Gefühl. Und wie jedes Gefühl ist es ein Ergebnis deiner Gedanken.
Das bedeutet:

Du hast die Wahl, ob du dich überfordert fühlen möchtest.

Damit das verständlich wird, müssen wir zuerst etwas mehr über Gefühle wissen.

Wie entstehen Gefühle?

Gefühle sind wichtige Anzeichen. Sie zeigen uns, wie wir etwas bewerten. Aufgrund unserer Erfahrungen und Erlebnisse ordnen wir Tatsachen innerhalb von wenigen Augenblicken ein. Wir legen fest, wie wir auf ein Ereignis reagieren wollen.

Sehen wir zum Beispiel ein Auto heranbrausen, erkennen wir es als potentielle Gefahr. Wir verspüren ein mulmiges Gefühl und bleiben auf dem Gehsteig.

Was ist passiert:

1. Wir haben eine Tatsache bemerkt.
Da ist ein Auto, das schnell die Straße entlang fährt.

2. Wir haben etwas Bestimmtes dabei gedacht.
Ein schnelles Auto kann für uns gefährlich sein.

3. Wir haben ein Gefühl erzeugt:
Angst.

4. Wir handeln entsprechend.
Wir bleiben stehen, um nicht in den Gefahrenbereich zu kommen.

Stell dir vor, du bist bei einem Formel 1 Rennen. Und du siehst dort ein schnelles Auto.
Spürst du Angst? Sicher nicht. Denn du weißt, dass du sicher bist. Du denkst wohl eher an das spannende Rennen als an Gefahr.

Die Tatsachen sind gleich. Deine Gedanken dazu sind sehr verschieden. Und so fühlst und handelst du verschieden.

​Überforderung ist auch nur ein Gefühl, das du selbst steuern kannst.

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Nutze deine Gedanken

Doch es geht auch anders.

Wenn deine Gefühle durch deine Gedanken entstehen, dann kannst du deine Gefühle auch durch Gedanken ändern.

Überforderung ist ein Gefühl.
Es entsteht durch die Gedanken, dass dir alles zu viel ist.

Wenn wir das verstanden habe, haben wir ein wirksames Mittel gegen Überforderung gefunden.

“Alles zu viel” ist zunächst ein Gedanke.
Die Überforderung ist das Gefühl, das daraus entsteht.

Erlaube dir nicht, dich verwirrt und überfordert zu fühlen.
Entscheide dich für andere Gedanken.

Überfordert fühlen: Den Sturm kannst du nicht beruhigen - versuche es nicht weiter. Was klappt ist, dass du dich selbst beruhigst. Timber Hawkeye • Design by Astrid von Weittenhiller

Was tun bei Überforderung

Und doch ist es wahr, dass an uns viele unterschiedliche und große Anforderungen gestellt werden.

Was kannst du also tun?

Hinter der Überforderung steckt meist was Anderes

In meiner Praxis habe ich festgestellt, dass Überforderung oft als Stellvertreter dient.

Wir sagen, dass wir überfordert sind, weil wir uns ausgeliefert fühlen und keinen Ausweg sehen.
Kaum jemand schaut sich dann noch dieses Gefühl näher an. Wir sind überfordert und gut ist.

Doch dahinter stecken in der Regel ganz andere Dinge.

  • Wir haben Angst, dass wir den Anforderungen nicht genügen.
  • Wir sind unsicher, wie es weitergehen soll.
  • Uns ist nicht klar, was der nächste Schritt ist.

Das sind nur ein paar Beispiele für die Gefühle, die sich dahinter verstecken.

Je klarer wir benennen können, was wir wirklich fühlen, desto eher erkennen wir einen Weg raus.

Und vielleicht wollen wir gebraucht werden und vergessen dabei unsere eigenen Bedürfnisse.

Ein Realitäts-Check bringt Klarheit

Finde heraus, was tatsächlich los ist.

Das größte Problem an Überforderung ist, dass wir den Überblick verlieren.

Wer sowieso wenig Zeit hat, nimmt sich erst recht nicht die Zeit für eine Bestandsaufnahme.
Doch das ist jetzt notwendiger als je zuvor.

Wir denken, dass wir 1.000 Aufgaben mit mindestens so vielen Teilaufgaben zu tun haben.
Und je mehr wir darüber nachdenken, desto mehr wird es in unserem Kopf.
Daher ist es hilfreich, wenn wir aufschreiben, was wirklich alles zu tun ist.

