Heftige Gefühle einfach in den Griff bekommen

Heftige Gefühle: Bleib ruhig. In 100 Jahren ist alles vorbei. R. W. Emerson • Design by Astrid von Weittenhiller

​Wusstest du, dass wir nicht gleichzeitig heftige Gefühle und klare Gedanken haben können?

Wenn wir starke Emotionen haben, wird ein bestimmter Teil unseres Gehirns aktiviert.
Zum Beispiel, wenn wir uns aufregen, wütend sind oder auch leidenschaftlich.

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​Und wenn der Gefühle-Teil aktiv ist, kann es der Bereich nicht sein, der für rationales Denken zuständig ist.

​Ober sticht Unter

Ober sticht Unter. Und im komplexen Gebilde unseres Hirns sind heftige Gefühle überlegen.
Krass, oder?

Daher gibt es den Trick mit dem Zählen.
Hast du bestimmt schon gehört: „Wenn du dich aufregst, zähle erstmal langsam auf 10.“

Zählen wirkt.

Denn durch unsere bewusste Entscheidung können wir den rationalen Bereich aktivieren.

Daher wird auch bei Panikattacken empfohlen, dass man sich vorstellt, wie man langsam eine Treppe runtergeht und dabei abwärts zählt.
Hier wird zusätzlich die bildhafte Vorstellung eingesetzt, die ebenfalls unseren animalischen, gefühlsbetonten Gehirnteil beruhigen kann.

Als ich zum ersten Mal davon hörte, war ich fasziniert.

​Heftige Gefühle sind stärker als mein rationaler Verstand.
Aber mit einer bewussten Entscheidung kann ich das umkehren.

Wow.

Sorgen sind berechtigt

Jetzt gibt es aber noch diese nervige Angewohnheit, dass wir uns immer wieder über Kleinigkeiten aufregen oder uns dauernd Sorgen machen über Dinge, auf die wir kaum Einfluss haben.

Und zurzeit passiert ja auch ganz viel in der Welt, was irritieren kann und beängstigend wirkt.

  • Wenn Parteien schwanken, die schon seit so vielen Jahrzehnten bestehen.
  • Wenn Präsidenten einfach so gültige Verträge auflösen können.
  • Wenn künstliche Intelligenz vielleicht den Job übernimmt.
  • Wenn viele keine Wohnung finden.
  • Wenn man sich auf das, was als sicher galt, nicht mehr verlassen kann.

Mal ganz zu schweigen, von den vielen alltäglichen Sachen, über die wir ständig grübeln.
Hab ich? Soll ich? Was wenn?

Unsere Sorgen sind berechtigt.
Und doch, Sorgen – und auch Wut - haben noch nie ein Problem gelöst.

Mit sich Sorgen machen wurde noch nie ein Problem gelöst.

Im Gegenteil. Sorgen gehören zu den Gefühlen und damit zu dem Teil im Hirn, der rationales Denken überlagert und verhindert.

Dabei sind Sorgen eben nicht diese starken, heftigen Gefühle.
Es ist nicht die Schleuse, die sich plötzlich öffnet. Es ist das kleine Rinnsal, das die ganze Zeit vor sich hin tröpfelt.

Was können wir denn damit tun?

​Die 10-10-10-Regel

Auch hier hilft uns die Zahl 10.


Und drei Fragen:

  • ​Wird das in 10 Tagen noch eine Rolle für mich und mein Leben spielen?
  • ​Wird das in 10 Monaten noch eine Rolle für mich und mein Leben spielen?
  • ​Wird das in 10 Jahren noch eine Rolle für mich und mein Leben spielen?.

​Und viel öfter als wir denken tut es das nicht.

Spielt es in Zukunft noch eine Rolle? • Design by Astrid von Weittenhiller

​Heiß kochen oder heiß essen

Wie oft erschien eine Situation als Katastrophe. Und im Rückblick war es gar nicht so schlimm.
Die ganzen Sorgen, Gedanken, selbst heftige Gefühle, die uns durcheinander brachten,  erwiesen sich unnötig, unsinnig, Energieverschwendung.

​Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.


Ganz viel von dem, das uns heute stresst, macht für uns auf lange Sicht gar keinen großen Unterschied.

Veränderungen gehören zum Leben dazu. Vieles davon können wir nicht verändern. Aber wir können unseren Verstand aktivieren, damit wir das Beste daraus machen.


Wir brauchen unsere Energie nicht mit Sorgen machen verschwenden.
Wir können mit unserer Energie nach besseren Wegen suchen.

Resümee

​Bevor du dich das nächste Mal so sehr aufregst, dass dein Hirn aussetzt, denke bitte an diesen Text.

Dann atme tief ein und zähle langsam auf 10.

Wenn das noch nicht reicht, stelle dir die drei Fragen:

  • ​Wird das in 10 Tagen noch eine Rolle für mich und mein Leben spielen?
  • ​Wird das in 10 Monaten noch eine Rolle für mich und mein Leben spielen?
  • ​Wird das in 10 Jahren noch eine Rolle für mich und mein Leben spielen?

​Und wenn es eine Rolle spielt, dann überlege dir, was wohl jetzt die beste Aktion in dieser Situation ist.

Gefühle sind wichtig.
Aber sie sind eine Kraft, die wir besser nicht ungezügelt auf die Menschheit loslassen.


Jetzt bist du dran:

  • ​Wann regst du dich unnötig auf? Wann machst du dir manchmal vielleicht noch unnötige Sorgen? Und wann war es genau richtig so?

​Bitte schreibe einen Kommentar und lass uns daran teilhaben.

 
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Astrid von Weittenhiller
Life-Coach für AbenteuerInnen

 

 

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