In Vertrauen stärken | Astrid von Weittenhiller | 5 Kommentare

Die Lust am Scheitern

Scheitern!

Was geht in dir vor, wenn du daran denkst, dass jemand anderes, du selbst oder etwas scheitert? Was denkst du ganz spontan?
Denkst du, das macht doch nichts, dann gibt es halt einen neuen Versuch?
Oder denkst du so etwas wie: „Jetzt ist alles aus und vorbei“?

In Europa scheint es ein bleibender Makel zu sein, wenn etwas nicht klappt.

Wie viele Menschen reden von einer erfolgreichen Trennung? Wer sagt, dass sie oder er eine Ehe gut abgewickelt hat? Und dabei werden ein Drittel aller Ehen geschieden. Es ist doch längst kein Makel mehr, aber der Geruch vom Scheitern ist trotzdem noch da.

Und was passiert, wenn jemand so mutig war und sich selbstständig macht und damit auf die Nase fällt? Oder auch nur, wenn man sich aus einem giftigen Job befreit und die nächste Anstellung auch noch nicht die richtige ist? Wie viele Steine werden einem dann in den Weg gelegt…

Es scheint in unserer Kultur absolut verpönt zu sein, etwas auszuprobieren und dann festzustellen, dass es nicht das Richtige war. Es muss direkt auf Anhieb alles klappen und möglichst sofort perfekt sein.

 

Üben übt!

Wie lernen Kinder laufen? Indem sie einmal mehr aufstehen als hinfallen.

Wenn wir bei unseren Kindern das Hinfallen schon als Scheitern betrachten würden, könnte niemand mehr laufen lernen. Wir Menschen lernen nur dadurch, dass wir etwas ausprobieren!

Erfolg ist, einmal mehr aufzustehen als hinzufallen Klick um zu Tweeten

Woher kommt unsere Angst?

Es gibt ein Programm, das wir von klein auf mitbekommen. Egal, was sonst ist, wir müssen uns so verhalten, dass unsere Eltern für uns sorgen und uns nicht alleine in der kalten Welt ohne Essen zurück lassen. Es ist überlebensnotwendig, dass sich jemand um uns kümmert! Das bedeutet, dass wir uns anpassen, um die Fürsorge der Älteren zu bekommen. Wir wollen gefallen und akzeptiert werden. Scheitern stellt einen gesellschaftlichen Makel dar, der uns ins Abseits stellen könnte.

Dieses Programm ist tief in uns verwurzelt und lässt uns auch als Erwachsene nicht los.

Wir glauben auch später noch, dass es eine Katastrophe ist, wenn wir etwas nicht auf Anhieb schaffen. Das hat doch bestimmt zur Folge, dass wir nicht mehr geliebt und versorgt werden. Es hat schlimme Folgen, wenn wir es trotzdem versuchen. Oder?
Natürlich weiß ich, dass du inzwischen so selbständig bist, dass du dich selbst versorgen kannst. Aber weißt du das auch? Und weißt du es wirklich?

Egal wie alt wir sind und egal was auch alle anderen sagen, wir haben Angst davor, ganz alleine da zustehen.

Die Lust am Scheitern
Klicke auf das Bild, um den Vogel besser zu sehen

Was glaubst du wie oft ich versucht habe, den Vogel zu erwischen, bis er endlich auf dem Bild war?
Hätte ich nach dem ersten Versuch aufhören sollen? Was meinst du, hat es sich rentiert?

 

Wir schaffen es nicht alleine!

Manche von uns haben Glück und befinden sich in einem Umfeld, das sie unterstützt. Das kann ein Partner, eine Familie oder ein Freundeskreis sein. In diesem Umfeld finden sie Menschen, die sie sie selbst sein lassen. Dort können sie sich ausprobieren, ihren unterschiedlichen Begabungen oder Interessen folgen und werden ermutigt, auch wenn mal was schief geht.

Die meisten haben das nicht! Aber jeder kann sich so ein Umfeld selbst schaffen. Heute gibt es Internet-Foren mit Gleichgesinnten, Erfolgsteams oder zum Beispiel Cochings, wie ich sie anbiete.

Erfolgsteams sind Gruppen von etwa sechs Personen, die im Laufe von acht Treffen lernen, was jeder Einzelne möchte, wie er es erreichen kann und wie sie sich gegenseitig optimal unterstützen können.

