Wenn du was Neues haben möchtest, brauchst du Platz

Platz für Neues • Foto by Astrid Weittenhiller

Hast du genug von deiner aktuellen Situation? Möchtest du dich, deine Lebensumstände oder deine Ausrichtung ändern? Egal, was es ist, zuerst brauchst du Platz dafür.

Erfinde dich neu

Vor einiger Zeit habe ich einen faszinierenden Artikel von dem US-amerikanischen Autor und Unternehmer James Altucher gelesen. Es ist ein Spickzettel mit einer Anleitung, wie man sich neu erfindet. Darin behauptet er, dass man 5 Jahre benötigt, um das zu schaffen.

Hier seine Beschreibung der einzelnen Jahre auf Deutsch:

  • 1. Jahr: Du rotierst und liest alles dazu und fängst gerade mal an zu TUN.
  • 2. Jahr: Du weißt, mit wem du sprechen und netzwerken musst. Du arbeitest jeden Tag daran. Du weißt endlich, wie das Monopoly-Spielbrett deiner Unternehmung aussieht.
  • 3. Jahr: Du bist gut genug und beginnst, Geld zu verdienen. Es reicht vielleicht noch nicht zum Leben.
  • 4. Jahr: Du kannst gut davon leben.
  • 5. Jahr: Du machst ein Vermögen.

Klingt aufregend, oder? Die ganzen Tipps in dem Artikel drehen sich darum, wie dieser Plan genau aussieht, was du dafür brauchst und was nicht klappt. Und natürlich dreht sich alles ums TUN.

Dann ist mir aufgefallen, dass mir etwas fehlt, bevor ich anfangen kann.

Platz für Veränderung • Foto by Astrid Weittenhiller

Der Platz für Neues

Es mag sein, dass ich eher zu den zögerlichen und zaudernden Menschen gehöre. Aber ich brauche Platz für die Dinge, die ich liebe. Egal ob es sich dabei um realen Freiraum oder nur Platz in meinem Kopf ist.

Oft genug stürze ich mich in neue Leidenschaften. Und nach kurzer Zeit stelle ich fest, dass ich fast an einem Zuviel ersticke. Inzwischen weiß ich, wie ich meinen Projekten einen guten Abschluss geben kann. Viel schlauer ist es jedoch, zuerst Platz für Neues zu schaffen und dann erst loszulegen.

Das betrifft nicht nur eine neue Karriere, wie sie James Altucher in seinem Spickzettel beschreibt.
Hier sind drei ganz unterschiedliche Beispiele für mehr Platz – noch bevor es richtig losgeht.

1. Platz für Bücher

Du hast festgestellt, dass du dich wirklich mit einem ganz neuen Thema befassen möchtest. James Altucher empfiehlt dazu einen guten Mentor, von dem du alles lernen kannst. Alternativ kannst du auch 200-500 Bücher zu dem Thema lesen.

Aktuell gibt es noch nicht alle Bücher als e-Book oder zum Ausleihen. Ein paar wirst du auch um dich herum haben wollen, um immer wieder etwas nachzulesen.
Jetzt ist es an der Zeit, dich jetzt von den Büchern zu trennen, die du nicht mehr brauchst.

Hast du noch Platz im Regal dafür? Hast du Platz für Neues?

2. Platz zum Anfangen

Die wenigstens Tätigkeiten sind rein virtuell. Für fast alles brauchst du etwas Platz in deiner Wohnung. Sei es, um deine Ideen auf einem großen Papier aufzuschreiben, deine „Zutaten“ auszubreiten oder auch nur einen besonderen Rückzugsort zu haben – einen Arbeitsplatz.

Solch ein Arbeitsplatz hilft dir, wenn du mal zweifelst. Er wartet nur darauf, dass du weiter machst. Es hilft schon, dass du weißt, alles ist vorbereitet und du kannst jederzeit loslegen. Es ist wie ein fehlender Abschlussakkord. Probiere es aus: Mit dem richtigen Platz, der auf dich wartet, fängst du leichter an.

Hast du einen Arbeitsplatz, der auf dich wartet und an dem du jederzeit loslegen kannst? Hast du Platz für Neues?

3. Platz für eine neue Beziehung

Wenn ich von Veränderung spreche, so ist das sehr allgemein. Für manche bedeutet es, ein neues Hobby, für andere einen neue berufliche Tätigkeit, wieder andere sehnen sich nach einer neuen Beziehung.
Je älter wir werden, desto wichtiger sind uns unsere eigenen Bedürfnisse. Und es ist auch wichtig und gut, darauf zu achten. Manchmal werden wir jedoch auch etwas kompromissloser. Aufgrund unserer Erfahrungen kann es schwierig sein, sich auf eine neue Partnerschaft einzulassen.

Ich bin keine Beziehungsexpertin. Aber ich frage mich, wie sich ein neuer Partner bei mir wohl fühlen soll, wenn ich ihm keinen Raum in meinem Leben gebe. Habe ich Platz für seine Sachen im Badezimmer? Bin ich bereit, ein Fach in meinem Schrank frei zu räumen?

Bei meinen Coaching-Ausbildungen war auch das immer wieder ein Thema. Und mir wurden viele erstaunliche Geschichten dazu erzählt. Es scheint, dass wenn jemand den räumlichen Platz für einen Partner schafft, auch die innere Bereitschaft wächst. Diese Offenheit hat wohl bei vielen geholfen, einen neuen Menschen kennen zu lernen.

Hast du Platz in deinem Herzen und in deiner Wohnung, damit sich ein neuer Partner bei dir wohl fühlen kann? Hast du Platz für Neues?


 

Wenn ich mir das alles durch den Kopf gehen lasse, fällt mir noch ein anderes Bild ein. Neue, aufregende Dinge sind immer auch Geschenke für mich. So sehe ich einen bunt geschmückten Weihnachtsbaum vor mir – und darunter ist Platz für wundervolle Päckchen voller schöner Überraschungen. Sie sind heute noch nicht da, aber bald werden sie dort liegen. Der Platz wartet schon auf sie…

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu pathetisch für dich. Aber mir war einfach gerade danach.
Wie immer bedanke ich mich für die Zeit, die du dir für das Lesen des Artikels genommen hast. Und ich würde mich freuen, wenn du deine Erfahrungen mit Platz für Neues mit uns teilen magst!

Ich wünsche dir einen schönen Tag und

Pflücke Deine Träume

PS: Worauf wartest Du noch?

 

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  • Ralf Maslak sagt:

    Hallo Astrid,

    es ist sehr schön Deine Zeilen zu lesen!

    Die Mutter meiner Tochter hatte leider nur Platz in einer Wohnung für mich. Das ist schon extrem problematisch.
    Bei Deinen schönen Zeilen möchte ich eines ergänzen, weil ich es enorm wichtig finde: Platz muß ehrlich da sein. Nicht ehrlich ist das Tun UND Unterlassen von Dingen!

    Schönen Gruß

    Ralf

    • Lifecatcher sagt:

      Hallo Ralf,
      herzlichen Dank für deine Ergänzung. Ich denke auch, dass Ehrlichkeit hier ein ganz wichtiger Faktor ist. Und zwar sowohl gegenüber sich selbst, als auch dem Neuen in seinem Leben. Die Einladung sollte schon auch so gemeint sein.
      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.
      Viele Grüße -Astrid

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