Schwierige Entscheidungen: Wie du Äpfel und Birnen vergleichst

Wie du Äpfel und Birnen vergleichst: Alle Dinge sind schwierig bevor sie einfach werden. • Design by Astrid von Weittenhiller

Was Äpfel und Birnen mit Entscheidungen zu tun haben und wie du sie vergleichbar machst.

Wenn du dich entscheiden möchtest, vergleichst du dann die richtigen Dinge miteinander?

Früher in Mathe ging es oft um Äpfel und Birnen. Besonders bei der Addition von Brüchen.

Wir lernten, dass unterschiedliche Nenner wie Äpfel und Birnen sind:
Sie sind nicht gleichwertig. Sie sind nicht vergleichbar.
Und daher darf man Brüche mit unterschiedlichen Nennern nicht einfach zusammenzählen.

So verbrachten wir Stunde um Stunde auf der Suche nach dem kgV, dem kleinsten gemeinsamen Vielfachen.
Alles sollte einen gemeinsamen Nenner bekommen.

In Mathe durften wir das Obst nicht mischen.
Und das, obwohl ich im Schwabenland zur Schule ging und wir Most aus einer Mischung von Äpfel und Birnen lieben.

Eine Lektion fürs Leben.
Wenn ich sie nur damals schon richtig verstanden hätte…

Die Kunst Äpfel und Birnen vergleichbar zu machen

Was hat das jetzt mit Entscheidungen zu tun?

Ganz einfach. Wir dürfen die Dinge, die wir entscheiden wollen, auch zunächst vergleichbar machen.

Mach vergleichbar, was du vergleichen möchtest.

Stell dir vor, du hast zwei Urlaubsziele zur Auswahl:
Eine Woche Badeurlaub auf Mallorca oder eine Alpenüberquerung von Hütte zu Hütte.

Die meisten hätten hier eine eindeutige Vorliebe. Die Entscheidung fällt dann leicht.
Aber was, wenn du Lust auf beides hättest? Wie willst du das dann vergleichen?

Abwägen ist schwierig, wenn die Möglichkeiten verschieden sind

Beide Urlaubsziele haben Vor- und Nachteile.
Doch was du als Vorteil und was du als Nachteil empfindest, hängt davon ab, wie du dir den Urlaub vorstellst. Automatisch machst du dir ein Bild. Und das hängt davon ab, was du erwartest.

Wenn du die Wanderung als großes Abenteuer und Mallorca als stumpfes Rumliegen siehst, vergleichst du Äpfel mit Birnen.

Überlege dir, was du brauchst.

Du darfst dir also zunächst mal darüber klar werden, was du gerade für einen Urlaub möchtest.

  • Hast du Erholung nötig, weil du Schlaf nachholen musst?
  • Sehnst du dich nach spannenden Erlebnissen?
  • Oder möchtest du dich endlich mal mehr bewegen?

Es gibt ganz viele Dinge, die dir ein Urlaub bieten kann.

Reduziere die Unterschiede

Finde heraus, was du gerade brauchst. Finde deinen gemeinsamen Nenner.
Dann erst kannst du die unterschiedlichen Möglichkeiten vergleichen.

Konzentriere dich auf wenige Unterschiede.

Man kann auch auf Mallorca hervorragend wandern. Es gibt viel zu entdecken.
Und mit Gepäcktransport und mehr Ruhetagen bietet auch die Alpenüberquerung eine gewisse Erholung.

Entscheidungen fallen dann schwer, wenn wir befürchten, dass wir das Ergebnis unserer Entscheidung bedauern werden.

  • Wir haben Angst, dass wir uns falsch entscheiden und dann nicht mehr zurück können.
  • Wir haben Angst, dass wir uns falsch entscheiden und unsere Erwartungen nicht erfüllt werden.
  • Wir haben Angst, dass wir uns falsch entscheiden und das Ergebnis bedauern werden.

Nimm den Stress aus der Entscheidung

Damit setzen wir uns unglaublich unter Stress.
Wir denken: „Die Entscheidung muss richtig sein.“

So beginnen wir damit, nicht die bestmöglichen Ergebnisse, sondern die schlimmsten Befürchtungen miteinander zu vergleichen.

