Freunde, bei denen du dich nicht mehr melden brauchst

Freunde, bei denen du dich nicht mehr melden brauchst

Es geht um nichts anderes als das Thema sparen – deine Lebenszeit! Zurzeit bin ich ziemlich rebellisch aufgelegt. Ich habe keine Lust mehr, mich mit Dingen und Menschen zu beschäftigen, die mir nichts bedeuten. Es ist mir egal, ob „man das so macht.“ Es gibt 7,24 Milliarden Menschen auf dieser Welt. Warum sollte ich meine Energie auf die falschen verschwenden?

Was mache ich mit Leuten, mit denen ich keinen Kontakt mehr haben möchte?

Ich habe bereits darüber geschrieben, wen ich mit den richtigen Menschen meine. Trotzdem bekomme ich noch immer Fragen dazu, was man mit den anderen Leuten macht. Die Antwort ist so erschreckend wie einfach: nichts!
• Melde dich nicht bei ihnen.
• Schicke lediglich Karten oder Mails, wenn es denn sein muss.
• Halte dich kurz, falls sie anrufen.
• Erkenne, dass ein Nein dir Freiheit schenkt und sage Nein danke.  

Auf diese Freunde kannst du verzichten

Hier ein paar konkrete Beispiele von Menschen, bei denen du dich nicht mehr aktiv melden brauchst. Ich schreibe der Einfachheit halber von einer Freundin. Das gilt aber genauso gut für Freunde und Familienmitglieder.

Freunde, die dir ein schlechtes Gewissen machen – Teil 1

Du rufst schließlich bei einer guten Freundin an und hörst wörtlich oder sinngemäß: „Ach, gibt es dich auch noch. Du hast dich ja ewig nicht mehr gemeldet.“ Statt dass sie sich freut, von dir zu hören, bekommst du ein schlechtes Gewissen. Ja, du hättest schon früher mal anrufen können. Aber irgendwas ist ja immer. Die Gründe sind vielschichtig. Fakt ist doch, dass sie auch ein Telefon hat und dich mal anrufen könnte. Verlange von Freunden auch ein gewisses Verständnis für deinen vollen Terminplan. Und wenn jemand nicht selbst aktiv wird, mit welchem Recht kommen die Vorwürfe, wenn jemand anders es wird? Sollte deine Freundin bereits öfter mal bei dir angerufen haben, ist das was anderes. Dann ist dein Job, für dich klar zu bekommen, warum du nicht zurück gerufen hast. Vielleicht trifft ja einer der nachfolgenden Punkte auf dich zu. Sei ehrlich – für dich und dann auch mit deiner Freundin!

Freunde, die dir ein schlechtes Gewissen machen – Teil 2

Es gibt noch einen Sonderfall. Stell dir vor, du rufst nach längerer Zeit an und hörst als Begrüßung: „Oh weh! Dich wollte ich auch schon die ganze Zeit anrufen.“ Und das schlechte Gewissen durchdringt die komplette Leitung. Das nervt! Warum kann sie sich nicht freuen, dass ihr jetzt miteinander sprechen könnt? Ihr schlechtes Gewissen nutzt doch niemandem. Entweder sie ruft selbst mal an oder halt nicht. Beides ist in Ordnung, wenn dann die Gespräche Spaß machen und die Nähe wieder deutlich zu spüren ist. Solltest du so ein Kandidat sein, denke bitte gut darüber nach. Vielleicht musst du dir ein paar Mal auf die Zunge beißen, aber du tust dir und deiner Freundin damit einen großen Gefallen.

Jammerer

Dann gibt es noch die Kategorie der Jammerer.
Es ist wichtig und richtig, sich bei einer Freundin auszuheulen. Jeder hat mal Krisen und braucht dann Unterstützung. Überlege dir aber, was passiert, wenn das die Basis eurer Beziehung ist. Wenn du immer nur diejenige bist, die zuhört und tröstet. Im Extremfall wird deine Freundin sogar pampig, wenn du mal von dem Mist erzählst, der dir gerade passiert. Eine Beziehung ist am gesündesten, wenn sie auf Augenhöhe ist. Wenn es einen Ausgleich im Geben und Nehmen gibt. Bei Jammerern fehlt das häufig. Ihnen macht es Spaß, die Welt in schwärzesten Farben zu malen. Sie genießen die Dramatik und den Weltschmerz. Es ist eine Sonderform der Lästerer. Das kann mal Spaß machen. Doch frage dich, ob du das wirklich dauernd haben möchtest. Tut es dir gut? Geht es dir nach dem Telefonat besser oder schlechter? Wenn es dich runter zieht, lass den Kontakt einschlafen. Oder bist du der Jammerer?

Freunde, denen du nichts mehr zu sagen hast

Auch Freundschaften haben ein Verfallsdatum. Wenn du Glück hast, ist es eine Lebensspanne. Aber es kann auch bedeutend kürzer sein. Menschen verändern sich. Manchmal ist einfach die gemeinsame Basis ist weg. Die Freundschaft existiert nicht mehr und ist nur noch Anachronismus. Das kann man bedauern. Vielleicht war es eine wundervolle gemeinsame Zeit. Doch sie ist vorbei.
Freue dich über die gemeinsamen Erlebnisse. Sie sind Schätze, die dir niemand nehmen kann. Statt mit Trauer darauf zu schauen, empfehle ich, dankbar dafür zu sein. Die eine Tür ist zu, aber es öffnen sich ständig neue. Du hast jetzt Zeit dafür, andere Menschen kennenzulernen und neue Erfahrungen zu machen.

