Was kaum jemand über die richtige Entscheidung weiß

Richtige Entscheidung: Man kann das Leben nur rückwärts verstehen. Aber leben muss man es vorwärts. Nach Kierkegaard • Design by Astrid von Weittenhiller

Die richtige Entscheidung du treffen musst!“, würde wohl Yoda sagen.
Klingt ein bisschen bedrohlich.
Denn was passiert wohl Schreckliches, wenn wir uns falsch entscheiden?

Gibt es

  • die richtige Entscheidung?
  • die richtige Entscheidung?
  • überhaupt falsche Entscheidungen?

Und woher wissen wir, ob eine Entscheidung richtig oder falsch ist?

Sich richtig entscheiden müssen, erzeugt Druck – egal ob es sich um eine Kleinigkeit handelt oder weitreichende Folgen hat.

Entscheidungen kosten keine Kraft

Jetzt kostet es angeblich eh schon Kraft, dass wir uns überhaupt entscheiden.

Im Moment lese ich regelmäßig darüber, dass wir nur eine bestimmte Menge an Entscheidungen pro Tag zur Verfügung haben. Wenn die verbraucht ist, dann ist es vorbei. Wir können uns nicht mehr entscheiden.

Ich halte das für Blödsinn.

Egal wie kaputt und müde ich bin. Egal wie oft ich mich an dem Tag schon entschieden habe.
Wenn mir jemand ein leckeres Stück Schokolade anbietet, kann ich mich ganz leicht dafür entscheiden.

Es sind nicht die Entscheidungen, die schwer fallen, sondern dass wir uns an getroffene Entscheidungen halten.

Sich an seine Entscheidung zu halten, ist eine ganz andere Sache.
Wo ist jetzt meine Schokolade? ;-)

Es ist (nicht) einfach sich zu entscheiden

Doch was ist, wenn wir vor einer Wahl stehen? Ist es dann nicht wichtig, dass wir die richtige Entscheidung treffen?

Meistens sind wir uns überhaupt nicht klar darüber, was bei einer Auswahl auf dem Spiel steht.
Und außerdem setzen wir uns selbst unnötig unter Druck.

Fangen wir mit dem zweiten Punkt an.

Wir setzen uns unnötig unter Druck

Oft geben wir unserer Entscheidung eine Bedeutung, die ihr nicht zusteht.

Dabei verhalten wir uns so, als ob die Entscheidung von unendlich großer Tragweite ist.
Doch nur in sehr wenigen Fällen geht es um Leben oder Tod. Sorry, Perfektionismus, so wichtig ist es meistens nicht.
Wir haben immer noch nachträglich die Möglichkeit, den Kurs zu ändern. Wir dürfen uns erlauben, die Dinge anzupassen.

Schau dir die Scheidungsraten an, die Jobwechsel, die Umbuchungen.
Das waren alles Entscheidungen, die später korrigiert wurden. So what?

Mehr zum Thema Scheitern und Versagen findest du hier:
Die Wahrheit über Versagen

Ein Grund ist, dass wir uns unglaublich davor fürchten, was falsch zu machen.

“Was wird aus mir, wenn ich mich falsch entscheide?”
“Was wohl die anderen dann über mich denken?”

Aber ist das denn wirklich wichtig?
Unser bisheriges Leben zeigt doch, dass wir genügend Vertrauen und Kreativität haben und mit allen Gegebenheiten irgendwie klarkommen.

Wir wollen in die Zukunft sehen

Diese Angst vor Fehlern ist menschlich und natürlich.
Früher war es wirklich überlebensnotwendig, dass wir uns richtig entscheiden. Bei der Auswahl richtig oder tot werden Entscheidungen sehr endgültig.

Auch heute noch möchten wir am liebsten wissen, wie die Zukunft wohl aussehen wird.
Doch Glaskugeln sind so unzuverlässig.

Vor einer Entscheidung wollen wir an alles denken.
Doch manchmal haben wir noch keine Erfahrungswerte.
Und so fürchten wir uns vor den Konsequenzen.

Die Zukunft ist die große Unbekannte. Das ist Teil des Lebens. Nicht schön, aber es geht jedem so.
Wir dürfen lernen wie wir damit klarkommen.

