In Vertrauen stärken | Astrid von Weittenhiller | 2 Kommentare

Wie du jeden Beziehungsstress auflöst

​Streit in der Beziehung zu deinen Mitmenschen ist nicht nur an Feiertagen oder im Urlaub ein großes Problem.
In diesem ausführlichen Artikel lernst du die 4 ​Elemente kennen, mit denen du jeden Beziehungsstress auflösen kannst.​

Ob im Urlaub und an Feiertagen mit der Familie, ob im Büro, mit den Nachbarn oder auch nur im Straßenverkehr: Das Leben miteinander ist oft voller Streit und Stress.

Hier findest du Hilfe für jedes Beziehungsproblem. Ob Streit in der Beziehung, in der Familie, mit Kollegen oder Leuten, mit denen du lieber nichts zu tun haben möchtest.

Die einzige Ausnahme sind Mitarbeiter oder Kinder. Hier gelten zum Teil etwas andere Regeln, auf die ich aus Platzgründen nicht eingehe. Aber das meiste kannst du auf alle deine Beziehungen anwenden - zu wem auch immer.

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Dieser Artikel ist länger als die meisten anderen auf meiner Seite.
​Falls du also später gerne noch mal was nachlesen möchtest, kannst du direkt zum entsprechenden Teil springen.

Klicke einfach auf die entsprechende Überschrift:

​Immer wieder Stress und Streit

Stell dir vor, du wachst morgens auf. Oh, nein. Heute ist wieder ein Termin mit diesem unmöglichen Kollegen. Jedes Mal, wenn du ihn siehst, musst du dich zusammenreißen. Am liebsten würdest du ihm mal richtig die Meinung sagen.

Die Fahrt ins Büro ist auch schon wieder stressig. Müssen die denn alle so schleichen?
Dann fällt dir dein Vermieter ein, der heute noch vorbeikommt. Was will der denn schon wieder?

Doch am allerschlimmsten ist gerade das Theater zu Hause. Gestern ist dein Mann schon zum dritten Mal diesen Monat zu spät nach Hause gekommen. Du warst stink sauer. Überhaupt, in letzter Zeit streitet ihr ganz schön oft – wegen jeder Kleinigkeit.

Kennst du das?
Wenn du nur einen Teil davon selbst erlebst, habe ich heute eine gute Nachricht für dich.

Das alles muss nicht sein.

Du kannst jede Beziehung ändern

Ich stelle dir gleich ausführlich die 4 Elemente vor, mit denen wir jeden Beziehungsstress lösen können.

Und darum geht es:

Du wirst verstehen, was du tun kannst. Und du bekommst eine Idee, wie dein Leben in richtig sein könnte.

Es wird vielleicht nicht immer einfach sein. Aber im Grunde ist es leicht.
Mit diesen 4 Elementen kannst du jedes Beziehungsproblem lösen. Ob es ein kurzes Aufflammen ist oder eher einem Waldbrand ähnelt.

Wollen wir loslegen?

1. ​Die Basis einer guten Beziehung

Sobald Menschen zusammenkommen, stoßen unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse aufeinander.

Selbst wenn wir gerne mit jemandem Zeit verbringen, brechen immer wieder alte Konflikte auf. Vielleicht kennst du das auch von Feiertagen oder aus dem Urlaub.
Gerade ist noch alles in bester Ordnung und schon gibt es Streit und dicke Luft.

Warum benehmen die sich nur so schrecklich?
Muss man denn dauernd auf alten Geschichten rumreiten?
Können die denn nicht einmal nett zueinander sein?

Daily Soaps gibt es nicht nur hinter der Mattscheibe. Auch die Geschichten vor dem Fernseher ähneln sich häufig. Immer das gleiche Theater.

Nach meiner Überzeugung können wir andere Menschen nicht ändern.
Doch das macht nichts, denn wir haben die Möglichkeit, selbst was zu tun.

Wir beginnen mit dem ersten Schritt:

Entscheide dich für Liebe

Stell dir vor, wir würden uns persönlich treffen.
Wir sitzen zusammen und du erzählst von deinem Stress. Du berichtest haarklein und ganz genau, was du alles ertragen musst. Wie gemein die anderen sind. Was sie unmögliches getan und gesagt haben. Du lässt alles raus. Du behältst nichts für dich.

Irgendwann kommst du zum Ende.
Du spürst die Wut, die Enttäuschung, den Ärger, Unverständnis, Verzweiflung.

Vielleicht erzählst du noch mehr von deiner Beziehung. Warum du dich so fühlst; was in der Vergangenheit alles passiert ist; was du für die Zukunft befürchtest.