Verpflichtungen

Und dann gibt es noch die unzähligen Verpflichtungen. Aus den unterschiedlichsten Gründen glauben wir, uns bei jemandem melden zu müssen. Das ist besonders bei Verwandten ein beliebtes Thema. Das macht man halt so!

Und ist der Ruf erst ruiniert, dann lebt es sich ganz ungeniert.

Es ist natürlich immer deine freie Entscheidung, wie du deine Zeit verbringen möchtest. Wenn es dir wichtig ist, den Familienfrieden zu bewahren, dann melde dich auch bei Menschen, auf die du keine Lust hast. Aber vielleicht gibt es schlauere Arten. Wenn du nicht anrufen magst, schreibe eine hübsche Karte. Mit wenigen Worten – und damit auch wenig Zeit – sagst du, dass du an jemanden denkst. Schreibe groß, benutze Sinnsprüche, lass Kinder darauf malen, sei kreativ! So können Verpflichtungen zum Spaß werden.

Sonderfall Mutter*

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich das hier anspreche. Doch in meinen Coachings kommt das Thema immer wieder hoch. Viele Mütter denken, sie haben einen Anspruch darauf, dass man sich bei ihnen meldet. Schließlich haben sie dich geboren und aufgezogen. Diese Haltung entstammt oft einem Besitzdenken: Du gehörst noch immer ihr, bist ihr Eigentum. Daher ist es deine Pflicht, dich dankbar zu erweisen und dich regelmäßig zu melden. Das stimmt nicht!
Dankbarkeit ist wichtig und schön, wenn sie freiwillig erfolgt. Aber bitte lass dich nicht moralisch erpressen. Das tut weder dir noch deiner Mutter gut. Es nimmt euch beiden die Möglichkeit, euch zu entwickeln. Mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht sagen. * Das kommt auch bei Vätern vor!


  Bitte verstehe den Text richtig: Familie und Freunde sind wichtig und wertvoll!
Es ist großartig mit deinen Freunden in Kontakt zu bleiben. Und ich empfehle dir auch, immer wertschätzend zu reagieren, wenn sich jemand bei dir meldet. Es ist ein Geschenk. Hier geht es nur darum, zu erkennen, wer dir heute nicht mehr gut tut, wessen Zeit vorbei ist und warum manche Gespräche ein komisches Gefühl hinterlassen.
Ich bitte dich einfach, gut auf dich zu achten. Erkenne, was du wirklich möchtest. (Als Newsletter-Leser bekommst du zu diesen und anderen Themen regelmäßig wertvolle Tipps, die es nicht hier im Blog gibt.)   Das oben sind lediglich ein paar Beispiele. Bestimmt kennst du noch viel mehr Arten von Menschen, bei denen du dich gar nicht mehr melden magst. Wenn du deine Erfahrungen teilen möchtest oder nicht weißt, wie du damit umgehen sollst, schreibe einen Kommentar! Erzähle uns, bei welchen Menschen du dich nicht oder nicht mehr melden wirst und warum! Herzlichen Dank für die Zeit, die du dir für das Lesen des Artikels genommen hast. Und denke bitte an den Kommentar. Ich wünsche dir einen schönen Tag und Pflücke Deine Träume

PS: Worauf wartest Du noch?

 PSS: Ich weiß, dass meine Mutter auch meinen Blog liest. Das ist eine gute Gelegenheit mich einmal bei ihr und auch bei meinem Vater zu bedanken!
Herzlichen Dank für alles, was ihr mir gezeigt habt. Danke, dass ihr mir beigebracht habt, wie wertvoll persönliche Freiheit ist. Danke, für eure Geduld, euer Verständnis und eure Ermutigungen. Und dass ihr auch bei mir anruft!   Gefällt dir das Titelfoto? Du findest alle Fotos auf Pinterest.

