März-Gedanken

März-Gedanken

Die März-Gedanken sind ein Experiment.
Ich werde im März so oft es geht einen kurzen Text verfassen. Ich weiß selbst noch nicht, worum es gehen wird. Es sind einfach nur meine Gedanken zu irgend einem Thema, das mich gerade bewegt.

Vielleicht ist etwas dabei, das dir gefällt. Vielleicht ist es nur langweilig. Wir werden sehen. Wie gesagt, es ist ein Experiment.

Damit du nicht so viel scrollen musst, werde ich die neuesten Gedanken immer ganz oben stehen lassen. Die folgenden Texte sind dann chronologisch. Mal schauen, wie das wird.
Ich würde mich freuen, wenn du anderen von dieser Seite erzählst. Danke!

Das Leben ist ein Geschenk. Mach was draus und

Pflücke Deine Träume

PS: Worauf wartest Du noch?

 


 

 Tabata-Training

17.03.2015 – Einfaches Training für zwischendurch

Ich habe mir in den letzten Jahren ein paar Pfund angefuttert, die mir gar nicht gefallen und die sich hartnäckig halten. Daher suche ich nach Wegen wie ich wieder bequemer in meine Hosen passe. Natürlich ohne Mühe 😉

Zur Motivation und damit ich vielleicht doch mehr auf meine Ernährung achte, höre ich sehr gerne den Podcast von Marathon-Fitness mit dem Motto „Nackt gut aussehen“.

OK, nur vom hören kommt noch keine Veränderung. Aber ich schaffe es immer öfter, etwas weniger zu essen und mich etwas mehr zu bewegen. Schrittchen für Schrittchen.

Ich gehe gerne und halbwegs regelmäßig Laufen, aber Kardio-Training bringt einfach nicht viel für’s Abnehmen. Das sagen zumindest alle schlauen Leute, die ich dazu befrage. Bisher konnte ich mich aus vielen Gründen noch nicht davon überzeugen, in ein Fitness-Studio zu gehen. Daher stelle ich mir immer wieder die Frage, wie kann ich Kraft aufbauen? Wie kann ich trainieren, so dass es gut zu mir und meinen Tagesplan passt?

Dabei bin ich auf Tabata-Training gestoßen. Tabata ist ein Intervall-Training und dauert pro Einheit nur vier (4!) Minuten. Was ich in dieser Zeit mache, spielt zunächst keine so große Rolle. Ich mag (inzwischen) gerne Kniebeugen und vereinfachte Liegestützen. Entwickelt wurde diese Trainingsform 1996 von Dr. Izumi Tabata.

Zum ersten Mal habe ich von meinem Kollegen Ralf Gabler von dieser Art gehört. Beim 5 Minuten Urlaub konntest du bereits davon lesen. Es geht darum, jeweils 20 Sekunden lang die Übungen durchzuführen und dazwischen für 10 die Spannung zu halten. Also zum Beispiel in der Hocke zu bleiben.

Inzwischen gibt es unzählige gratis Apps wie z.B. den Tabata Timer Damit bekommst du akustische und optische Signale, wann der Wechsel zwischen Bewegung und Halten stattfindet.

Ich finde das eine tolle Übung und ich schaffe es erstaunlich oft, eine kleine Trainingseinheit in meine Arbeitspausen einzubauen.

Noch purzeln die Pfunde nicht, aber die Oberschenkel werden wieder straffer…

PS:
Laut Ralf Gabler brauche ich für die Kniebeugen kein Aufwärmen davor und ich mache es auch nicht. Aber ob das für alle Übungen gilt, weiß ich nicht. Frage bitte deinen Arzt oder deinen Trainer des Vertrauens.

 

Hier ein paar weiterführende Links:

 


 

Gewonnen – und verzichtet

07.03.2015 – Warum lehnt jemand die Teilnahme am ESC ab?

Zurzeit gibt es viele Diskussionen, ob jemand ein Loser ist, wenn er nicht alle Chancen nutzt. Die meisten verstehen nicht, warum jemand den nationalen Vorentscheid gewinnt und dann nicht weiter mitmachen möchte.

Ich finde das gar nicht so abwegig. Letztendlich ist es für mich nicht viel anders, als wenn ich mir ein hoch angepriesenes Buch kaufe und in der Mitte feststelle: Die Idee ist gut, aber der Schreibstil gefällt mir gar nicht.

Oder ich besuche ein Kabarett und gehe in der Pause heim, weil es nicht meinen Geschmack trifft. Das ist mir übrigens am Mittwoch so ergangen.

Nun, weder beim Buch noch beim Kabarett stehe ich im Mittelpunkt.
Oder vielleicht doch?! Denn letztendlich ist es mein Leben, meine Zeit, meine Energie. Und nur weil mein Verhalten nicht von tausenden Menschen verfolgt wird, ist das was ich tue nichts anderes.

Da ist also ein Mensch, der vielleicht ausprobieren wollte, wie es sich auf der großen Bühne im TV-Business anfühlt. Er hat sein bestes gegeben und bestimmt viele wertvolle Erfahrungen gemacht. Er war ganz er selbst und wurde dafür geliebt.