Und dann frage ich dich, was du denn gerne für diesen Menschen fühlen möchtest.
Wenn du einfach aus allen Gefühlen wählen könntest, was möchtest du gerne für den Menschen empfinden?

In fast allen Fällen bekomme ich diese Antwort:
Liebe.

Schwierige Beziehung? Entscheide dich für Liebe • Design by Astrid von Weittenhiller

Deine ​Liebe ist für dich

Im Grunde wollen wir doch gut mit allen auskommen. Wir möchten geliebt und wertgeschätzt werden. Und wir wollen auch die anderen lieben können.

Und weißt du was, das können wir auch. Wir können uns immer und jederzeit für Liebe entscheiden.

Wenn wir streiten, schieben wir das Gefühl von Liebe zur Seite, damit wir auf den anderen böse sein können. Und wir denken, das muss so sein. Wir sind doch unseren Emotionen ausgeliefert.

Doch das stimmt nicht. Unsere Gefühle sind unsere Wahl. Wir entscheiden in jeder Beziehung, was wir ​empfinden. Unsere Emotionen überkommen uns nicht so aus heiterem Himmel. Sie sind das Resultat unserer Gedanken. Und wenn wir rotsehen, denken wir nicht gut über den anderen. Ganz sicher nicht!

Das muss nicht so sein. Erinnere dich daran, dass du diesen Menschen sonst mindestens OK findest.
Und entscheide dich für das Gefühl von Liebe!

​Liebe ist nicht das, was man erwartet zu bekommen, sondern das, was man bereit ist zu geben.

​@ ​Katharine Hepburn

​Du kannst fühlen, was du willst

Du musst nicht mit allem einverstanden sein, was der Andere tut. Sein Verhalten kann in deinen Augen völlig falsch sein. Doch mit Liebe siehst du wieder den ganzen Menschen – mit allen Stärken und Schwächen.

Vielleicht denkst du, dass jemand deine Liebe nicht verdient.
Diese Vorstellung ist trügerisch und führt dich aufs Glatteis.
Andere lieben ist im Grunde egoistisch. Du bist diejenige, die Liebe spürt.

Dein Gefühl von Liebe springt nicht aus dir raus und in den anderen Menschen rein. Dein Gefühl lebt nur in dir. Andere können nicht mit deinen Emotionen geimpft werden. Was sie fühlen ist ihre Entscheidung. So wie deine Gefühle deine Entscheidung sind.

​Wir erzeugen selbst unsere Gefühle

Wenn dein Partner beleidigt ins Bett geht, tut es dir nicht weh. Erst wenn du dir Sorgen oder andere Gedanken machst, erzeugst du zum Beispiel Schuld-Gefühle. Oder du denkst daran, wie energisch er ist, wenn er sich so aufregt, und fühlst Liebe.

Nochmal, wir erzeugen unsere Emotionen selbst. Nur wir bestimmen, was wir fühlen.
Und das tun wir durch unsere Gedanken – wie wir etwas einordnen und bewerten.

Daher haben wir immer und bei jeder Beziehung die Wahl.

Wir müssen nicht immer gute Gefühle wählen. Es gibt Situationen, in denen wir uns auch mal schlecht fühlen wollen. Wir können uns jederzeit für Trauer, Wut oder Neid entscheiden.

Es ist unsere Wahl.

Und wenn du Beziehungsstress lösen willst:

Entscheide dich für Liebe.

2. Es geht nicht ums Prinzip

Kennst du den Spruch: "Besserwisser haben keine Freunde"?
Und was sind Besserwisser eigentlich?

Ich weiß nicht, woher der Begriff kommt. Ich finde ihn eher bescheuert.

Denn was soll schlecht daran sein, wenn jemand etwas besser weiß?
Es gibt doch auch keine Besserkönner, die deshalb schief angeschaut werden.

Das Problem mit Besserwissern ist eher, was wir über sie glauben. Wir vermuten, dass sie sich wegen ihres Wissens für was Besseres halten. Irgendwie über uns Normalsterblichen stehen.

Manchmal ist das wahr. Manchmal nicht.

​Was zählt ist, was du über die Beziehung denkst

Ob jemand für uns ein Besserwisser ist, hat vor allem damit zu tun, wie wir über diesen Menschen denken. Nicht, ob sie besonders viel wissen oder wie sie es rüberbringen.

Wie könnte es sonst sein, dass einer einen Dritten für einen Besserwisser hält und der andere nicht?

