Sei doch mal kreativ – Kreativität und Lob

Kreativität: Anerkennung ist der Sauerstoff für menschliche Beziehungen • Foto by Astrid Weittenhiller

Wo immer ich mich in der Natur umschaue, sehe ich Wachstum und Wandel. Dauernd passiert etwas. Ständig gibt es Veränderungen. Neue Dinge entstehen und alles wird weiter verwendet.
Schöpfung pur!

Das ist für mich Kreativität

Als ich noch Architektur studierte, wollte ich auch immer Sprengmeister werden. Ich dachte, wer was baut, muss auch Platz schaffen können. Gut, es war nicht ganz ernst gemeint. Aber ich mag das Bild vom Kreislauf, vom Werden und Vergehen. Und besonders, aus ganz unterschiedlichen Dingen etwas Neues zu gestalten. Das ist für mich Kreativität! Das schlaue Wikipedia schreibt: „Der Begriff Kreativität geht auf das lateinische Wort creare zurück, was so viel bedeutet wie „etwas neu schöpfen, etwas erfinden, etwas erzeugen, herstellen“, aber auch die Nebenbedeutung von „auswählen“ hat.
Der Begriff enthält als weitere Wurzel das lateinische crescere, das „geschehen und wachsen“ bedeutet. Diese Doppelgesichtigkeit der Kreativität zwischen aktiven Tun und passivem Geschehen-Lassen findet sich auch in modernen Kreativitätskonzepten.“ Ich weiß ja nicht, wie es dir geht, aber bei solchen Sätzen flüchtet meine Kreativität sofort 🙂 Der heutige Artikel ist wieder einmal Teil einer Blogparade. Sybille Johann fragt, was andere unter Kreativität verstehen und wie sie einem im Alltag helfen kann. Ich wandle das Thema ein klein wenig um. Ich schreibe nicht, wie Kreativität hilft, sondern wie sie noch besser helfen kann.

Kreativität und Lob

Ich fordere dich auf, in Zukunft etwas kreativer zu sein. Und zwar in einem Bereich, der noch immer sehr vernachlässigt wird: Beim Loben! Ich bin im Schwabenland aufgewachsen. Dort galt damals noch der Satz:

Nichts gesagt ist Lob genug.

Ob das heute noch so ist, weiß ich nicht. Aber nach meiner Beobachtung wird nirgendwo wirklich genug gelobt.

Praise makes you brave | Lob macht dich mutig #BarbaraSher Tweet mich Es ist wirklich unglaublich, was Lob bei uns bewirkt. Das habe ich letztes Wochenende wieder gesehen. Ich war als begleitender Coach auf einem Workshop. Jeder Teilnehmer konnte als Lauscher hören, was andere Gutes über ihn sagen. Die Energie war enorm und die vielen strahlenden Augen haben mich wieder begeistert. Freude pur! Und ich konnte es wieder einmal am eigenen Leib erleben. Für meine Coaching-Seite habe ich einige Referenzen von Kunden zusammengestellt.* Als ich das so komprimiert gesehen habe, war ich sehr bewegt. Ich habe mich stolz und mutig gefühlt.

Was hat das denn jetzt mit Kreativität zu tun?

Die Frage nach Kreativität im Alltag hat mich auf die Idee gebracht:
Wie wäre es, wenn wir alle unsere Kreativität mal für Lob einsetzen? Lobe mehr, lobe glaubwürdig, lobe kreativ! Wenn Lob wirklich ankommen soll, muss es auch so gemeint sein. Nur leere Worthülsen, immer die gleiche Leier oder unaufrichtige Aussagen kommen nicht an. Und da die Botschaft nach meiner Meinung beim Empfänger beginnt, fühlt sich der eher auf den Arm genommen. So ein Lob braucht niemand. Um jemanden wirklich zu unterstützen, muss sie oder er das Lob annehmen können. Es muss etwas sein, was sich richtig anfühlt. Mehr als unsere Worte bestimmt unsere Intention die Aussage. Doch wir können gutes Loben trainieren.