Du wirst feststellen, dass nicht alles erledigt werden muss. Und schon gar nicht alles von dir.
Die Zeit für den Überblick ist gut investiert, denn sie gibt dir einen Klarheit.
Du erkennst, was jetzt wichtig oder dringend ist.

​Oft habe ich das Gefühl, dass uns Projekte überfordern, wenn wir daran denken, wie viele Stunden wir bis zu ihrer Verwirklichung brauchen. Doch nur damit zu beginnen, ist nicht sehr schwierig.

​@ ​Emily Giffin

​"Often I feel that projects overwhelm us when we look at how many hours are involved until completion. But just getting started is usually not that difficult." Emily Giffin

Im Hier und Jetzt ist kein Platz für Überforderung

Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen Stress und Überforderung.
Stress entsteht, weil wir jetzt im Moment ganz viel zu tun haben und damit nicht klar kommen.
Überforderung entsteht, weil wir denken, dass wir es auch in Zukunft nicht schaffen werden.

Wenn wir uns überfordert fühlen, brauchen wir daher einen Weg zurück ins Hier und Jetzt.
Wir dürfen das Kopfkino verlassen, das uns eine Zukunft voller Stress und Zeitmangel zeigt.

Am leichtesten geht das mit jeder Form von Entspannung. Aber auch bewusstes Atmen bringt uns zurück. Und selbst Bewegung hilft.

Also leg deine Lieblingsmusik auf und beweg deinen Hintern!
Wirklich. Das hilft.

Überfordert fühlen: Starte wo du bist. Nütze was du hast. Tu was du kannst. • Design by Astrid von Weittenhiller

Resümee

Wir alle fühlen uns mal überfordert. Doch es liegt an uns, ob wir uns in diesem Gefühl aalen.
Auch wenn es schwer zu glauben ist, wir haben die Wahl.

Wollen wir uns länger überfordert fühlen oder nicht?
Wenn nicht, helfen dir diese drei Schritte:

  • ​Finde heraus, was wirklich los ist.

​Meist verstecken wir uns hinter dem Gefühl von Überforderung, dabei geht es um was ganz Anderes.
Je klarer wir benennen können, was wir wirklich fühlen, desto eher erkennen wir einen Weg raus.

  • ​Mach einen Realitäts-Check.

Schau kritisch auf deine Aufgaben. Was ist wirklich zu tun?
Was davon muss jetzt erledigt werden und was kann jemand anderes machen?

  • ​Komme zurück ins Hier und Jetzt.

​Lass dein Kopfkino verrücktspielen, wenn es will. Aber dann komm zurück.
Du bekommst deine Gedanken leichter in den Griff, wenn du ganz in der Gegenwart bist. Finden dazu einen Weg, der dir leichtfällt.

Und wann immer du kannst, gönne dir eine kleine Auszeit.

Das Fiese an Überforderung ist, dass sie sich so real und unveränderbar anfühlt.
Alles scheint zu beweisen, dass du deine Situation nicht verändern kannst.

Doch Überforderung ist ein Gefühl. Und du kannst deine Gefühle durch deine Gedanken selbst steuern.

Das kostet etwas Übung. Und wenn du mir ähnlich bist, darfst du dich immer wieder daran erinnern.
Mit der Zeit geht es leichter. Dann weißt du, dass es jede Mühe wert war.


Viele meiner Kunden kommen zu mir, weil sie genug haben und sich nicht mehr überfordert fühlen wollen.

Neben dem Realitäts-Check ist die wichtigste Erkenntnis wie sie ihre Gedanken verändern können. Sie lernen wirksame Methoden, um zu erkennen, was in ihnen vorgeht. Mit neuen, besseren Sätzen im Kopf verändern sie ihre Gefühle, ihr Verhalten, ihr Leben.

Wenn dir meine Art gefällt und du einen Life-Coach suchst, bin ich gerne für dich da.
Hier erfährst du mehr über mein Angebot.

Jetzt bist du dran:

  • ​Was ​tust du, wenn du dich überfordert fühlst?

​Bitte schreibe einen Kommentar und lass uns ​an deiner Erfahrung teilhaben.

 
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Astrid von Weittenhiller
Life-Coach für AbenteuerInnen

 

 

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