2 gute Fragen in schwierigen Situationen

In schwierigen Situationen:

Erste Hilfe bei schwierigen Situationen

Du steckst in einer doofen Situation und weißt gerade einfach nicht weiter?

Das Schicksal oder auch jemand anders hat sich eingemischt und will dich vom Kurs bringen?

Du stehst vor einem Berg und siehst keinen Weg mehr?

 

Jetzt brauchst du eine schnelle Möglichkeit wieder etwas Abstand zu bekommen und die Situation anders zu betrachten!

 

In einem Artikel von der Schreibnudel Gitte Härter habe ich einen super Ansatz dazu entdeckt. Dort findest du auch noch ganz konkrete und großartige Beispiele, wie du die Fragen gut einsetzen kannst.

Diese zwei Fragen können dich zuerst aus deinem Problem raus führen und dann sehr elegant in den Lösungsmodus rein bringen. Es sind zwei kleine Fragen mit großer Wirkung:

• Was ist der Plan?
• Was lernen wir daraus?

Mit der Ergänzung:
• Und was noch?

 

1. Was ist der Plan?

Ich mag das Bild, dass wenn man direkt vor dem Berg steht, den Weg nicht erkennen kann.
Wenn du in so einer Situation steckst, ist es wichtig, Deine Perspektive zu wechseln. Mit der Frage “Was ist der Plan” gelingt das ganz spontan. Du kommst aus dem Stress raus und konzentrierst dich wieder darauf, was du eigentlich wolltest. Du schaust nicht mehr auf die Steilwand, sondern blickst zum Gipfel oder wo du sonst hin möchtest. Von dort kannst du dann den Weg zurück verfolgen, der irgendwann mal bei deinem Standort landet.

Dabei geht es nicht in erster Linie darum, den Weg zu finden. Du fokussierst dich wieder darauf, wo du eigentlich hin willst. Du stellst fest, worum es tatsächlich geht. Was ist Dein Plan, warum bist du überhaupt unterwegs, was willst du/wollt ihr erreichen?

Du gehst raus aus dem gedanklichen Tal mit all den Was-Wenns, den Hieben und Schubsern des Schicksals.

 

Wann solltest du dir diese Frage stellen?

  • Wenn du dich im Klein-Klein verstrickt hast
  • Wenn sich die Dinge nicht so entwickeln wie du möchtest
  • Wenn du versucht dich selbst zu sabotieren und Ausreden erfindest
  • Wenn das Schicksal oder jemand anderes dir Steine in den Weg legt
  • Wenn du in Panik gerätst
  • Wenn du bei schwierigen Situationen Klarheit brauchst
Man kann dir den Weg weisen, gehen musst du ihn selbst. #BruceLee Tweet mich

 

Jetzt hast du wieder etwas Luft und kannst dich der zweiten Frage stellen:

2. Was lernen wir daraus?

Du hast jetzt also festgestellt, dass dich was aus der Bahn werfen will und weißt wieder, worum es dir eigentlich geht. Jetzt ist es Zeit für eine kurze Analyse, damit du auch nachhaltig was davon hast.

Du fragst dich: Was lerne ich daraus bzw. was lernen wir daraus?

Wie Gitte Härter gefällt mir das „wir“ dabei auch besser. Und zwar deshalb, weil ich mich damit auf die Suche nach etwas allgemein Gültigem begebe. Ich habe die Chance nicht nur diese eine Situation zu betrachten, sondern vielleicht sogar ein Muster zu finden. So kann ich womöglich einfach über den Tellerrand meiner Lösungen blicken.

Bleibe dran!

Wichtig ist, dass du eine ganze Weile an der Frage dran bleibst. Du willst doch wirklich was aus der Situation lernen. Oder denkst du, “weiß ich eh schon alles” und kehrst die Frage unter den Teppich. Das wäre der schnellste Weg, bald wieder in so eine Situation zu geraten. Denn aus der letzten hast du ja nichts gelernt. Hinschauen ist mal wieder die Devise. Daher stell dir diese Frage ganz ernsthaft und ruhig auch häufiger. Das erreichst du, in dem du nach der ersten Antwort sofort fragst: “Was noch?”

Die Antworten, die ganz schnell kommen, zeigen oft nur, was du schon erkannt hast. Wenn du immer weiter fragst, hast du die Chance zu erfahren, was wirklich dahinter steckt.

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon war (Henry Ford)

 

Ein Beispiel

Obwohl ich mir ganz fest vorgenommen hatte, mir einen Wochenplan für meine Aufgaben zu erstellen, habe ich es einfach nicht gemacht.
Als mir das aufgefallen ist, habe ich mich gefragt: Was ist der Plan?

Mir ist klar geworden, dass ich mir doch mehr Struktur für meine Arbeit gewünscht hatte. Zu diesem Vorsatz stehe ich noch immer – das ist mein Ziel. Und jetzt habe ich es wieder deutlich vor Augen.

Was lernen wir also daraus?
Ich mag mich einfach nicht auf einen Zeitplan festlegen. Ja, die erste Antwort ist recht trotzig. Aber auch das ist in Ordnung.

Und was noch? Meine Vorstellung von einem Zeitplan ist zu restriktiv. Ich könnte mir ein anderes Konzept überlegen, das für mich besser passt. Vielleicht eine bestimmte Anzahl von To-Do Blöcken, die ich dann nach Tagesform auswähle. Wenn ich meine Zügel etwas lockerer halte, nimmt es dem Plan gleich den Schrecken.

Und was noch? Ich habe Angst, dass ich bei meinem eigenen Plan versagen könnte. Hups!
Das habe ich dann gründlich durchdacht und folgendes festgestellt: Mein Wochenplan muss genügend Freiraum für Trödeleien und Entspannungsphasen beinhalten. Das ist für mich wichtig, damit ich dann wieder voller Elan an meinem Projekt arbeiten kann.

Und was noch? Ich bin nur mir selbst verpflichtet. Kein anderer kontrolliert mich. Aber wenn ich wirklich an meinem Projekt arbeiten und damit weiter kommen will, brauche ich die Struktur. Sollte ich jedoch mal einen Aufgabenblock verschiebe, ist es auch kein Unglück.

Als Ergebnis ist dann für mich ein neuer Umgang mit meiner Wochenplanung entstanden. Ich habe mit den Aufgabenblöcken eine gute Lösung gefunden, die mir Struktur gibt und dennoch Freiraum und Flexibilität lässt. Damit haben mich die beiden Fragen wirklich einen großen Schritt weiter gebracht. Weg von meiner beengten Sicht und durch den Lösungsmodus hin zu einer neuen Strategie.

:-)

Das ist natürlich nur ein Beispiel – und mein Beispiel. Bei dir kann es völlig anders laufen. Aber probiere es doch mal aus. Und wenn es klappt, lasse es zu einer Gewohnheit werden!

 

Ich danke dir dafür, dass du dir die Zeit genommen hast, den Artikel zu lesen. Und wenn du Lust hast, hinterlasse uns doch einen Kommentar…

Ich wünsche dir einen schönen Tag und

Pflücke Deine Träume

PS: Worauf wartest Du noch?

 

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