Kommentare

  1. Hallo
    Hatte mal eine Freundin,waren fast wie Schwestern,trotz das wir uns nur ca 6Monate kannten.Warum ging dieser Kontakt Kaputt.Diese Person wollte über mich und in meiner Wohnung über mich bestimmen..wenn sie was forderte habe ich zufolgen,wenn ich das nicht mache ist sie Sauer und ich bin die Böse.Auslöser war sie wollte bei mir Übernachten,hab nur eine kleine Wohnung…wenn Mädelz so Übernachtungen ist es ja normal Qutaschen Tv und so ,es war Samstag sie kamm so um 20uhr mit Schlafanzug aus dem Badezimmer und sagte sie möchte jetzt penn.Ich musste mich in meiner Wohnung rechtfertigen das ich um 20uhr penn geh zu früh finde,Das Akzeptierte sie nur kurz.Sagte dann ich sei kommisch,sie hätte ja ein Recht sich hinzulegen….kenne aber Wohnungsbeherbungsgesetz für Freunde nicht das ein Recht drauf gibt.Sie zog sich wieder an und verliess wütend meine Wohnung und stellte mich als Böse da.Beleidigte mich per Whatsapp Spach Nachricht.Wo sie von zu Hause aus um 22uhr noch drann hocke ,von wegen müde.Reines macht getue.Als sie das erste mal bei mir übernachte lag sie auf der Schlaf Couch im Wohnzimmer und und sagte mir *ich kann ruhig da bleiben in mein Wohnzimmer sagte ich lass mich nicht aus mein Wohnzimmer schmeißen.Sie vergaß sogar Absichtlich ihren Schlafanzug zuhause auch wenn wir vorher noch bei ihr Zu Hause waren….hörte auch sprüche*Da geh ich aus da übernachte ich den bei dir*Hätte es ihr nicht angeboten,sie hatte mich nie gefragt sie wolte ja ihren Zahnputzbecher und co immer bei mir lassen.Als wütend abzog nahm das Zeug wieder mit.Sie nutze mich aus.Wenn wir Veranstaltungen planten solte alles immer über mich laufen und ambesten mache ich vorkasse.Oder kauften zusammen was für 7euro.Wolte ihr die hälfte wieder geben so 3,50..nein brauche ich nicht wir gehen noch kuchen essen…bbeim Cafe schob sie mir 3euro zu ihre gesammte Rechnung wäre 6-7Euro gewesen meine 4-5 zahlte aber alles zusammen mit ihren 3Euro Gesamt 11Euro.Da fühlte ich mich echt verarscht was auf meine Stimmung drücke und den Tag danach war der Tag wo sie bei mir um 20uhr Penn wolte…und ich ihrewr forderung nicht nach kamm.Sie hätte am Tag früh arbeiten müssen dann zu Hause bis 22uhr online und bei mir früh pennen wollen.Sagte ihr auch wenn ich so so müde bin bleibe ich mit hintern Daheim…ja deren Arbeitstelle ist bei mir näher.Für mich war es reines Macht gehabe..von ihr.Oder sie erzählte mir 2tage vorher von ein KOnzert ich könnte mit gehen ihr ging sicher nicht um das Konzert mit mir war eh nicht meine Richtung sondern das ich Teile des Zug Tickets zahle.Sonst würde man ja ehr sagen sahen und mindest 3mal in der Woche.Sie forderte öfters sachen von mir wenn ich das nicht tat war sie sauer..auch wenn sie über meine Sachen Bestimmen wolte.

    Wie soll man solche Menschen noch ernst nehmmen?Oder damit umgehen..bin schon ein offene,freundliche,hilfbereite Person..habe das Gefühl Narzissten sich von Empathischen Menschen angezogen fühlen.Bin Introvertiet.

  2. Hallo,
    Mein Problem ist folgendes: meine ehemals beste Freundin (durch Umzug hat sich das leider geändert) meldet sich kaum bei mir und wenn ich dann mal in meiner Heimat bin hab ich immer das Gefühl sie ignoriert mich und ist angespannt (wenn wir mit gemeinsamen Freunden(übrigens ihre neuen engsten Freunden) unterwegs sind).
    Wenn dann doch mal ein treffen zu zweit klappt ist sie wie früher und wir verstehen uns super.
    Ich weiß echt nicht wie ich das einordnen soll? Es belastet mich total und ich würd gern damit abschließen bzw. Umgehen, weil sie mir eigentlich sehr wichtig ist. Aber anscheinend bin ich ihr wohl nicht mehr so wichtig…ich hab allerdings die Vermutung, dass, da sie sehr beliebt ist, es halt einfach nicht nötig hat sich um eine Freundschaft zu bemühen.
    Aber ganz kündigen will ich die Freundschaft auch nicht, nur bin ich jedes mal frustriert.

    • Hallo Lena,

      danke für deine Frage.

      Ich kann gut verstehen, dass dich die Situation frustriert. Da freust du dich auf einen vertrauten Menschen – und dann lässt sie dich so abblitzen. Das wirkt schon gemein.

      Jetzt kann es 1000 Gründe für ihr Verhalten geben: Wut, weil du weggezogen bist. Scham, weil sie sich so gut mit deinen gemeinsamen Freunden versteht – auch ohne dich. Unsicherheit, weil sich was verändert hat. Das sind nur ein paar Ideen.

      Wirklich wissen, kannst du es nur, wenn ihr ein ehrliches Gespräch führt. Falls sie dazu bereit ist.

      Doch was kannst du auch ohne sie tun?

      Ganz oft stecken wir selbst in einem Gefühls-Chaos. Da mal genau hinzuschauen ist super hilfreich – auch für ein gemeinsames Gespräch.
      Was empfindest du wirklich, wenn du ganz ehrlich zu dir bist? Bist du vielleicht selbst unsicher, eifersüchtig, gekränkt? Fühlst du dich einsam, zurückgesetzt, ignoriert?