Dann hat er festgestellt: Das ist nicht meins.
Er bleibt er selbst und wird jetzt von einigen dafür verachtet.

Ich finde sein Verhalten großartig! Das ist doch erwachsenes, selbstbestimmtes Handeln. Ich denke nicht, dass es feige ist. Dann hätte er den Vorentscheid nicht durchgezogen. Aber du kannst doch erst wissen, ob etwas gut für dich ist, wenn du einen Schritt in die Richtung gehst.

Dann Nein zu sagen, mit der Enttäuschung und Kritik umzugehen; dazu gehört für mich ganz viel Mut. Und das sollte meiner Meinung nach gewürdigt werden.

Warum jemand eine vermeintliche Chance oder eine Ehrung ablehnt, weiß nur sie/er selbst.
Die Frage ist, warum bewundern wir die einen dafür und lehnen die anderen deswegen ab? Ist das logisch? Beruht unsere Reaktion auf Tatsachen oder nur auf unsere Vermutungen, was die Motivation dahinter ist?

Oder liegt es an der gefälligen Begründung der Berühmtheiten?

Spiegel Online hat ein paar Prominente herausgesucht, die auch mal Nein zu Ruhm und Ehre – oder Geld – gesagt haben.

 


 

Sind Angestellte Sklaven?

08.03.2015 – Lieber als Angestellte oder als Selbständige arbeiten

In der Blogger-Community, in der ich mich bewege, besteht ein großer Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit. Das trifft sich gut, denn das mag ich beides gern.

Was mir nicht daran gefällt, ist die feste Meinung, dass ein Leben als Angestellte Sklaverei bedeutet und nur die Selbständigkeit wirkliche Freiheit verspricht.

Jetzt habe ich vor einiger Zeit meinen 9-5 Job verlassen. Warum gefällt mir diese Haltung nicht?
Die These „Lohn- oder Gehaltsempfänger = abhängig und unfrei“ stimmt meines Erachtens nicht.

Für mich sind die entscheidenden Fragen:

  • Wie ticke ich; wie bin ich gestrickt?
  • Was für eine Einstellung habe ich gegenüber meiner Arbeit?
  • Wie sehe ich meine Rolle im Unternehmen?
  • Was sind meine Ziele und was brauche ich, um sie zu erreichen?

Nicht jeder ist dafür gebaut, ein Unternehmen zu leiten – auch wenn es ein Solo-Ding ist. Das heißt nicht, dass es nicht jeder schaffen kann. Aber es passt vielleicht gar nicht in deinen Lebensplan.

Als Angestellter kannst du dich genauso als Unternehmer fühlen und bei deiner Tätigkeit so agieren. Es liegt an dir, ob du deinen Chef als Vor-Gesetzten oder als Auftraggeber betrachtest. Du hast jederzeit die Möglichkeit zu gehen. Und es gibt intern mehr Veränderungsmöglichkeiten als man vermutet. Die Frage ist, wie wichtig es dir ist.

In vielen Unternehmen werden Menschen gesucht, die Verantwortung übernehmen und etwas bewegen wollen. Leider behindern manche direkten Manager (= Verwalter) diesen Wunsch. Einige haben Angst und glauben, dass sie um ihre Position kämpfen müssen. Diejenigen, die Unterstützung brauchen, sind die Geschäfts-Führer mit bestimmten Visionen für das Unternehmen.

Ich weiß, jetzt fallen uns sofort 1.000 „Ja, aber…“ ein. Viele Einwände sind begründet und es ist nicht alles einfach – auch nicht als Selbständiger. Angestellt zu sein hat genauso viele Vor- und Nachteile wie die Selbständigkeit. Was für dich überwiegt, hängt von deinen Werten ab.

Es bleibt die Frage, wie dein Lebensplan aussieht und was für dich im Moment die beste Lösung bedeutet. Sicherheiten gibt es nirgends. Auf deine Gesundheit, die Konjunktur, deine Mitmenschen und die Entscheidungen anderer hast du keinen Einfluss. Wenn du dich mit deiner Beschäftigung wohl fühlst, freue dich.
Oft ist es so, dass wir vergessen, was alles gut ist, und eher darauf achten, was uns stört. Wenn du dich dabei ertappst, versuche es mal mit einer Dankbarkeitsübung. Das hilft zumindest mir.

Es ist übrigens ein Irrglaube, dass du mit dem Chef das Hamsterrad verlässt. Ich kenne etliche Selbständig, die permanent rotieren.
Das Hamsterrad sitzt im Kopf. Und solange es in dir ist, wirst du weiter strampeln.