Wie auch immer. Ich finde, es wird Zeit, dass wir uns den Begriff wieder zurückerobern. Dass es eben nicht negativ ist, wenn man was besser weiß. Und dass wir Wissen anerkennen. Vor allem, da wir sonst das Besser-Wissen nur noch Experten überlassen. Uuh.

​Viel Wissen macht Spaß. Nicht wissen macht auch nichts.

​Tweet mich

​Nicht wissen macht nichts

Jeder von uns weiß mal was besser. Nicht nur Besserwisser oder Experten. Und jeder hat auch das Recht, mal was nicht zu wissen, einen Fehler zu machen oder schlicht falsch zu liegen. Das ist doch gut.

Das bedeutet,

  • dass wir lernen können,
  • dass wir unsere Meinung verändern können,
  • dass wir Menschen sind.

Und irren ist menschlich. Genauso wie Wissen, Erfahrungen und Überzeugungen.

OK, manchmal haben wir also recht und manchmal täuschen wir uns.

Und doch geht es bei vielen Streitereien irgendwann nur noch darum, wer recht hat. Wir bestehen drauf, dass die Wahrheit siegt. Unsere Wahrheit!

​Die Schattenseite vom Recht-haben-wollen

Im Grunde sind Recht-haben-wollen und Besserwissen ganz ähnlich. Beides baut Fronten auf.
Ich bin hier und du stehst da. Ich bin auf der richtigen Seite und du auf der falschen. Ich habe recht und du keine Ahnung.

Wir stellen uns auf das Podest unserer Rechtschaffenheit.

Dabei spielt es keine Rolle, ob wir tatsächlich richtigliegen. Wir verlassen die gleiche Ebene und sind nicht mehr auf Augenhöhe.

Und wir denken, dass wir unbedingt unseren Standpunkt vertreten müssen. Schließlich sind wir davon überzeugt, dass wir recht haben. Und es fühlt sich so wichtig an. Fast als ob es um unser Leben ginge.

Hör auf, recht haben zu müssen

Das Problem ist, recht haben kostet unglaublich viel Energie. Und dabei gewinnen wir im Grunde gar nichts. Und die Beziehung verliert.

Dieser Kampf hat keine Gewinner.

Selbst wenn dir der andere scheinbar zustimmt. Durch Streitereien überzeugen wir nicht. Und die scheinbare Zustimmung schmilzt schneller als Eis am Lagerfeuer.

Wirklich. Überleg mal bitte, was du tatsächlich davon hast, wenn du deine Meinung vehement durchsetzt.

Fühlst du dich wirklich langfristig besser?
Fühlst du dich geliebt, willkommen, entspannt?

Ja, dein Ego hat kurz eine Streicheleinheit bekommen. Und dann?

Beziehung zu dir: Hör auf, recht haben zu müssen • Design by Astrid von Weittenhiller

Ich höre dich schon fragen: "Wie soll ich denn zustimmen, wenn es doch so offensichtlich falsch ist?"

Darum geht es mir nicht.

✦ Du brauchst dich nicht verbiegen und verstellen.
✦ Du brauchst nicht deine Argumente aufgeben.

Wenn es für dich richtig und stimmig ist, steh dazu.

​Wir dürfen denken, was wir wollen

Manchmal gibt es nicht die eine Wahrheit, die eine Lösung. Und jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung.

Erwachsene Menschen können denken und glauben, was sie wollen. Und sie werden es auch tun. Ob es uns passt oder nicht. Egal, was wir wollen.

Hör einfach auf, recht haben zu wollen. Hör auf zu streiten. Lass die unterschiedlichen Meinungen im Raum stehen.

Nicht als Gewinner oder Verlierer. Sondern als erwachsener Mensch, der weiß, dass wir alle unterschiedlich denken und von der Wahrheit unserer Gedanken überzeugt sind.

Wenn wir verstehen, dass fast alles, was wir denken nur Meinung ist, brauchen wir nicht mehr recht haben müssen.

​Es sind die kleinen Rechthabereien, die eine große Liebe zermürben.

​@ ​Max Frisch

Dieser Teil war für mich lange Zeit super schwierig. Geholfen hat mir die Frage, was es mir wirklich bringt.
⇒ Warum wollte ich unbedingt recht haben?
Bei mir war es die innere Unsicherheit.

Was, wenn ich falsch liege? Was, wenn ich falsch bin?

Daher ist das erste Element so wichtig: Entscheide dich für Liebe.

Ich habe mich für Liebe entschieden. Liebe für die, mit denen ich streite. Und Liebe für mich.