      Du bringst zu euren Treffen alle deine Gefühle mit. Vermutlich reagierst du unbewusst entsprechend. Auch wenn du es nicht möchtest, ein Großteil der Kommunikation erfolgt ohne Worte und wird durch unsere Gefühle gesteuert.

      Mein Tipp:
      Schreibe dir alle deine Gefühle auf – ohne Bewertung und Kritik. Lass sie einfach da sein. Für eine kurze Zeit erlaube dir zu schimpfen, zu jammern und zu klagen. Am besten schriftlich.
      (Ich verbrenne solche Blätter anschließend. Geht ja niemanden was an und ist nur für die Seelen-Hygiene gedacht.)
      Du darfst dich auch bemitleiden. Schließlich ist es nicht einfach wegzuziehen und neu zu beginnen. Und wer sonst bringt Verständnis für dich auf?

      Wenn du deine eigenen Gefühle klar hast, dann denke nochmal dran, was du an deiner Freundin so mochtest.
      Siehst du das noch? Dann freu dich über das, was vielleicht noch da ist. Als schöne Erinnerung oder vielleicht sogar als Neubeginn.

      Veränderungen brauchen Zeit und Geduld. Und das gilt für euch beide.
      Alles Gute -Astrid

  3. Liebe Astrid,
    erst einmal ganz lieben Dank für die tollen Zeilen, die mich dann auch dazu bewegt haben etwas von mir zu verfassen.
    Mein Problem ist, dass ich mich schon oft mit Menschen umgeben habe, die mir nicht gut tun. Früher war es der Grund, da ich der Meinung war, man MÜSSTE doch Freunde haben.
    Heute … Ich kann es nicht beantworten…
    Ich habe zwei Freundinnen, von denen ich eine absolut nicht mehr als solches sehen kann und trotzdem bleibe und investiere ich. Unsere ganze Beziehung zueinander (wir arbeiten auch noch im gleichen Laden) verläuft schon sehr lange sehr einseitig. Ich bin die Zuhörerin, der Spaßvogel, die die für alles eine Lösung weiß, diejenige die selten böse ist… Ja bei der man sich eben alles leisten kann. Ich muss dazu sagen, für mich sind diese Dinge in einer Freundschaft selbstverständlich, ich tu sie gerne, aber ich erwarte auch einen gewissen Ausgleich. Ich möchte nichts aufrechnen, natürlich geht es hierbei auch darum, wer gerade was braucht, wie es einem geht, jedoch bei uns beiden kommt alles immer von mir. Von ihr dagegen kaum noch Verständnis, kaum Mitgefühl, wichtige Dinge werden vergessen oder runtergespielt, sehr oft bekomme ich unbegründet Vorwürfe zu hören, ihr eigenes Leben und ihr Denken ist das maßgebliche, selbst in schwierigen Phasen wie meine Trennung vom damaligen Partner, Verlust durch Tod, oder die damalige schwierige Zeit ein eigenes Kind zu bekommen … sie war mehr mit sich beschäftigt und nicht für mich da. Alles wurde runtergespielt, es gab keine Unterstützung, geschweige denn Besuche. Sie hat ihre eigenen Sorgen, Ängste und Probleme, in denen sie steckt und zwar schon sehr lange, ich bin da so gut ich kann, biete meine Hilfe an, dränge sie aber nicht mutwillig auf sondern lasse ihr den Raum selbst zu entscheiden, aber auch da kommt oft nicht viel zurück. Was am Ende bleibt ist, dass sie es dann auch noch so darstellt, als sei ich nicht richtig für sie da, ich wolle nie mit ihr was unternehmen und ich hätte ja selbst so viel um die Ohren. Die Tatsachen werden komplett verdreht, ich empfinde es so, dass sie nichts richtig einschätzen kann bzw. sich überhaupt richtig wahrnimmt und ich fühle mich auch noch verletzt und ungerecht behandelt. Wenn ich Sorgen habe, bin ich die Zicke die keinen Spaß haben kann. Selbst ein offenes Gespräch bei ihr zu Hause unter vier Augen führte uns nicht weiter. (Sonst sagt ihr auch niemand mal, wenn sie schräg drauf ist, denn sie behandelt auch andere oft „seltsam“). Sie machte mir nur Vorwürfe, stritt Ihr Verhalten ab, ich sei zu empfindlich und alles endete sogar erst einmal darin, dass Sie Zeit bräuchte, ich hätte jetzt dadurch eine tiefe Wunde bei Ihr hinterlassen. (Ich verstand die Welt nicht mehr, aber ich ließ es geschehen und ICH fühlte mich auch noch schlecht und schuldig).
    Wieso kann ich nicht loslassen? Wieso setze ich mich dieser Beziehung weiterhin aus, leide darunter und lasse mich und mein Leben so sehr beiinflussen… Und genau deshalb schreibe ich hier, weil ich mich selbst nicht verstehe und nicht einfach loslassen kann. Ich möchte ausbrechen, aber fühle mich wie gelähmt!
    Vielen Dank fürs Lesen und dass es diese Seite gibt!
    Sylvie

    • Liebe Sylvie,

      herzlichen Dank für dein Vertrauen. Ich freue mich, dass dir die Seite gefällt und ich würde mich sehr freuen, wenn du mich weiter empfiehlst.

