Die 5 besten Tipps wie du einem Projekt einen würdigen Abschluss gibst

Die 5 besten Tipps wie du einem Projekt einen würdigen Abschluss gibst

Hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, wie du ein Projekt zu Ende bringst? Stell dir vor, du hast jahrelang voller Begeisterung an einer Aufgabe gearbeitet und plötzlich macht es dir einfach keinen Spaß mehr.

Vor allem Scanner* leiden eher früher als später daran, dass unvermittelt die Freude fort ist. Die Begeisterung ist einfach von heute auf morgen verschwunden. Plötzlich ist der Kick weg. Die Leidenschaft ist futsch. Und du verstehst einfach nicht, was passiert ist.
Das geht übrigens nicht nur Scannern so. Aber bei vielseitig begabten Menschen kann das Intervall kürzer und der Verlust des Interesses plötzlicher sein.

Wenn du dir eingestanden hast, dass das Projekt für dich erledigt ist, stehst du noch immer vor dem Problem, wie du das Projekt beendest.

Es ist übrigens allein deine Entscheidung, wann du ein Projekt als abgeschlossen betrachtest. Lass dir da von niemand rein reden. Keiner weiß besser als du, warum du überhaupt damit begonnen hast. Daher kann auch sonst niemand sagen, was dein Ziel war und wann du es erreicht hast.
Besonders bei Scanner-Projekten geht es oft nicht um das Vordergründige, was für alle ersichtlich ist. Vielleicht hat es dir völlig ausgereicht, nur eine kleine Teilerfahrung zu machen oder ein bestimmtes Thema kennen zu lernen.

Nur die Biene entscheidet, wann sie zur nächsten Blume fliegen möchte. Tweet mich

Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass alles wo entweder viel deiner Zeit und/oder sogar dein Herzblut drinnen steckt, einen würdigen Abschluss verdient.
Ich präsentiere dir stolz mein Top 5 als Vorschläge.

Die Abschiedsrede

Das ist wohl die einfachste Art, einen guten Abschluss zu finden. Du schreibst oder hältst eine Abschiedsrede für das Projekt. Du erzählst, was dich daran gereizt hat, was du gelernt hast, was der besondere Kick für dich war. Selbst wenn es dir heute schwer fällt, versuche dich zu erinnern, warum du mit dem Projekt angefangen hast. Finde mindestens 5, besser noch 10 Dinge, die positiv daran waren.

Baue das alles in eine wertschätzende Rede ein und sage oder lese sie laut. Damit wird dir selbst bewusst, was du alles erreicht hast.

Der Ehrenplatz im Regal

Von manchen Dingen kann man sich schwer trennen. Vielleicht denkst du auch, dass du an diesem Projekt noch irgendwann einmal weiter arbeiten möchtest. Nur zurzeit ist es nicht mehr interessant.
Auch für leidenschaftliche Sammler ist diese Methode bestens geeignet.

Die Idee ist, dass du alles, was zu dem Projekt gehört, in einen schicken Karton packst. Du kannst noch die Daten und den Stand des Projektes auf dem Karton vermerken. Du kannst natürlich auch den Karton besonders gestalten. Alles, was dir ein gutes Gefühl gibt, ist hilfreich.

Wenn Du alles gut in den Karton gepackt hast, kannst du ihm einen Ehrenplatz in einem Kellerregal, auf dem Schrank oder unter dem Bett geben. So hast du später noch immer die Möglichkeit, die wieder mit dem Projekt zu beschäftigen – oder auch den Karton einfach zu entsorgen.

Das Freudenfeuer

Das ist die radikalste Art für einen guten Abschluss. Wie beim Ehrenplatz im Regal sammelst du auch hier alles zusammen. Wenn es keine verbrennbaren Unterlagen gibt, kannst du auch eine Kollage, eine Aufstellung oder einen Text verfassen.
Überlege dir dabei, was du jetzt loslassen, welchen Platz du frei machen möchtest.

Wenn du irgendwie kannst, dann mache ein sicheres Lagerfeuer. Ein Feuerkorb oder auch nur eine nicht brennbare Schüssel tun es jedoch auch. Wichtig ist, dass nur das brennt, was auch brennen darf und du auf die Sicherheit achtest.

Vielleicht machst du ein kleines Ritual daraus. Lass deiner Kreativität freien Lauf.

Eine öffentliche Benachrichtigung verschicken

Manchmal ist es hilfreich, wenn du vielen Menschen davon erzählst, dass du ein Projekt für dich erfolgreich abgeschlossen hast. Du erinnerst dich, dass nur du bestimmst, was für dich erfolgreich ist!