Entscheidungen, die man nachher bereut, sind die Rechtschreibfehler in unserem Leben:
Man meinte, es sei richtig, aber es war falsch.
– Ernst R. Hauschka –

Wir wissen nicht, was wir vergleichen

Bei vielen Entscheidungen ist uns überhaupt nicht klar, was zur Auswahl steht.
Nehmen wir mal an die Chaos-Theorie stimmt. Dann kann nach dem bekannten Beispiel ein Schmetterling einen Sturm auslösen.
Hallo, wie sollen wir denn dann wissen, was unsere Entscheidung für Konsequenzen hat?

Die Auswahl, die scheinbar eben noch klar war, wird dann unmöglich komplex.
Wir wissen überhaupt nicht, was eine Entscheidung bewirkt.

So versuchen wir Dinge vergleichbar zu machen, die es nicht sind.
Über das Problem, wie man Äpfel und Birnen vergleicht, habe ich hier schon mal geschrieben.

Und was für mich richtig ist, muss für dich noch lange nicht passen.

Neue Regeln für eine richtige Entscheidung

Bei all diesen verwirrenden Schwierigkeiten scheint es unmöglich zu sein, die richtige Entscheidung zu treffen.

Es ist ganz wahr, was die Philosophie sagt, dass das Leben rückwärts verstanden werden muss.
Aber darüber vergisst man den andern Satz, dass vorwärts gelebt werden muss.

– Søren Kierkegaard –

Ich bin aber nach wie vor davon überzeugt, dass es ganz einfach ist.
Wir brauchen nur neue Regeln, neue Kriterien.

1. Du legst dich klar und eindeutig fest.

Eine gute Entscheidung ist immer für etwas, nicht dagegen.
Vermeidungsstrategien sind immer Ausweichmanöver. Einfacher ist es, wenn du sagst, wo du hin möchtest. Den Kurs selbst kannst du jederzeit anpassen. Erst mal gut genug reicht in der Regel aus.
Wichtig ist, dass du dich nicht verkrampft für immer und alle Zeit an die Entscheidung gebunden fühlst.

2. Du bestimmst selbst deine Maßstäbe.

Nur du weißt, was gut für dich ist. Deine Maßstäbe sind deine Werte, Fähigkeiten und Talente.
Was man tut, bringt dich selten zu deinem Ziel.
Wichtig ist, dass du dich selbst gut kennst und weißt, wohin deine Reise gehen soll.

3. Deine Entscheidung ist für eine gewisse Zeit gültig.

Du möchtest regelmäßig überprüfen, ob eine Entscheidung passt. Dazu darfst du ihr eine Chance geben, sich zu entfalten und zu entwickeln.
Lege eine Zeitspanne fest, in der du nicht an deiner Wahl rüttelst. Nach einer Woche, einem Monat, einem Quartal schaust du, was passiert ist.
Das ist dann der Zeitpunkt für eine Kurskorrektur – falls nötig.
Wichtig ist, dass du Ängsten und Zweifeln kein Mitspracherecht einräumst.

4. Deine Entscheidung bringt dich näher an dein Ziel.

Ablenkungen lauern überall. Und es ist heute so viel leichter, gute Ausreden zu finden und Dinge nicht zu tun.
Es gibt für jede Lösung gute Gründe – selbst fürs Nichtstun. Wenn du dich bemühst, kannst du alles erklären.
Wichtig ist, dass deine Entscheidung dich weiter bringt. Nicht irgendwo hin, sondern näher an dein Ziel.

Resümee

Falls es jemals richtige und falsche Entscheidungen gab, heute ist das eher eine Frage der Moral.
Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten. Es gibt unüberschaubar viele Wege, die ans Ziel führen.

Keiner von uns hat die gleichen Voraussetzungen, daher kannst du zwar gute Tipps bekommen.

Ob die Entscheidung richtig ist – das weiß niemand.

Es gibt keine Garantien für Erfolg. Leider.

Die einzige Garantie für eine gute Entscheidung ist daher,

  • dass du sie selbst triffst,
  • dass du sie voller Überzeugung triffst,
  • nach deinen Maßstäben,
  • nach deinen Wünschen.

Wenn du weißt, wer du bist, was du kannst und wo du hin willst, wird jede Entscheidung leichter.

Dann ist die richtige Entscheidung die, zu der du stehst.

Und nur falls du es noch nicht weißt: Ich bin Life-Coach. Ich helfe AbenteuerInnen dabei, ihre Träume zu entdecken, ihre Ziele zu definieren und wieder Spaß in ihren Alltag zu bringen. Brauchst du Hilfe mit schwierigen Entscheidungen, bin ich gerne für dich da. Hier erfährst du mehr.

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Astrid von Weittenhiller
Life-Coach für AbenteuerInnen

 

 

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