In Vertrauen stärken | Astrid von Weittenhiller | 1 Kommentare

Dankbarkeit für Anfänger

Ein Artikel über Dankbarkeit ist sicher nichts für dich, wenn du lieber jammerst und klagst, als was in deinem Leben verändern zu wollen.

Es gibt Zeiten, in denen ist Selbstmitleid, Jammern und Klagen wichtig. Und es ist für mich auch total in Ordnung mal schlechte Laune zu haben. Doch wenn du etwas nachhaltig verändern möchtest, hilft dir das auf Dauer nicht weiter.

Warum? Weil du mit diesem Ansatz in deiner eigenen Soße stecken bleibst. Oder wie Albert Einstein so schön zitiert wird:

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
– A. Einstein –

Dieser Artikel ist auch nichts für dich, wenn du ähnlich spirituell unterwegs bist wie der Dalai Lama, ein großer Yogi oder ein Geistlicher welchen Glaubens auch immer. Ich gehe davon aus, dass du meine Anregungen dann nicht mehr brauchst. Falls dich meine Ansichten trotzdem interessieren – vielen Dank!

Was ist denn diese Dankbarkeit?

Dankbarkeit ist einer dieser großen Begriffe. Wie so oft, wenn wir versuchen Gefühle zu beschreiben, versteht jeder was Anderes darunter.
Für mich ist Dankbarkeit zweierlei:

1. Eine Haltung

Wie nehme ich meine Umwelt wahr. Worauf konzentriere ich mich. Sehe ich überall schreckliche Dinge oder fallen mir auch Kleinigkeiten auf, die wunderschön und großartig sind.

Als Kind der 1980er Jahre bin ich mit Sponti-Sprüchen aufgewachsen. Einen davon habe ich noch heute gut im Gedächtnis:

Wenn aus Mauern Blumen wachsen hat das Leben Oberhand.

Dankbarkeit ist die Art, wie ich dem Leben begegne.

2. Ein aktiver Vorgang

Ich weiß, wie leicht ich Fähigkeiten, Dinge und Menschen in meinem Leben als selbstverständlich betrachte. Erst wenn was fehlt, fällt mir auf, wie wertvoll es für mich ist und wie sehr ich es vermisse.

Im Alltag jage ich gerne „the next shiny thing“, dem nächsten strahlenden Ding hinterher. Immer auf der Suche, immer in Action, immer schneller, höher, weiter. So übersehe ich leicht, was schon gut in meinem Leben ist.

Das ist kein Aufruf dazu, sich zufrieden zurück zu lehnen. Es ist ein Aufruf zum Feiern!
Dankbarkeit ist das aktive Annehmen der zahlreichen Geschenke in meinem Leben.

Wie kann Dankbarkeit dir nützen

Vielleicht fragst du dich jetzt, was du davon hast, wenn du – wie auch immer – Dankbarkeit praktizierst. Auch da hat sicher jeder seine eigenen Antworten. Mir sind 5 Punkte eingefallen, die mir wichtig geworden sind.

Die Aufzählung sind nur Anregungen und Gedankenanstöße!
Ich kann aus jedem einzelnen Punkt einen eigenen Artikel machen. Es liegt an dir: Schreibe bitte einen entsprechenden Kommentar, wenn du über einen Punkt gerne mehr wissen möchtest.

• Dankbarkeit macht das halb gefüllte Glas voll

Mein alter Geschichtslehrer sagte immer: „Mehr als ein Schnitzel am Tag kann ich nicht essen.“ Wozu sollte er dann mehr haben wollen. Letztendlich ist es gleich, wie voll das Glas ist. Für mich geht es hier nicht um messbare Dinge, sondern um mein persönliches Empfinden, meine Bedürfnisse.

Seit mir klar ist, was mir wirklich wichtig ist, brauche ich nicht mehr all die Sachen zu erfüllen, die mir im Grunde egal sind.
Mit Dankbarkeit erkennst du, was du hast, nicht was du vielleicht haben könntest.