  1. Überlege dir, was du wirklich besonders gut findest
    Wenn du jemandem etwas Nettes sagen möchtest und dir nichts einfällt, hast du nicht gut genug nachgedacht. Denke weiter!
  2. Überlege dir, was du gerne hören möchtest
    Klar, jeder ist anders, aber wenn du schon selbst dein Lob nicht gut fändest, lass es lieber sein. Sei ehrlich!
  3. Überlege dir, was du noch niemals gesagt hast
    Hey, es geht hier schließlich um Kreativität. Jetzt kannst du zeigen, was in dir steckt.

Üben übt. Auch beim Loben. Lobe mehr, lobe glaubwürdig, lobe kreativ! Tweet mich

Kreativität und Tun

Nicht immer muss Kreativität etwas gestalten. Und ob du es glaubst oder nicht, auch Lob kann etwas Bleibendes erschaffen. Wer weiß schon, was passiert, wenn du jemandem hilfst oder Mut machst. An anderer Stelle habe ich schon mal von dem Film „Pay it forward / Das Glücksprinzip“ erzählt:
„Nach seinem Prinzip „Weitergeben“ soll man drei anderen Menschen etwas Gutes tun. Diese geben den Gefallen nicht zurück, sondern helfen ihrerseits jeweils drei anderen Menschen. So breiten sich die guten Taten nach dem Schneeballsystem immer weiter aus.“ (Quelle: Wikipedia) Nicht nur die Idee ist super kreativ. Auch die Aktionen, die der Protagonist setzt, sind es. Wenn du einfach nicht der Typ bist, der sich mit Worten wohl fühlt, es geht auch mit Taten. Lass dich von diesem Video inspirieren:

Video that will change your life. I have no words left.

 

Lasst uns kreativ sein und mehr loben.


Danke!
Herzlichen Dank für deine Zeit und für das Lesen des Artikels.

Was hältst du vom Loben und wann bist du zum letzten Mal gelobt worden oder hast selbst jemandem was Bestärkendes gesagt?

 

 
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Astrid von Weittenhiller
Life-Coach für AbenteuerInnen

 

 

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  • Alexandra sagt:

    OMG: Nichts gesagt ist Lob genug – Nothing said is enough praise! The first time I heard this phrase was after I married a man from the „Schwabenland“ and noticed that him and his father did not offer any compliments to the wife/mother for the delicious meal she cooked. But if something went wrong…she heard about it.

    I come from compliment-rich Canada (where some stranger in the line-up at the donut store may praise your sense of style) and was absolutely flabbergasted with an attitude like this within a family! I have to fight against it even today, as it seems to be a hard habit to break: I have learned how to be My Own Best Cheerleader.
    That can be very tiring, so I can only say: Moms and Bosses, start early and praise honestly!

    And, like in the video, do good for strangers, too – it is the only contagious thing that is good for you. 🙂
    Alexandra

  • Sybille Johann sagt:

    Hallo Astrid,
    was für ein super kreativer Beitrag! Und ein wichtiges Thema, das du ansprichst. Wir wachsen doch alle, wenn wir gelobt werden – und vor allem, wenn es keine 08/15-Floskeln sind. Aber ich glaub, manchmal steckt auch ein wenig Angst dahinter, sich jetzt überschwenglich zu äußern, und man belässt es bei einem einfachen Danke.
    Ich möchte statt einem Lob, das ich bekommen habe lieber von einem erzählen, das meine Tochter unheimlich gestärkt hat. Sie kam in eine neue Klasse, und von Haus aus ist sie nicht der Typ, der sich gleich mittenrein stürzt. Aber am 2. Tag erzählte sie mir, dass ihr schon 2 Mädchen gesagt haben, sie hätte schöne Augen, und das hat ihr sehr sehr viel bedeutet. Aufmerksamkeit ist auch ein Lob – ich nehme dich als wertvollen Menschen wahr.

    Lg
    Sybille

    • Lifecatcher sagt:

      Hallo Sybille,
      das ist ja eine wundervolle Geschichte von deiner Tochter. Danke, dass du sie mit uns teilst!
      Und auch noch mal herzlichen Dank für die Blogparade. Manchmal brauche ich ein klein wenig Inspiration, um meine Kreativität hervorzulocken 🙂
      Herzliche Grüße -Astrid

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