In jedem dieser geschützten Rahmen kannst du lernen wie es ist, etwas Neues, Unbekanntes auszuprobieren. Natürlich wirst du auch hier Angst vor dem Scheitern spüren. Aber du weißt, dass dir nichts wirklich Schlimmes passieren kann. Denn du hast ein helfendes Team an deiner Seite, dass dich auf jeden Fall auffängt, was auch passiert!

Du findest heraus, was für dich richtig ist und kannst deine Ziele entsprechend anpassen – solange bis alles für dich passt.

Neues ausprobieren – das ist die wirkliche Lust am Scheitern!

 

Ich danke dir dafür, dass du dir die Zeit genommen hast, den Artikel zu lesen. Und wenn du Lust hast, hinterlasse uns doch einen Kommentar…

Ich wünsche dir einen schönen Tag und

Pflücke Deine Träume

PS: Worauf wartest Du noch?

 

Über Astrid von Weittenhiller

Astrid arbeitet online als Life-Coach. Dabei zeigt sie Frauen, die ihren Mutter-Wunsch aufgeben, wie sie ihre Beziehung zu sich und anderen verbessern. So finden sie inneren Frieden und erschaffen sich ein erfülltes Leben. Privat findest du Astrid oft draußen beim Wandern, Trekking oder Spazieren.

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  • Hallo Astrid,

    das ist jetzt aber nicht wahr?
    Bin gerade via Facebook auf diesen Artikel gestoßen und eines der Worte oben (auch noch verlinkt) kann ja wohl jetzt nicht wahr sein. Was habe ich da versucht mit dir zu besprechen? Irgendwie schon irre. Aber gefällt mir! Wie hast du das eigentlich geschafft beim Gespräch nicht lauthals loszulachen?

    So, an alle anderen – das ist ein Insider! Sorry dafür. Aber …

    … in einigen Wochen/Monaten ist das kein Insider mehr! Lasst euch überraschen!

    Herzliche Grüße
    Ralf

    • Lieber Ralf,
      ich lache niemals, wenn man mir aus der Seele spricht! Ich denke eher, ja, das ist jemand, der so tickt wie ich – mit dem möchte ich mehr machen. Soweit das Insider-Gespräch.
      Für alle anderen: Ralf Gabler ist selbst ein großartiger Blogger und wir loten gerade aus, was wir gemeinsam auf die Beine stellen können.
      Herzliche Grüße -Astrid

      PS: Der Artikel ist von Mitte November 2013 und damit für mich nicht mehr ganz so präsent gewesen 😉

  • Hallo Astrid,

    ich staune immer wieder, um welche ähnlichen Themen sich die Blogbeiträge so drehen. So als ob immer bestimmte Sachen gerade aktuell wären.

    Mein letzter Beitrag hat mit dem Perfektionismus zu tun und dass der auch hinderlich sein kann. Und irgendwie auch mit dem Angst vor dem Scheitern. Zwar mit einem Beispiel, dass nicht so „tragisch“ erscheint, wenn es daneben geht (mit dem Kochen und es nicht so gut hinzukriegen). Trotzdem zeigt mein Beispiel auch die Angst etwas auszuprobieren oder zu tun, um nicht blöd dazustehen, weil es nicht so perfekt sein könnte.

    Ich erzähle das am Beispiel meiner Oma und dem Griesschmarren. Ach wie lange traute ich mich nicht richtig zu kochen, weil mein Ex-Mann ein perfekter Koch war. Wie oft hindern wir uns selbst an etwas, nur weil wir denken nicht gut genug zu sein?

    Wie oft fangen wir nicht an, weil wir Angst vorm Scheitern haben?

    LG
    Cornelia

    • Liebe Cornelia,
      bei Deinem Kommentar musste ich schmunzeln. Auf meiner Agenda steht für einen der nächsten Artikel ein Text über Perfektionismus 😉
      Was mich aber wirklich daran fasziniert ist, dass trotz gleicher Themen jeder einen anderen Blickwinkel hat, der spannend ist. Mir geht es zumindest so, dass ich gerne mehrere Beiträge lese. Damit kann ich mein eigenes Bild gleich viel besser abrunden.
      Ich hoffe, unsere Leser sehen das genauso!
      Für mich ist es auf jeden Fall eine Bereicherung und ich lese Deine Artikel immer sehr gerne.
      Herzliche Grüße -Astrid

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