Wir konzentrieren uns auf die Nachteile der Möglichkeiten.

Wie du Äpfel und Birnen vergleichst: Wenn Abwägen schwierig ist. • Design by Astrid von Weittenhiller

Vergleiche die bestmöglichen Ergebnisse

In unserem Beispiel hilft diese Frage:
„Wenn ich sicher wüsste, dass der Urlaub genau das bringt, was ich mir erhoffe, wohin würde ich dann dieses Mal lieber fahren?“

Den kleinsten gemeinsame Nenner erhältst du, wenn du die beste Ergebnisse erwartest.

Was bedeutet das?

Du erwartest, dass deine Wünsche und Bedürfnisse bestmöglich erfüllt werden.
Und du konzentrierst dich nur auf diesen einen Urlaub.
Nicht auf nächstes Jahr. Nicht auf alles, was du verpassen könntest.

Stell dir vor, dein Urlaub wird so richtig gut. Du kommst zufrieden und erholt zurück. Du hast bekommen, was du wolltest.

Wenn alles passt, was wäre dir lieber?

Damit gibt es nur noch wenige Aspekte, die wichtig für die Entscheidung sind.
Zum Beispiel der Ort, die Sprache, das Klima.

Worauf hast du Lust?

So entscheidest du über gleichwertige Alternativen.
Du vergleichst keine Äpfel mit Birnen.

Die wichtigste Voraussetzung ist, dass du vom bestmöglichen Ergebnis für jede Entscheidung ausgehst.

Mach‘s dir einfach

Das hat nichts mit positivem Denken zu tun.

Theoretisch könntest du auch versuchen, an alle Eventualitäten zu denken.
Mach's besser nicht.

Damit würdest du zwar auch einen gemeinsamen Nenner bekommen. Aber eben nicht den kleinsten.

Du verkomplizierst die Entscheidung wieder und machst sie damit unnötig schwer.

Es können immer Dinge schief gehen, auf die du keinen Einfluss hast:
• Das Wetter spielt nicht mit.
• Der Flug wird storniert oder die Bahn fährt nicht.
• Womöglich wirst du oder ein Mitreisender krank.

Außerdem kann es sein, dass du gar nicht alle Fakten für deine Entscheidung kennst oder auf etwas vergisst.

Mach es dir einfach und geh davon aus, dass alles optimal läuft.
Zumindest für die Entscheidung.

Wie du Äpfel und Birnen vergleichst und Unpassendes vergleichbar machst. • Design by Astrid von Weittenhiller

So vergleichst du Äpfel und Birnen auf schlaue Art

Hier nochmal die wichtigsten Punkte, damit du nicht Äpfel und Birnen vergleichst:

  1. Überlege dir alle Möglichkeiten, die in die engere Wahl kommen.
     
  2. Überlege dir, was du gerade brauchst. Das sind deine Kriterien für die Entscheidung.
       
  3. Stelle dir bei jeder Möglichkeit vor, dass alles optimal läuft, du mit dieser Entscheidung das beste Ergebnis bekommst.
       
  4. Entscheide dich je nachdem, was für ein Typ du bist:
    Entweder danach, welche Möglichkeit am besten deine Kriterien trifft oder
    was sich am besten für dich anfühlt.
    Oder nach beidem.
       
  5. Bonus:
    Wenn du genügend Zeit hast, dann vereinbare mit dir, dass du für mindestens 48 Stunden zu dieser Entscheidung stehst.
    Bereite die nächsten Schritte vor, ohne dich wirklich zu was zu verpflichten.
    Nach dieser Zeit triff deine endgültige Entscheidung.
    Und dann werde sofort aktiv und geh den ersten Schritt.

 

Hast du schon mal die besten Ergebnisse miteinander verglichen? Was hältst du von der Idee? Und wenn du es ausprobiert hast, wie sind deine Erfahrungen?
Schreibe einen Kommentar und erzähle, was dich bewegt.

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Astrid von Weittenhiller
Life-Coach für Abenteuerinnen

 

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