      Ich kann gut nachvollziehen, wie schwierig die Situation für dich ist. Ich glaube, das lässt keinen Menschen kalt, der nur etwas empathisch ist. Für mich klingt es so, als ob deine Freundin ziemlich oft, deine Grenzen überschreitet. Dabei ist die Frage, wo deine Grenzen ganz genau sind.

      Manchmal sind wir damit etwas beliebig und haben für uns selbst keine klaren Spielregeln festgelegt. Was darf wer mit uns machen und wo sagen wir „Stopp“. Wenn das klar ist, können wir das auch laut sagen.

      Kannst du klare, neue Spielregeln aufstellen und darauf achten, dass sie eingehalten werden? Kannst du auch mal „nein“ sagen? Was ist das Schlimmste, was dir passiert, wenn die „Freundschaft“ gar nicht mehr besteht? Was für Auswirkungen hat es für dich persönlich und auch beruflich?
      Das sind die Fragen, die ich mir an deiner Stelle erstmal stellen würde.

      Lass bitte nicht zu, dass du schlecht behandelt wirst. Das wäre sehr schade! Vielleicht hast du ein Vorbild oder eine mutige Kinderfigur, die dir in schwierigen Situationen hilft. Was würde zum Beispiel Pippi Langstrumpf sagen oder machen? Was davon kannst du tun?
      Es geht darum, das bisherige Verhaltensmuster zu durchbrechen und eine neue, bessere Strategie zu entwickeln. Mit Vorbildern kann es leichter gehen. https://lifecatcher.de/zeit-fuer-die-superheldin/

      Ich wünsche dir ganz viel Mut und Kraft, die Situation für dich zu einer guten Lösung zu bringen. Ich bin sicher, dass dir das gut gelingen wird.

      Sonnige Grüße -Astrid

      PS: Hier 2 Artikel-Tipps zum Nein: https://lifecatcher.de/nein-danke/ und https://lifecatcher.de/spaeter-statt-nein-sagen/

  4. Hallo liebe Astrid,
    Danke für diese tollen Worte.
    Ich bin ein Mensch, der auch immer viel (manchmal zu viel) Erwartungen in Freundschaften rein steckt. Ich bin beruflich bedingt schon sehr oft umgezogen, so das es schwer ist, Freundschaften aufrecht zu erhalten.
    Da wo ich jetzt mit meinem Mann und meinen beiden Kindern wohne, möchten wir bleiben. Kontakte knüpfen tue ich recht schnell, aber meist sind sie nur oberflächlicher Natur. Dabei hätte ich gerne tiefgründigere Freundschaften um mich rum. Ich bin jemand, den es schnell wurmt, wenn sich Freunde nicht melden. Ich vermute das liegt an meiner Kindheit und an meinen Eltern, die mir nie das Bedürfnis gegeben haben, wichtig zu sein… Jetzt wo ich erwachsen bin, habe ich oft Probleme mit verlustängsten und auch fehlendem Vertrauen. Ich bin immer mißtrauisch ob es denn die Leute auch ernst meinen.
    Nun zu meinen Freunden: die eine wohnt hier in der Stadt, und Sie ist die Frau des besten Freundes meines Mannes. Der Sohn ist gleich alt wie unsere Tochter. Wir waren schon was essen, oder haben uns so getroffen auf einen Kaffee, oder mal bei ihr zu Hause. Wenn wir uns sehen, ist alles prima, wir quatschen und lästern (über unsere Schwiegermütter z.b.). Als sie krank war hab ich auch einen Krankenbesuch gemacht. Meist bin ich diejenige die vorschlägt was zu unternehmen. Wenn ich sie anrufe, ruft sie nie zurück. Auf whats App Nachrichten hat sie auch schon oft nicht geantwortet, und wenn sie es doch tut, ist sie kurz angebunden. Meinen Geburtstag vergisst sie jedes Jahr. Ich hab einfach das Gefühl, so ne richtige Freundschaft ist das nicht… Heute hab ich mich eigentlich dazu entschlossen, diese Verbindung einschlafen zu lassen…
    Die zweite Freundin wohnt etwa 160 km entfernt, also eine gute Autostunde entfernt. Wir sind ja erst letztes Jahr hergezogen. Vorher waren es 600 km Distanz. Jetzt kann man also schnell mal hin fahren. Ich kenne sie schon 13 Jahre, und sie war auch meine Trauzeugin. Sie ist ein anstrengendes Persönchen, braucht immer viel Bestätigung. Sie hat keine Kinder, ich habe zwei kleine Kids. Sie ist die Patentante meiner Mäuse, und da fängt das Dilemma schon an. Ich habe einfach das Gefühl sie definiert unsere Freundschaft nur noch über die Kinder, denn die liebt sie abgöttisch, und sie kauft teure Geschenke. Aber melden tut sie sich selten, und wenn dann will sie immer gleich die Kinder sprechen. Es gab schon oft Dinge, die mich total geärgert haben, zum Beispiel bin ich mal dahinter gekommen, das sie mich belogen hat. Ich habe sie drauf angesprochen doch sie streitet es bis heute ab. Sie schickt mir ein Geburtstagspaket und ruft gleich den nächsten Tag an, und sagt zu mir, sie wundert sich das ich noch gar nix zu ihrem Geschenk gesagt habe. Ich hab immer das Gefühl, ich müsste ihr ewig dankbar sein. Da die Kinder sie sehr lieben, und sie eben auch schon so viel für mich getan hat, hab ich ein schlechtes Gewissen, den Kontakt einfach einschlafen zu lassen, aber im Moment habe ich selber so viel um die Ohren (Job verloren, kranke Schwiegermutter etc) das ich einfach auf sie keine Lust habe, ist mir wirklich zu anstrengend im Moment… Ist das legitim? Bin ich ihr zu was verpflichtet? Sorry für den langen Text :-)))

