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Achtung!

Mein Fokus hat sich verändert.

Daher sind viele der noch vorhandenen Texte nicht mehr relevant und werden überarbeitet.

Ich arbeite ausschließlich mit OK-Frauen - ungewollt kinderlose, die ihren Wunsch schließlich aufgeben.

Falls du Fragen hast, schreibe mir gerne über die Kontakt-Seite. Danke für dein Verständnis!

Kennst du den Bammel vor einer Besprechung? Schon wieder ein Meeting – und du befürchtest, dass du nicht richtig beachtet wirst?
Manchmal ist es gar nicht so einfach, sich Beachtung zu verschaffen. Diese 5 Tipps helfen dir dabei.

 

Katrin gehört zu den ruhigen Frauen. Normalerweise wirkt sie sehr selbstsicher, hat gute Ideen und kann sich gut behaupten. Solange sie in einer kleinen Gruppe ist.
Sobald sie in einer Besprechung sitzt und bei mehreren Leuten Aufmerksamkeit erlangen möchte, wird sie nervös.

Was passiert während der Besprechung

Katrin kam zu mir, weil sie genug davon hatte, dass andere ihre Ideen klauen und sie sich bei Terminen untergebuttert fühlt.

Sie erzählt, dass sie nervös wird, wenn sie vor mehreren Leuten sprechen soll. Inzwischen erwartet sie, dass sie nicht beachtet wird. Sie ärgert sich besonders über eine Sache. Wenn sie etwas Wertvolles sagt, wird das nicht beachtet. Kurze Zeit später bringt ein Kollege genau den gleichen Vorschlag und wird als Held gefeiert.

Am liebsten möchte sie gar nicht mehr zu Besprechungen gehen. Oder nichts mehr sagen. Das geht in ihrem Job nicht. Daher hat sie sich bevor sie zu mir ins Coaching kam einige Tipps geholt.

Wir haben uns genau angeschaut, was davon für sie hilfreich ist und das noch ergänzt.
Das ist das Ergebnis.

Die 5 besten Tipps, die Katrin wirklich geholfen haben

• Sagen, nicht fragen.

Ich habe mit Katrin eine Besprechung simuliert. Das geht per Skype ganz problemlos. Dabei ist mir ihr Sprachmuster aufgefallen. Ohne, dass es ihr bewusst wurde, hat sie ihre Stimme am Ende eines Satzes leicht angehoben. Das machte sie im normalen Gespräch nicht.

Erstaunlich viele Leute heben ihre Stimme am Ende eines Satzes an. Vor allem, wenn sie beim Sprechen nachdenken. Sie überlegen, ob das passt, ob sie noch was ergänzen wollen oder das noch weiter erklären müssen.

Bei den Gesprächspartnern kommen diese Überlegungen jedoch als Fragen an. Es wirkt, als ob Katrin sich nicht sicher über ihre Aussage ist und eine Frage an die Runde stellt.
Sie stellt sich damit selbst infrage. Das untergräbt ihre Autorität.

Tipp: Es gibt Leute, die ihre Ideen beim Sprechen entwickeln. Sie brauchen das ins Unreine sprechen, um Klarheit in ihre Gedanken zu bekommen. Für die Zuhörer ist dieser Prozess oft anstrengend und ermüdend.
Was kannst du tun, wenn du noch nicht sicher bist, was du sagen möchtest? Entweder du verlegst diesen Vorgang in deinen Kopf und sprichst innerlich mit dir oder du sagst es, wie es ist: „Ich spreche jetzt mal ins Unreine. Könnten wir nicht …”

 [bctt tweet=“Dass wir miteinander reden können, macht uns zu Menschen. #KarlJaspers“]

 

• Sprich laut, klar und deutlich.

Kennst du eine Nachrichtensprecherin mit einer hohen, leisen oder fiepsigen Stimme? Ich nicht.
Klare, deutliche und dunklere Stimmen vermitteln Kompetenz. Damit haben wir Frauen einen natürlichen Nachteil.

Wenn wir nervös sind, wird in der Regel der Mund trocken. Das ist eine natürliche Reaktion und lässt sich nicht bewusst steuern. Gleichzeitig werden wir im Hals angespannt. Das wirkt sich auf die Stimmbänder aus und die Stimme wird höher. Frage bitte einen Mediziner oder Stimmtherapeuten deines Vertrauens, wenn du dazu mehr wissen möchtest.

Der beste Weg gegen Nervosität bei einer Besprechung ist üben. Umso häufiger du dich bewusst der Situation stellst, desto einfacher wird es. Je nach deiner Situation kannst du dir 2-3 Sätze überlegen, die du einwerfen willst. Wenn das geht, konzentriere dich nicht auf den Inhalt, sondern auf dein Sprechen. Es gibt Termine, die nicht wichtig sind und bei denen du üben kannst.

Tipp: Finde heraus, wo deine natürliche Tonhöhe liegt und erinnere dich immer wieder daran. Stell dir vor, du sitzt ganz entspannt nach einem guten Essen im Sessel und sagst genießerisch „Hmmm”. Das ist deine natürliche Tonhöhe.
Gordon Schönwälder hat ein lustiges Video gedreht, wie du deine Stimme auf einen Podcast vorbereiten kannst. Das sind Übungen, die mir aus dem Chor bekannt sind. Wenn du deiner Stimme was Gutes tun willst, mach einfach mal mit. Video: Warm Up für deine Stimme.

• Lass dir nicht deine Ideen klauen.

Es gibt Leute, die sich gerne mit fremden Federn schmücken wollen. Den ersten Schritt, damit das auffällt, hast du schon gemacht. Sorge dafür, dass dich die anderen wahrnehmen. Damit kann niemand unbewusst deine Aussagen wiederholen.