​Egal was ist, unser Wert ändert sich nicht

Ob wir wirklich recht haben, ob wir falsch liegen, ob wir uns doof verhalten – wir sind trotzdem zu 100% liebenswert. Denn so werden wir geboren. Und so wird es immer sein.

Mit diesem Wissen kann das ängstliche Ego beruhigt werden.
Wir können uns selbst lieben und mit dem anderen bewusst auf Augenhöhe bleiben.

Und vielleicht sagst du dann beim nächsten Streit leise zu dir:
Ich stehe zu meiner Meinung. Ich lasse dem anderen seine Meinung. Und…

Ich hör auf, recht haben zu müssen.

3. Mein Wille geschehe?

Bist du ein Kontrollfreak?
Möchtest du, dass dein Leben nach deinen Vorstellungen abläuft?

Wenn du dich für Liebe entschieden hast (Element 1) und nicht mehr um jeden Preis recht haben musst (Element 2), hast du schon ganz viel Stress und Anspannung bei deinen Beziehungen losgelassen.

Beziehungsstress ist vorprogrammiert, wenn wir jemanden auf eine Seite ziehen oder auf einen Platz verweisen möchten. Dieser Kraftaufwand erzeugt Anspannung und Widerstand.

Die Lösung ist eigentlich sehr einfach. Wenn du nicht mehr ziehst oder drückst, ist die Spannung raus. Egal, wie sich andere verhalten.

Doch viele von uns schaffen das nicht. Vor allem, weil uns gar nicht bewusst ist, was wir tun…
Wir versuchen das Verhalten unserer Mitmenschen zu kontrollieren. Darum:

Gib deinen Wunsch nach Kontrolle auf

Wir haben für unsere Mitmenschen oft etwas, das ich gerne als Handbuch bezeichne.

Es ist ein umfangreiches Werk, das meist nur in unserem Kopf existiert. Darin ist genau aufgeführt, wie sich jemand doch bitte verhalten soll.

​• Sag mir nette Dinge.
• Gib mir ein Begrüßungsküsschen.
• Räum den Teller in die Spülmaschine.
• Ruf mich so schnell es geht zurück.
• Schraub die Tube wieder zu.
• Melde dich rechtzeitig, wenn du später kommst.
• Trink nicht so viel.

Wir erwarten, dass andere tun, was wir für selbstverständlich halten.
Wir erwarten, dass andere tun, was wir wollen.

Aber:
Erwachsene können sich benehmen wie immer sie selbst es möchten.

Gib deinen Wunsch nach Kontrolle auf • Design by Astrid von Weittenhiller

Ja, es gibt gesetzliche Bestimmungen. Ja, es gibt gesellschaftliche Regeln.
Doch keiner muss sich daran halten. Wir können tun, was wir möchten. Mit allen Konsequenzen.

Bei Gesetzen riskieren wir Strafen. Bei Mitmenschen riskieren wir die Beziehung.
Beides hat noch nie jemand daran gehindert, etwas zu tun. Ob wir es gut finden oder nicht.

Erwachsene können sie so benehmen wie sie wollen.

​Kontrolle in Beziehungen funktioniert sowieso nicht

Letztendlich können wir andere Menschen nicht kontrollieren.

Ja, ich wünschte manchmal auch, dass es anders wäre. Es wäre so viel einfacher, wenn alle tun würden, was ich will. Die Welt wäre soooo viel besser. Der freie Wille von anderen wird total überbewertet – halt, das war ironisch!

Jeder kann und wird tun, was sie oder er für richtig hält.

Und dann komme ich.
Und finde das doof. Ich rege mich auf und werde wütend oder aggressiv. Vielleicht bestrafe ich den anderen für sein Verhalten.

Warum tut der das nur? Will er mich bewusst ärgern? Der macht mir absichtlich das Leben schwer!

Nein. Das Verhalten des anderen hat nichts mit uns zu tun. Es ist nur das, was er gerade will. So einfach ist das.

Unser eigener Wunsch nach Kontrolle, unser Handbuch für diesen Menschen, führt zum Konflikt.

​Die meisten Frauen setzen alles daran, einen Mann zu ändern, und wenn sie ihn dann geändert haben, mögen sie ihn nicht mehr.

​@ ​Marlene Dietrich

Tatsache ist, kein Mensch wird sich immer an unsere Regeln halten. Ob es uns passt oder nicht.

Sollen wir uns deshalb von ihnen auf der Nase rumtanzen lassen? Dürfen die denn mit uns machen, was sie wollen? Bin ich der Beziehung ausgeliefert?