Noch ein Gedanke

Ist es jetzt besser angestellt oder selbständig zu sein?
Meiner Meinung nach ist es die gleiche Frage, ob du eine Wohnung/ein Haus kaufen oder mieten möchtest. Beides hat seinen Preis – nicht nur finanziell, sondern auch, was deine Freiheit, dein Wohlbefinden und das Gefühl von Sicherheit betrifft.
Das bedeutet für die Ausgangsfrage:

 


 

Meine Zeit gehört mir

09.03.2015 – Mein Miracle Morning

Vor ein paar Wochen bin ich auf die Idee des Miracle Morning (Wundermorgen) gestoßen. Diese Idee vertritt die Auffassung, dass du wesentlich produktiver und erfolgreicher bist, wenn du deinen Tag früh beginnst und eine bestimmte feste Routine hast.

Einer der Vertreter ist Hal Elrod, der das gleichnamige Buch (english only) geschrieben hat. Er empfiehlt folgende 6 Elemente, die jeweils von 1 bis zu 20 Minuten dauern können:

  1. Stille bzw. Meditation
  2. Inspiration
  3. Visualisierung deiner Ziele
  4. Schreiben (z.B. Dankbarkeit)
  5. Lesen
  6. Bewegung

Von bestimmten Blogger-Kollegen wird das gerade als der Life-Changer propagiert. Ob diese morgendliche Routine etwas bringt, weiß ich noch nicht. Ich experimentiere noch.

Es gibt jedoch einen Gedanken daran, der mir ungemein gut gefällt.

Ich stehe auf, weil ich Lust auf den neuen Tag habe und verbringe die erste Zeit mit mir. Ich tue mir etwas Gutes. Es ist nicht die Pflicht anderen Gegenüber, die meine ersten Minuten bestimmt. Es ist Zeit für mich!

 

Auch wenn ich ganz viel tun muss und mein Tag eng getaktet ist, wenigstens 6 Minuten am Tag dienen ausschließlich mir, meinen Visionen und meinem Wohlbefinden. Und das jeden Morgen.

Das ist ein Start in den Tag, der mir gefällt – auch wenn ich dafür ein wenig früher aufstehen muss.
Ende des Monats werde ich über meine Erfahrungen mit dem Miracle Morning berichten.

Im Moment motiviert es mich!

 


 

Euphemismen

11.03.2015 – Einfach mal Klartext

Gestern habe ich einen wunderschönen Euphemismus gehört. Was ist ein Euphemismus? Eine Umschreibung, die den Sachverhalt beschönigt.

Mein Mann und ich wollte in einem Lokal ein Champions League Fußballspiel sehen. Letztes Jahr war ich ab und zu zum Schauen dort. Die Atmosphäre war entspannt, das Essen und Trinken lecker.

Als wir das Lokal betraten, waren wir erstaunt, dass Beamer und Leinwand nicht vorbereitet waren. Wir fragten daher nach, ob das Spiel gezeigt wird. Dem Wirt war es offensichtlich peinlich. Schließlich gab er zu, dass sie den Bezahl-Sender nicht mehr zeigen könnten. Die Gebühren sind zu teuer.

Nach und nach kam heraus, dass es eine Preisanpassung gegeben hat. Preisanpassung hört sich nicht dramatisch an. Doch es war tatsächlich fast eine Verdoppelung der Gebühr, die davor schon bei einem hohen 3-stelligen Betrag lag. Ich kann nachvollziehen, dass sich das nicht jedes Lokal leisten kann.

In meinen Augen ist es ziemlich frech, bei einem Aufschlag von rund 90% von einer Preisanpassung zu sprechen. Da frage ich mich, haben sie davor nicht richtig kalkuliert? Wollen sie jetzt die Kunden abzocken? Sind die Gebühren für die Übertragungsrechte so sehr gestiegen?
Hoffentlich haben sie es ihren Kunden wenigstens erklärt.

Ich weiß, dass Preisanpassung per se kein Euphemismus ist. Vielleicht ist es nur meine Vorstellung, dass sich eine Anpassung in einem kleinen Rahmen bewegt. Es war von diesem Unternehmen sicher nicht böse gemeint. Und wie sollten sie es denn sonst nennen?
Trotzdem entsteht bei mir das Gefühl, dass mir ab und zu der gesunde Menschenverstand abgesprochen wird. Das stört mich.

Nicht alles, was freundlicher klingt, wird deshalb gleich besser. Wenn ein Prozess (Entwicklung, Verlauf) sich seit Jahren nicht bewegt, ist es dann noch ein Prozess oder nur eine Willensbekundung? Und selbst die ist etwa beim Friedensprozess im Nahen Osten oft schwer zu erkennen.
Ein anderer Fall: Als nach dem zweiten Weltkrieg Menschen mit NS-Gesinnung zum Beispiel in die CDU eintraten, waren sie nicht automatisch Demokraten.

Ich denke auch, dass Worte Bedeutung haben und die Art, wie man über etwas spricht, Einfluss auf das Verhalten hat. Aber wichtiger als Worte sind Vorbilder und besonders Taten. Nur die Bezeichnung zu verändern und ansonsten das Gleiche zu tun, kann nicht klappen.

Und manchmal vermisse ich es, die Dinge einfach beim Namen zu nennen und klar zu sagen, was Sache ist. Was ist zum Beispiel verwerflich an einem Hausmeister, dass er heute Facility-Manager heißen muss? Ich weiß es nicht…

 


 

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