Meistens ist dieses Verhalten gar keine böse Absicht. Jemand hat unbewusst deine leise Äußerung gehört und das sofort vergessen. Ich habe es selbst erlebt, dass er tatsächlich glaubte, die Idee sei neu und von ihm.

Und was kannst du tun, wenn jemand bewusst deine Ideen klaut? Wenn du das befürchtest, bereite dich darauf vor. Am besten übst du diese Situation ein. So brauchst du nicht mehr zornig, verletzt oder wütend reagieren. Klar, das Gefühl kann da sein. Aber du weißt, was du tun willst:
Sage laut und deutlich: „Danke!” Du weist begeistert darauf hin, wie gut deine Idee zusammengefasst und wiederholt wurde. Finde deine Formulierung und übe es wie einen Auftritt.

Und weißt du, was wirklich komisch ist: Als Katrin das für sich einstudiert hatte, ist es ihr nicht mehr passiert. Ob es an ihren deutlichen Aussagen oder an dieser Übung lag, weiß ich nicht. Auf jeden Fall war klar, welche Vorschläge von ihr waren.

Und wenn es passt und du ganz mutig bist, kannst du den Pinguin zitieren:

https://www.youtube.com/watch?v=5KT2BJzAwbU

 

• Sprich, wie du denkst. Nicht wie du denkst, dass es andere von dir erwarten.

Wenn wir besonders eloquent erscheinen wollen, fangen wir an, uns gewählt und manchmal womöglich auch gestelzt auszudrücken. Was ein Satz, oder? Vergiss deine akademische Ausbildung. Sprich, wie du denkst – oder noch einfacher!

Eine Besprechung ist keine Verteidigung deiner Doktorarbeit. Du hast einen Beitrag und du möchtest das der klar rüber kommt. Je einfacher du dich verständlich machen kannst, desto lieber hört man dir zu. Wir sind in der Regel lieber faul. Wir wollen uns nicht mehr anstrengen müssen, als notwendig.

Wenn deine Aussage ein 8-Jähriger verstehen könnte, freut das auch deine erwachsenen Zuhörer. Es geht nicht darum, deine Fremdwörter zu üben. Es geht um deinen Beitrag. Und der soll gehört und vor allem verstanden werden.

Der Redner Jürgen Bock hatte bei einem Vortrag einen sehr coolen Einstieg. Er meinte, dass wir durchschnittlich alle 45 Minuten an Sex denken würden. Spannend, dass ich mir das gemerkt habe. ?
Wenn jemand die Wahl hat, an was Angenehmes zu denken oder hochtrabenden Ausführungen zu lauschen. Was glaubst du, wofür er sich entscheidet? Mach es deinen Zuhörern einfach. Auch wenn es kein Vortrag, sondern ein Beitrag ist.

• Heb die Hand, wenn du was sagen willst.

Diesen Tipp habe ich von einem befreundeten Coach bekommen. Und er funktioniert richtig gut.
Mache auf dich aufmerksam, bevor du etwas sagen willst. Du bist kein kleines Kind, das um die Erwachsenen rumspringt und um Aufmerksamkeit bettelt. Du hast einen wertvollen Beitrag, den du teilen möchtest. Bereite die anderen darauf vor.

Manche räuspern sich. Das klappt, allerdings nicht dauernd. Eine kleine Bewegung ist einfacher. Schon seit den Säbelzahntiger-Zeiten sind wir auf Bewegungen getrimmt. Wenn sich irgendwo etwas bewegt, schauen wir in der Regel hin. Das, was früher unser Überleben gesichert hat, kannst du heute für dich nutzen.

Sprich mit deinen Händen. :-) Du brauchst dich nicht wie in der Schule zu melden. Aber wenn du eine kleine Geste machst, fällt das auf. Probiere aus, was zu dir passt. Sei kreativ. Mit deinen Bewegungen, mit deiner Stimme, mit deinen Aussagen.

Was würdest du tun, wenn du nichts zu befürchten hättest?
Und dann: Tue es!

Was hast du für Tipps? Teile bitte deine Erfahrungen mit uns. Was klappt gut bei dir, wenn du dir bei einer Besprechung Gehör verschaffen möchtest?

Herzlichen Dank für die Zeit, die du dir für das Lesen des Artikels genommen hast.
Kennst du jemanden, für den dieser Artikel hilfreich wäre? Erzähle bitte davon!
Du hilfst damit deinen Freunden und mir. Danke!

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PS: Worauf wartest Du noch?

PSS: Und was soll die Katze im Bild? Wenn sie jemand nicht beachten würde, was würde sie wohl mit ihrer mittleren Kralle tun. ?

 

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Astrid ist Lifecoach mit einer Mission für OK-Frauen: Frauen, die ungewollt ohne Kind sind. ֎ Sie möchte 10.000 OK-Frauen Mut machen und inspirieren. Damit sie sich das erfüllte und bedeutsame Leben erschaffen, das schon die ganze Zeit auf sie wartet. ֎ Privat findest du Astrid oft draußen beim Wandern, Trekking oder Spazieren - immer auf der Suche nach spannenden Bildern und Geschichten.

  • Danke Astrid für den „Melde“-Tipp. Das macht wirklich Sinn.
    Ich werde demnächst meine Mitbesprecher ent-sprechend vorwärmen.

    Viele Grüße,
    David

    • Hallo David, schön, dass dir der Tipp gefällt.
      Vielleicht kannst du später mal berichten, wie es dir damit geht.
      Sonnige Grüße -Astrid

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