Nun, sie werden es sowieso machen. Wir können sie nicht ändern. Es sind erwachsene Menschen.

​Deine persönlichen Grenzen machen den Unterschied

Was wir tun können, ist klare Grenzen setzen.

Das bedeutet, dass wir für uns Regeln aufstellen, was OK ist und was nicht – und ganz wichtig: Was wir tun, wenn diese Regeln gebrochen werden.

Wenn jemand unpünktlich ist, können wir einfach gehen. Wir brauchen uns nicht ärgern oder sauer auf den anderen sein. Wir achten unsere eigenen Regeln. Und wenn der andere fragt, sagen wir sie ihm. Dann ist es seine Sache, was er das nächste Mal macht. So wie es unsere Sache ist, ob und wie lange wir warten wollen.

Es ist deine Zeit und die kannst du so verbringen, wie es dir passt. Warten oder gehen – deine Entscheidung. So wie der andere pünktlich sein kann oder zu spät kommt.

​Grenzen verlangen Konsequenzen

Doch wenn du persönliche Grenzen setzt, überlege dir vorher, was OK für dich ist und was nicht. Und setze sie mit einem Gefühl von Liebe – nicht Wut, Ungeduld oder Frust.

Zu zeigen, wie man sein Handbuch aufgibt und gute Grenzen setzt, ist ein wichtiger Teil meiner Arbeit als Life-Coach. Es ist für viele von uns völlig neu, denn wir lernen es oft weder von den Eltern noch in der Schule. Wie auch?

Falls du dich für mein Lifecoaching interessierst, ich habe noch freie Plätze. Schau dir doch mal mein Angebot an.

​Verständnis für andere - und dich

Wir sind alle Menschen. Wir regen uns unglaublich leicht über Kleinigkeiten auf.

Besonders, wenn wir eh schon müde oder gestresst sind. Da braucht nur einer doof zu gucken und schon sind wir auf 180. Ein falsches Wort und alles ist zu spät.
"Das geht doch nicht! So darf der sich doch nicht benehmen."

Doch alles, was hier schief gegangen ist, sind unsere Erwartungen. Der Wunsch nach Kontrolle.

Das muss nicht sein. Wir können andere so sein lassen, wie sie sind.
Tatsächlich können wir ihr Verhalten sowieso nicht ändern.

​Verzichte auf dein Handbuch

Wenn du also Stress aus deinen Beziehungen rausnehmen möchtest, versuche es mal so:

• Keine Kontrolle
Akzeptiere, dass andere tun, was sie wollen. So wie wir tun, was wir für richtig halten.

• Keine Manipulation
Wenn wir von anderen verlangen, dass sie ihr Verhalten ändern sollen und ihnen sogar drohen, ist das eine Form von Manipulation.

• Grenzen setzen
Wir können anderen jedoch sagen, was für ein Verhalten wir nicht dulden
Das sind die Grenzen, die wir setzen. Und das sind die Konsequenzen, wenn jemand sie nicht beachtet.

Wichtig ist, dass wir auch tun werden, was wir angekündigt haben. Sonst verlieren wir unsere Glaubwürdigkeit und fordern weitere Grenzverletzungen heraus.

​Was jemand anderes tut, hat nichts mit dir zu tun

Das Verhalten anderer Menschen sagt nur was über sie selbst. Es sagt nichts über uns.
Nur unser Verhalten sagt was über uns.

Ach ja, erinnerst du dich noch an Element 1? Entscheide dich für Liebe.
Und dann denke bitte daran, warum du nicht recht haben musst.

Du brauchst niemanden zu kontrollieren und musst dir trotzdem nicht alles gefallen lassen.
Vor allem kannst du selbst bestimmen, wie du dich zeigst, wie du dich gibst und wie du dich verhältst.

Und wenn du dir bessere Beziehungen wünschst:

​Gib den Wunsch nach Kontrolle auf.

4. Zu 100% selbstbestimmt

Was bedeutet selbstbestimmt für dich?
Hast du darüber schon mal nachgedacht?

Heute habe ich eine besondere Herausforderung für dich. Vielleicht denkst du, dass mein Vorschlag nicht fair ist. Aber es ist das beste Heilmittel für alle Beziehungsprobleme.

֍ Übernimm die Verantwortung für deine Gedanken.
֍ Übernimm die Verantwortung für dein Verhalten.
֍ Übernimm die Verantwortung für deine Gefühle.

⇒ Zu 100%.

Wir sind nicht verantwortlich dafür was andere tun. Das haben wir beim letzten Mal besprochen. Es liegt auch nicht in unserer Kraft, wie sich jemand fühlt. Das kann nur derjenige selbst steuern.