Vielleicht schreibst du Briefe oder Mails an deine Freunde. Noch einfacher geht es, wenn du über die sozialen Netzwerke von deinem Projekt erzählst. Du kannst auch hier kurz berichten, was du gemacht hast und welche Erfahrungen du gewinnen konntest. Es kann sogar sein, dass du Rückfragen dazu bekommst und durch deine Erfahrung jemandem mit dessen Projekt weiter helfen kannst. Das liegt dann natürlich ganz in deiner Hand.

Wie wäre ein Post, der so beginnt: „Heute bin ich stolz, denn ich habe … erfolgreich zu Ende gebracht!“

Das Abschlussfest mit Freunden

Let’s have a party! Bei jeder Ausbildung, bei jedem Großprojekt gibt es zum Abschluss eine große Party. Warum nicht auch bei dir?

Lade ein paar Freunde zum Essen ein. Veranstalte ein großes Fest. Oder triff dich in einer Kneipe mit Leuten, die dich bei deinem Projekt unterstützt haben. Es gibt viele Formen mit anderen zu feiern. Suche dir aus, was am besten zu dir passt.

Wichtig ist nur, dass du dann von dem Projekt erzählst und auch berichtest, dass es jetzt für dich zu Ende ist. Das geht übrigens auch gut, wenn du verschiedene Teilprojekte hast. Du feierst, was du erreicht hast. Damit bekommst du den Kopf für die nächsten Schritte frei und motivierst dich, mit neuer Kraft die neuen Aufgaben anzupacken.


 

Du kannst natürlich auch die verschiedenen Punkte miteinander kombinieren. Wie wäre es mit einer kurzen Rede beim Abschlussfest. Oder du packst erst alles in einen Karton und verbrennst später alles feierlich.
Wichtig ist nur, dass du das Erreichte feierst. Erkenne, was du während der Zeit gewonnen hast und sei stolz darauf.

Der feierliche Abschluss ermöglicht, dir bewusst Zeit und Raum für dein nächstes Projekt zu erlauben. Es ist jetzt wieder Platz dafür vorhanden. Und falls du ein Scanner bist, wartet sicher schon das nächste Abenteuer auf dich!

 

Wie immer danke ich dir für deine Zeit, die du dir für das Lesen des Artikels genommen hast. Und wenn du magst, hinterlasse hier einen Kommentar…

Ich wünsche dir einen schönen Tag und

Pflücke Deine Träume

PS: Worauf wartest Du noch?

* Der Begriff Scanner wurde bereits 1994 von der Karriereberaterin und Life-Coach Barbara Sher eingeführt. Darunter versteht sie besonders vielseitig interessierte Menschen im Gegensatz zu Tauchern, die sich lieber auf ein wenige Gebiete konzentrieren.

 

Kommentare

  1. Hallo Astrid,

    was für ein toller Artikel. Ich habe immer mehr gelernt, wie wichtig es ist, Projekte zum Abschluss zu bringen. Und auch, dass ich selbst entscheide, wann etwas zu Ende ist. Früher habe ich es als Fehler gesehen, ein Buch nicht bis zu Ende gelesen zu haben. Heute nehme ich mir die Freiheit, nur das zu lesen, was für mich neu oder aktuell wichtig ist und das Buch dennoch als beendet anzusehen.

    Deine Tipps finde ich klasse. Besonders die Abschlussrede und das Freudenfeuer gefallen mir und machen mich neugierig aufs Ausprobieren.

    Für mich selbst funktioniert es gut, wenn ich längerdauernde Projekte in mehrere kleine unterteile und in meiner To-do-Liste bei jedem erfolgreichen Schritt 100 % eintrage. Das ist in meiner Liste auch visuell gut zu erkennen und es motiviert mich, auch den Rest zu erledigen.

    • Hallo Monika,
      herzlichen Dank für deine Ergänzung. Ich bin selbst ein großer Fan der kleinen Schritte – besonders bei langfristigen Projekten.
      Das ist ein toller Tipp, diese Teilschritte in die To-Do Liste einzutragen. Ich finde es auch sehr befriedigend, wenn ich etwas als erledigt markieren kann.
      Neulich habe ich von einem Kollegen gehört, der sogar bereits erledigte Punkte nachträglich einträgt – nur, um sie dann abhaken zu können 😉
      Ich würde mich über deine Erkenntnisse freuen, wenn du einen der Tipps ausprobiert hast.
      Sonnige Grüße aus Hamburg -Astrid

Deine Antwort