    • Liebe Eva,
      vielen Dank für deine ausführliche Schilderung. Ich freue mich, wenn meine Texte hilfreich sind. Und lange Antworten sind super!

      1. Zuerst du.

      Bist du schon einmal geflogen? Bei den Sicherheitshinweisen gibt es einen tollen Satz, den ich gerne für mein Leben anwende. Im Falle eines Sauerstoffverlustes soll zuerst ich mir das Gerät nehmen. Dann erst sind Kinder, ältere Menschen, Hilfsbedürftige und der ganze Rest dran.

      Das wirkt ungewohnt und egoistisch. Zuerst ich, dann der Rest der Welt.
      Aber wirklich, wie soll ich jemandem helfen, wenn es mir selbst nicht gut geht?

      Ich habe für mich klare Regeln aufgestellt, wer in welcher Reihenfolge meine Kraft bekommt. Das kann sich leicht verändern, aber im Prinzip ist es klar. Zuerst ich, dann meine Familie, dann meine Freunde, dann Bekannte und der Rest.

      2. Wer hat das Problem?

      Auf jeden Fall ist es Energieverschwendung, sich mit Menschen zu umgeben, die einem nicht gut tun. Nimm zum Beispiel deine Freundin, wenn sie dir was schickt und direkt am nächsten Tag anruft. Frage dich, wer das Problem hat. Sie oder du?

      Wenn deine Freundin nur noch Patentante sein möchte – und das gut für deine Kinder ist – definiere eure Beziehung um.

      Wir sind oft zu gut erzogen. Keiner kann dir wirklich ein schlechtes Gewissen machen. Das tun wir schon selbst. Entscheide dich dagegen. Das kostet am Anfang etwas Übung. Aber es hilft dir, gelassen zu bleiben.

      3. Platz für Neues.

      Ich weiß, wie schwierig es ist, neue Freunde zu finden. Besonders, wenn man wie du und ich oft umgezogen ist. Und es tut weh, sich von einer schönen gemeinsamen Vergangenheit zu verabschieden.

      Einen Gedanken möchte ich dir noch gerne mitgeben, der mir oft geholfen hat. Sobald ich in meinem Leben Platz für Neues geschaffen und dem Alten bewusst den Rücken gekehrt habe, kam etwas Neues. Früher habe ich den Spruch gehasst:

      „Wann immer sich eine Türe schließt, öffnet sich eine andere.“

      Heute weiß ich, dass es stimmt. Und ich lerne, immer wieder darauf zu vertrauen.

      Es ist wie beim Aufräumen. Wenn du ein neues Bild an der Wand haben möchtest, dann hängst du es auch nicht über die vorhandenen, oder? Dafür brauchen wir Platz.

      Ich wünsche dir viel Mut und Kraft für deine neuen Freundschaften.
      Sonnige Grüße -Astrid

  5. Hallo Astrid,
    seit sehr langer Zeit hat mich das Thema halten von langjährigen Freundschaften beschäftigt. Habe selbst im Laufe von mehreren Jahren 2 enge Freundschaften aus der Ehezeit (vor10 Jahren Trennung von meinem Mann) einschlafen lassen da besonders ein Freundespaar loyaler Weise uns immer beide eingeladen haben. Da ich keinen Kontakt bei Feierlichkeiten zu meinem geschiedenen Mann haben wollte und möchte, smalltalken oä anstrengend fand/finde hab ich anfangs teilgenommen an Geburtstagen etc mich aber nicht wohlgefühlt das aber nicht mitgeteilt. So habe ich in die Freundschaft kaum noch etwas gegeben und beim letzten zufälligen Treffen mit dem Freund (Mann der Freundin) sagte er : K.hat gesagt Claudia meldet sich nicht.
    Wir haben uns dann noch über unsere Kinder unterhalten und ich hab mich kurz erklärt das ich mein eigenes Leben leben möchte. Beim verabschieden meinte er :Meld dich doch mal wieder und wir haben uns gedrückt. Jedenfalls blieb bis heute bei mir ein schlechtes Gewissen denn es ist klar ich hab den Kontakt einschlafen lassen. Wenn ich in mich reinhorche kommt das ich an der Situation nichts ändere und mich einfach mal so melde o zum gemeinsamen Unternehmen etwas vorschlagen möchte. Aber ich habe ein schlechtes Gewissen! So ein gleichzeitig Kopf und Bauchgefühl. Mein früherer Ehemann hat noch Kontakt zu den Freunden und fand diese Treffen dort nie problematisch. Was meinen Sie wie kann ich an meinem unguten Gefühl etwas ändern?