Doch was wir tun und wie wir uns fühlen, das liegt ganz alleine an uns. Und dafür dürfen wir die Verantwortung tragen.

Übernimm völlig die Verantwortung

Früher hatte ich gedacht, die Beziehung zu jemanden ist eine eigenständige Sache.
Hier bin ich, da ist der andere und dazwischen ist unsere Beziehung.

Manche sprechen auch von einer Beziehung wie von einem Konto. Etwas, worauf jeder der Beteiligten einzahlt.

Heute sehe ich das anders.

​Beziehung ist das, was ich daraus mache

Unsere Beziehung ist im Grunde lediglich ein Gefühl.
Was empfinde ich für jemanden?

Gefühle entstehen durch unsere Gedanken: Was wir glauben. Was wir über jemanden und unser Verhältnis zu diesem Menschen denken.

Wie könnte es sonst sein, dass zwei Menschen ihre gemeinsame Beziehung so unterschiedlich sehen? Dass einer denkt, alles ist in bester Ordnung, und der andere will nur weg?

Es gibt nicht "die Beziehung". Es gibt nur unsere eigenen Gedanken für einen Menschen.
Und was wir denken, liegt an uns. Dafür sind wir – und wir ganz alleine – verantwortlich.

Kein anderer Mensch kann machen, dass wir uns auf eine ganz bestimmte Art und Weise fühlen. So sehr jemand das versucht, ohne unsere Zustimmung klappt das nicht.

Übernimm völlig die Verantwortung • Design by Astrid von Weittenhiller

Eleanor Roosevelt hat in einem anderen Zusammenhang gesagt, dass dich niemand ohne dein Einverständnis dazu bringen kann, dich minderwertig zu fühlen.

Vielleicht hast du das Zitat schon mal wo gelesen. Es ist ziemlich populär.
Das stimmt für alle Emotionen.

​Deine Gefühle sind deine Sache

Nur du kannst bewirken, wie du dich fühlst.
Ich weiß, das ist jetzt schwer zu akzeptieren.

In meinen Lifecoaching Gesprächen ist das ein Thema, das immer wieder auftaucht.

Dann schauen wir uns ein paar konkrete Situationen an. Und nach ein paar einfachen Übungen ist völlig klar, was ich meine und wie wir selbst unsere Gefühle steuern können.

Mit diesem Wissen sind wir nicht mehr Opfer.

Ganz gleich, was andere tun, wir übernehmen in jeder Beziehung zu 100% Verantwortung wie wir reagieren​. Wir überlegen, wie wir über die Situation denken wollen. Und wir bestimmen, wie wir uns fühlen wollen.

Damit holen wir uns unsere Macht zurück.

Natürlich ist das manchmal unbequem. Es ist so viel einfacher in den gewohnten Rollen zu bleiben. Einfacher, aber eben auch voller Konflikte, Stress, Streit.

Ist es nicht viel besser, wenn du stärker, selbstbestimmt und stolz auf dich bist?

​Du kannst nicht zu jemandem gehören, bevor du dir nicht selbst gehörst.

​@ ​Pearl Bailey

Die ​4 ​Elemente für eine gute Beziehung​

Du hast die Wahl.

Möchtest du:

  • ​dich ärgern,
  • recht haben und Entschuldigungen hören,
  • andere kontrollieren und ihnen drohen, damit sie das nie wieder tun,
  • und ihnen die Schuld geben können?

Oder folgst du den 4 Elementen:

✦ Du entscheidest dich für Liebe ✦

✦ Du hörst auf, recht haben zu müssen ✦

✦ Du gibst den Wunsch nach Kontrolle auf ✦

✦ Du übernimmst völlig die Verantwortung ✦​

Was bedeutet das jetzt konkret?

​Ich gebe dir mal ein Beispiel:

Stell dir vor, dein Mann kommt zu spät zum Essen nach Hause.

Du kannst dich jetzt ärgern und wütend auf ihn sein. Du kannst verlangen, dass er sich bei dir entschuldigt und seinen Fehler zugibt. Du kannst ihm sagen, dass er das nie wieder tun darf. Und du kannst ihm die Schuld für deine schlechte Laune geben. Er hat dir schließlich jetzt den ganzen Tag verdorben.

Ist das nicht so, wie es ganz oft läuft?

Ich kenne das noch allzu gut. Wie oft hatte ich wegen jemand anderem schlechte Laune. Und auch heute muss ich mich noch manchmal bewusst zurücknehmen. Nicht mit meinem Mann, aber mit anderen Leuten.