• Dankbarkeit macht dich fehlertoleranter

Ich habe immer wieder Angst davor, was falsch zu machen. Dabei übersehe ich oft, dass ich doch bereits ganz viel geschafft und gelernt habe. Ich liebe die Aussage von Thomas Edison, dass er unzählige Wege gefunden hat, wie ein Glühfaden nicht funktioniert.

Da es mir mehr ums Lernen und meine Weiterentwicklung geht, sind Fehler nur neue Erkenntnisse.
Mit Dankbarkeit erkennst du, dass Fehler und Scheitern zwei ganz unterschiedliche Dinge sind.

• Dankbarkeit lässt dich souveräner werden

Ich weiß, dass ich nichts weiß? Nee, ich weiß, dass ich schon ganz schön viel weiß – aber bei Weitem nicht alles. Das ist auch gut so. Sonst bräuchte ich keinen anderen Menschen und wäre ziemlich einsam. Denn der Austausch bereichert mich und macht mir Spaß.

Das Wissen darum bildet für mich die Grundlage für Gespräche auf Augenhöhe.
Mit Dankbarkeit erkennst du, dass du nicht alles wissen musst.

• Dankbarkeit hilft dir zu entspannen

Das Gefühl von Unsicherheit verleitet mich dazu, immer hektischer zu werden. Dann fange ich an zu zweifeln, werde angespannt und verzettle mich. Erst wenn ich es schaffe, wieder inne zu halten, werde ich ruhiger und sehe die Dinge, wie sie sind.

Ich bin dann stets überrascht, dass in meinem Leben schon so viel klappt.
Mit Dankbarkeit erkennst du, wie du leichter gelassen wirst.

• Dankbarkeit führt zu mehr Verständnis gegenüber deinen Mitmenschen

Meine eigene Angst vor Unzulänglichkeit schraubt meine Ansprüche hoch. Nicht nur die an mich, sondern auch an meine Umwelt. Ich vergesse meine Fähigkeiten und übersehe die Talente der anderen.

Dann muss ich mich bewusst darauf besinnen, was jeder einzelne schon Tolles gemacht hat.
Mit Dankbarkeit erkennst du, dass keiner perfekt sein muss.

Wenn dich dein zur Hälfte gefülltes Glas ärgert, suche dir ein größeres Gefäß 😉 Klick um zu Tweeten

Was kannst du tun

Dankbarkeit führt nach meiner Auffassung zu einer höheren Zufriedenheit. Doch wie kommst du dahin?
Ich bin sicher, jeder hat seinen eigenen Weg. Das ist meiner und wenn du magst, kannst du ihn übernehmen:

Schreibe auf, was passt

Es genügt schon, wenn du 1-2-mal am Tag kurz inne hältst. Überlege dir, was schön an deinem Leben ist:

  • Was klappt gut?
  • Was gefällt dir?
  • Was hast du heute bemerkt?
  • Was hast du erlebt?

Führe ein Journal

Ich habe ein super schlechtes Gedächtnis für die Schönheiten des Lebens. Wenn es mir gut geht, brauche ich mich daran nicht erinnern. Doch wenn es mir schlecht geht, fällt mir nichts mehr ein.

Daher habe ich eine Art Tagebuch. Eine Weile hatte ich ein Heft, in das ich meine Schätze geschrieben habe. Dann habe ich aufgeräumt und das Ding aus den Augen verloren. So sollte es bei dir nicht sein!
Falls du also ein schönes Notizbuch verwendest, achte darauf, dass du es auch immer wieder benutzt. Denn: Aus den Augen, aus dem Sinn. Und das wäre doch schade!