    Danke für den gedanklichen Austausch!
    Herzlichst Claudia

    • Liebe Claudia,

      ich kann gut nachvollziehen, dass es eine schwierige Situation für dich ist.
      Wenn ich das mal zusammenfasse, magst du die beiden Freunde von früher recht gerne und du hättest auch nichts gegen einen weiteren Kontakt.
      Allerdings magst du nicht deinen Ex um dich herum haben. Selbst wenn es bei größeren Festen ist.

      Es gibt mehrere ganz unterschiedliche Dinge, die ich gerne mit dir teilen möchte.

      Was ist das für ein Gefühl?

      Finde für dich heraus, was dieses ungute Gefühl ist, dass du nicht so ganz zu greifen bekommst.
      Hast du die Befürchtung, dass deine Freunde deinem Ex von dir erzählen? Fühlst du dich mit deinem Ex nicht auf Augenhöhe oder hast noch keinen Frieden mit der Trennung geschlossen? Hast du dich vielleicht in eine andere Richtung entwickelt und die Freundschaft selbst gibt dir nicht mehr so viel?

      Ich finde, dass schreiben unheimlich viel Klarheit bringt. Wenn du magst, kannst du dir eine gute halbe Stunde Zeit nehmen und einfach aufschreiben, was du denkst – ganz unzensiert und einfach so, wie dir die Wörter in den Sinn kommen. Und wenn du zunächst gar nicht weißt, wie du anfangen sollst, dann schreibst du: „Uff, jetzt sitze ich hier und soll eine halbe Stunde lang schreiben. Und ich weiß gar nicht was. Hmm, es geht um…“

      Eine andere Möglichkeit ist, dir die Frage zu stellen: Soll ich oder soll ich nicht bei der nächsten Einladung hingehen. Dazu habe ich die Ja/Nein-Matrix erstellt, die dir dabei hilft. Du bekommst sie gratis, wenn du dich für den Newsletter anmeldest oder du schreibst mir eine kurze Nachricht (siehe Kontakt).

      Wichtig ist, dass du für dich entscheidest, ob ein Treffen ein Gefühl von „man muss“ oder „ich will“ erzeugt. Das ist die Grundlage. Und bei „man muss“ darfst du lernen, nein zu sagen. Es wird dich kein Donner treffen. Das schlechte Gewissen wird uns anerzogen, um uns als Kind leichter unter Kontrolle zu halten. Als Erwachsene dürfen wir selbst entscheiden, was wir tun wollen – mit allen Konsequenzen.

      Sprich Klartext

      Wenn du für dich weißt, was hinter dem unguten Gefühl steckt, kannst du besser agieren.
      Wenn deine Befürchtungen bedeuten, dass du den alten Freunden nicht mehr vertraust, ist das eine wichtige Erkenntnis.
      Solltest du aber andere Gründe entdecken, würde ich versuchen, etwas Mutiges zu tun. Sprich mit deinen Freunden über deine Gefühle. Erzähle ihnen, warum du dich nicht meldest. Du brauchst dich nicht zu erklären oder zu verteidigen. Darum geht es nicht.
      Aber vielleicht stellt ihr fest, dass ihr euch auch anders treffen könnt und gemeinsam neue Wege findet. Es könnte die Basis für eine neue Form der Freundschaft sein.

      Zumindest wissen sie dann, wie es dir geht. Was sie dann damit machen, ist nicht deine Sache.

      Jeder ist anders

      Ich hatte es schon angedeutet. Auch wenn dein Ex kein Problem mit den Treffen hat, musst du nicht genauso empfinden. Jeder ist anders. Besonders sensible Menschen ziehen sich in solchen Situationen lieber zurück. Vielleicht bist du eher introvertiert, vielleicht hast du andere Erfahrungen gemacht. Es ist völlig in Ordnung, keinen Kontakt zu einer verflossenen Liebe haben zu wollen. Wie gesagt, nur weil jemand anders das mag, musst du es nicht auch mögen.

      Es ist gut, dass du auf dich achtest. Ein Treffen soll Energie bringen bzw. Freude und guter Austausch sein. Nichts, was man „aushalten“ muss.

      Das ist jetzt etwas länger geworden. Ich hoffe, meine Antwort ist hilfreich für dich. Sonst zögere nicht und schreibe wieder!