Vielleicht fragst du dich, wie du denn für so ein Benehmen die Verantwortung übernehmen sollst.

Es geht nicht um sein Verhalten. Er ist erwachsen und kann machen, was er will. Auch zu spät kommen, ohne dir Bescheid zu sagen. Das musst du nicht gut finden, aber er kann es tun.

​Du bestimmst deine Gefühle

Wenn ich von Verantwortung spreche, meine ich, wie du dich in der Situation fühlst.

In diesem Fall denkst du vielleicht:
"Er hat keinen Respekt vor mir."
"Er müsste sich anders verhalten."
"Er macht was falsch" und "Er ist so gemein."

Damit erzeugst du den Stress.

Er entsteht nicht, weil dein Mann nicht pünktlich war. Sondern durch deine Gedanken über die Sache.
Das Problem ist nicht, was er getan hat. Das Problem ist, dass du sauer auf ihn bist.

Beziehung: Du und ich - wir sind eins. Ich kann dir nicht wehtun, ohne mich zu verletzen. Mahatma Gandhi • Design by Astrid von Weittenhiller

​Und wieder Liebe in der Beziehung

Nun stell dir mal vor, in der gleichen Situation entscheidest du dich, ihn trotzdem zu lieben. Du brauchst nicht recht haben, du willst ihn nicht kontrollieren und du schiebst ihm nicht die Schuld zu.
Wäre das nicht plötzlich völlig anders?

Wie wäre dann dein Ton? Wie verhältst du dich? Wie fühlst du dich?

Du kannst natürlich sagen, dass dir seine Verspätung aufgefallen ist. Du kannst ihm sagen, dass du es dir anders wünschst. Und du kannst ihn ruhig um eine Erklärung bitten, warum er denn nicht pünktlich ist.

Fragen, nicht vorwerfen.
Interesse, keine Forderung.

Die gleiche Situation – nur ohne Streit und Stress.

​Es geht nicht um dich!

Weil du sein Verhalten nicht auf dich beziehst.
Es hat nichts mit dir zu tun oder damit, wer du bist. Es geht nicht um Grundsätzliches, wenn wir es nicht dazu machen.

Nochmal, ich verstehe, dass das zunächst unmöglich klingt. Dieser neue Ansatz fordert uns ziemlich heraus.

Und genau für solche Herausforderungen biete ich Lifecoaching an. Du musst es nicht alleine meistern – obwohl es manchmal schon reicht, sich die 4 Elemente bewusst zu machen.

Probiere es doch mal aus!

Und solltest du dir Unterstützung wünschen, ich habe noch freie Plätze.
Beziehungsstress ist ein wichtiges Thema. Er kostet uns so viel Energie, die wir nicht für unser Leben als AbenteuerIn zur Verfügung haben.

Falls du an einer nachhaltigen Veränderung interessiert bist, schau dir gerne mal mein Coaching für Aben​​​​teuerInnen an.
Auf der Seite mit meinen Angeboten findest du die wichtigsten Informationen. Und wenn du Fragen dazu hast, buche doch einen Termin für ein Info-Treffen, den Link findest du dort.

​Schluss mit Streit in der Beziehung

​Nun würde mich wirklich interessieren, was du von den vier Elementen hältst.

  • ​Entscheide dich für Liebe

Das größte Geschenk ist das Gefühl von Liebe. Schenk es dir und mach es als Basis für deine Beziehungen.

  • ​Hör auf, recht haben zu müssen

Bei jeder Begegnung hast du die Wahl, ob du recht oder mit dem anderen eine Beziehung haben möchtest.

  • ​Gib deinen Wunsch nach Kontrolle auf

Wir können das Verhalten von erwachsenen Menschen nicht kontrollieren. Jeder kann und wird tun, was er für richtig hält.

  • ​Übernimm völlig die Verantwortung

Wir sind selbst dafür verantwortlich für unsere Gefühle. Kein anderer Mensch kann bestimmen wie du dich fühlst - nur du selbst.

Das Ziel ist, dass wir in jeder Beziehung alle vier Elemente meistern.
Es nützt aber nichts, wenn wir uns damit überfordern und dann gar nichts verändern.

Wir können auch zunächst ein oder zwei neue Elemente ausprobieren. Vielleicht zwei, die uns eher leichtfallen, oder eines, auf das wir uns konzentrieren möchten.

Nur lesen ändert eben nichts.

​Und dann erinnere dich bitte daran, dass du ​zu 100% liebenswert  bist. Ganz gleich, was du tust oder nicht tust. Das hat nichts mit dir als Mensch zu tun.