Inzwischen habe ich eine elektronische Hilfe, die leider nur auf Englisch erhältlich ist und ein wenig kostet. Es ist die App zum 5 Minuten Journal.
Ich bekomme nichts für die Empfehlung. Aber da mir die App hilft, regelmäßig dran zu bleiben, möchte ich sie dir nicht vorenthalten. Zusätzlich zur Möglichkeit, deine Gedanken aufzuschreiben, gibt es jeden Tag noch ein motivierendes Zitat.

Let’s have a party!

Lasst uns feiern, was schon gut ist. Bevor du die nächsten Must-have Schuhe ergatterst, erfreue dich über die, die du schon hast. Vielleicht bei einer speziellen Feier 😉
Bevor du den nächsten Kurs machst, schreibe mindestens 3 Dinge auf, die du aus dem letzten gelernt hast – wirklich gelernt.

Es geht darum, dass du die besonderen Dinge des Lebens wieder wahrnimmst und anerkennst.
Es geht um die goldenen Momente des Tages. Ohne Dankbarkeit packst du sie nicht in deinen Erfahrungsschatz, sondern streichelst nur mal kurz drüber und rennst dann weiter. So nimmst du sie aber nicht mit.

Die goldenen Momente sind sehr wertvoll. Sie unterstützen dich auf deinem Weg und nehmen deinem Erfahrungsrucksack die Schwere. Du möchtest mehr Leichtigkeit in deinem Leben haben, dann sammle die Wunder ein.

Und dann…

Feier deine Erfolge!

Erzähle uns davon – gerne hier als Kommentar oder auf meiner Facebook-Seite.
Es muss nichts Weltbewegendes sein. Hauptsache, es bewegt dich!

Bleibe dran – regelmäßig und mit Gefühl

Egal, wie du es machst, bleibe dran! Schreibe täglich auf, wofür du dankbar bist. Egal wie klein und unbedeutend es auf den ersten Blick erscheinen mag.

Und bitte gehe ins Detail. „Ich bin dankbar für meine Tochter“ ist zwar ein Anfang. Doch wenn du dich über sie ärgerst, weißt du nicht mehr warum du das geschrieben hattest.

„Ich bin dankbar für meine Tochter, weil ich durch sie heute wieder die Schönheit einer kleinen Kröte entdeckt habe“ lässt dich das Ereignis erneut erleben.
Sei so konkret, dass du die Emotionen wieder abrufen kannst. Das macht den Unterschied.


 

Vielleicht ist das ja alles Blödsinn und Dankbarkeit wird völlig überbewertet. Das darf jeder für sich selbst entscheiden. Mir tut es gut, motiviert mich und hilft mir, meine Stärken zu erkennen. Deshalb mache ich es und schreibe jeden Tag meine goldenen Momente auf, für die ich dankbar bin.

 

Was hältst du von Dankbarkeit? Hast du ein tägliches Ritual?
Wenn du deine Gedanken mit mir teilen magst, schreibe bitte einen Kommentar.

Noch lieber ist mir jedoch, wenn du den Artikel mit anderen teilst, die damit was anfangen können. Du hilfst damit deinen Freunden und mir. Danke!

 

 
✦  LiFEcatcher | Dein Leben - Dein Abenteuer  ✦

Pflücke Deine Träume

Astrid von Weittenhiller
Life-Coach für AbenteuerInnen

 

 

Wenn du mir helfen möchtest...
...dann erzähle bitte deinen Freunden von diesem Artikel und klicke auf einen der Teilen-Buttons unten. Herzlichen Dank!

Über Astrid von Weittenhiller

Astrid arbeitet online als Life-Coach. Dabei zeigt sie Frauen, die ihren Mutter-Wunsch aufgeben, wie sie ihre Beziehung zu sich und anderen verbessern. So finden sie inneren Frieden und erschaffen sich ein erfülltes Leben. Privat findest du Astrid oft draußen beim Wandern, Trekking oder Spazieren.

Das könnte dich auch interessieren:

  • {"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

    Fühlst du dich deinen Gefühlen ausgeliefert?

    Lerne, wie du in 5 Minuten jede Emotion verwandelst.

    >