      Sonnige Grüße -Astrid

    • Hallo,mir geht es so:
      Ich habe einfach keine Freunde.Ich bin oft alleine zu Hause und versuche auch was daran zu ändern.
      Leider ist es meistens so, dass ich auf die Leute zugehe und versuche was aus zu machen -mädelsabende,sushi,Einladungen zum Essen,was trinken gehen ect.
      Leider bekomme ich meistens absagen da man angeblich ja so gerne kommen würde aber leider keine zeit hat- da komme ich mir irgendwie angelogen vor.Denn es meldet sich ja dann auch anschließend niemand bei mir wenn er zeit hat.
      Heute War ich so deprimiert, dass ich alle Nummern der Leute aus meinem Handy gelöscht habe mit denen ich gerne befreundet wäre sie sich aber von sich aus nie melden.
      naja was soll ich sagen es waren ziemlich alle nummern….
      Da bleib ich doch lieber alleine als ständig jemandem am A***** zu lecken nur um größtenteils eine dankende Absage zu erhalten….
      liebe Grüße Karina

    • Liebe Karina,

      ist es nicht verrückt: Da leben wir in einer Welt, die immer mehr Bewohner hat und durch das Internet immer kleiner zu werden scheint, und so viele Frauen wünschen sich verzweifelt einen netten Freundeskreis.
      Ich kann das gut nachvollziehen, was du geschrieben hast. Nach einer Trennung stand ich plötzlich alleine da. Die alten Freunde waren weg, neue gab es nicht und die, die ich kennenlernte waren in festen Kreisen.

      Es schmerzt, wenn keiner Zeit für einen hat!
      Doch Freundschaft kann man nicht erzwingen. Sie braucht Zeit und Vertrauen.
      Aber manchmal suchen wir auch an der falschen Stelle. So ging es mir zumindest. Ich wollte bei den coolen Kids mitspielen. Doch die waren gar nicht die richtigen für mich. Später habe ich dann festgestellt, dass wir ganz unterschiedliche Werte und Vorstellungen haben.

      Doch zu dem Zeitpunkt war ich enttäuscht. Ich war so einsam und deprimiert, dass ich verzweifelt suchte und mich jedem angeschlossen hätte. Ich war bedürftig. Viele Menschen spüren das und sind nicht bereit, so jemand die Hand zu reichen. Ich durfte erst lernen, wieder mit mir selbst klar zu kommen, erst dann war ich offen für spannende Menschen.
      Die habe ich dann getroffen und zwar an Orten, an denen ich sie nie vermutet hätte.

      Deinen Schritt, die Kontakte zu löschen, finde ich sehr mutig. So hast du Platz für neue Menschen.
      Vielleicht wäre es zunächst gut für dich, deine Wut, Trauer und Enttäuschung bewusst anzuschauen. Klar, die Leute haben auf deinen Gefühlen rumgetrampelt – hoffentlich ohne es zu wissen. Aber Wut bringt uns oft nicht weiter und tut nur weh.

      Freundschaft beruht auf Geben und Nehmen. Was möchtest du in eine Freundschaft einbringen und was erhoffst du dir davon?
      Wir können aus jeder Begegnung lernen. Was hast du bisher an guten Erfahrungen mitgenommen? „Nichts“ gilt nicht!

      Mir ist aufgefallen, dass wenn ich dankbar auf eine beendete Beziehung blicke, ich mich dadurch für neue Menschen öffne.
      Klar, zuerst muss die Wut raus. Dafür dürfen wir schreien, jammern und zetern. Doch dann tut es gut, wenn wir wieder darauf achten, was wir gelernt haben und was uns Gutes passiert ist. Dankbarkeit hilft uns dabei, wieder unsere Mitte zu finden – nicht frustriert, sondern souverän.

      Finde heraus, was dir wichtig ist. Was machst du gerne? Gibt es jemandem, den du unterstützen kannst? Das Internet ist voll von Gruppen mit den unterschiedlichsten Interessen. In größeren Städten gibt es Meet-Up (http://www.meetup.com/), wo man sich persönlich treffen kann.

      Ich mag den Spruch: „Wenn sich eine Tür vor uns schließt, öffnet sich eine andere.“
      Wut bringt uns dazu, nur auf die geschlossene Tür zu blicken. Dankbarkeit zeigt uns die offenen.

      Ich wünsche dir alles Gute!
      Sonnige Grüße -Astrid

  6. Hallo Astrid,

    du hast vollkommen recht und vor Jahren schon habe ich das erkannt. Es gab auch mal so Menschen in meinem Leben, die mir ein schlechtes Gewissen einreden wollten. Ich sagte dann irgendwann: „Das Telefon ist keine Einbahnstraße“. Seitdem ich kein schlechtes Gewissen mehr habe, kommt auch von der anderen Seite nichts mehr 🙂

    Ich höre manchmal wirklich lange nichts von Freunden und auch ich melde mich nicht, weil ich so wenig Zeit habe, aber wenn wir uns dann hören, dann ist die Freude auf beiden Seiten.

    Diese Freundschaften sind wirklich wertvoll, andere brauche ich nicht mehr.

    Wir können ruhig dazu stehen, ich möchte niemanden Energie rausziehen und deshalb möchte ich auch keine Energiesauger bei mir haben.

    Ich denke, dass ist ok so, zumindest lebt es sich hervorragend damit 🙂

    Alles Liebe
    Cornelia

    • Hallo Cornalia,
      da haben wir also ganz ähnliche Erfahrungen gemacht. Das Bild mit der Einbahnstraße gefällt mir sehr gut. Vielen Dank dafür und für deinen Kommentar.
      Herzliche Grüße -Astrid
      PS: Willkommen zurück!

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