Jetzt bist du dran:

  • ​Welches Element spricht dich am meisten an? Was möchtest du ausprobieren? Was für Fragen hast du noch?

Bitte schreibe einen Kommentar, was du denkst.
Ich bin schon sehr gespannt!

 
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Astrid von Weittenhiller
Life-Coach für AbenteuerInnen

 

 

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​Über Astrid von Weittenhiller

Astrid arbeitet online als Life-Coach. Dabei zeigt sie Frauen, die ihren Mutter-Wunsch aufgeben, wie sie ihre Beziehung zu sich und anderen verbessern. So finden sie inneren Frieden und erschaffen sich ein erfülltes Leben. Privat findest du Astrid oft draußen beim Wandern, Trekking oder Spazieren.

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  • Liebe Astrid,

    ich bin heute auf deinen Artikel gestoßen, vielleicht weil mich dieses Thema gerade belastet und beschäftigt. Ich finde deinen Text wirklich gut und er hat mich zum Nachdenken gebracht. Den Tipp dem sich für die Liebe entscheiden hab ich schon einmal gehört und finde das auch wirklich gut und wünsche mir so sehr das ich das könnte. Mir fehlt nur irgendwie eine Art „Werkzeug“ das mich in solchen Situationen daran erinnert und nicht diese, auch von dir angesprochenen negativen Gedanken habe, und dementsprechend ist dann auch meine Reaktion. Also eben negativ und nörgelnd oder sogar vorwurfsvoll von mir selbst ablenkend. Ich würde lieber souveräner und lockerer und mit Liebe und Empathie reagieren können. Gerade in Situationen, wo ich auf einen Fehler meinerseits aufmerksam gemacht werde würde mir das unglaublich helfen. Hast du da einen Tipp für mich?

    Reply

    • Liebe Beate,
      wie schön, dass du mich gefunden hast und dass dich der Artikel anspricht.
      Ich kann völlig nachvollziehen, was du meinst. Sich mitten im Geschehen an die eigenen Vorsätze erinnern, ist eine große Herausforderung. Wir sind dann so drinnen, dass wir an kaum was anderes denken können.
      Einfacher ist es daher davor oder danach zu üben. Damit wird mit der Zeit das neue Verhalten so selbstverständlich, dass es auch in schwierigen Situationen klappt.
      Was bedeutet das konkret?
      Davor: Wenn du weißt, dass so eine Situation vermutlich kommen wird, spiele sie in Gedanken durch. Überlege als erstes, wie du normalerweise reagierst, was du denkst, was du fühlst und was du tust. Wenn dir das ganz klar ist, kannst du dich umentscheiden. Stell dir nun vor, wie es besser sein sollte. Lebhaft, ausführlich, wie bei einem packenden Film.
      Danach: Ich weiß, ganz oft ärgern wir uns danach über uns selbst. Manchmal schimpfen wir. Über uns und über die anderen. Und wenn du das brauchst, um dich zu beruhigen, ist das OK. Aber bitte nur für eine bestimmte Zeit. Vielleicht stellst du dir den Wecker auf 15 Minuten. Dann kommt der wichtige Teil. Auch jetzt überlegst du, was ganz genau passiert ist. Wer hat was gesagt? Wer hat was getan? Wie hat sich die Situation hochgeschaukelt? Was immer dir noch einfällt.
      Manchmal erinnern wir uns kaum mehr daran, weil wir so emotional waren. Dann ist das halt so. Aber vermutlich erinnerst du dich trotzdem noch an das, was davor passiert ist.
      Auch hier kannst du den „Film“ verändern. Wie wäre es in „richtig“ gewesen? Achtung, es geht nicht darum, dass andere was anderes tun. Darauf haben wir keinen Einfluss. Was könntest du anders machen?
      Wenn du vorher und nachher übst, bekommst du eine Art Abstand, die dir dann auch hilft, wenn’s soweit ist. Dann fällt es dir leichter wieder ein, woran du denken wolltest. Du kannst es auch mit einer Freundin oder einem Coach besprechen und durchspielen. Auch das verändert deine Gedanken, deine Gefühle und dein Verhalten, wenn’s drauf ankommt.
      Ich hoffe, das hat dir geholfen. Wenn du noch Fragen hast, melde dich gerne wieder.
      Sonnige Grüße -Astrid

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    Fühlst du dich deinen Gefühlen ausgeliefert?

    ​Lerne, wie du in 5 Minuten jede Emotion verwandelst.

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