Wie bringst du Arbeit und Vergnügen zusammen?

Gilt auch für deine Arbeit: Wenn man in die falsche Richtung läuft, hat es keinen Zweck, das Tempo zu erhöhen. (B. Breuel) • Foto by Astrid von Weittenhiller

Wie verbinde ich die Tatsache, dass ich meinen Lebensunterhalt verdienen muss, mit der Liste der Dinge, die ich gern tun möchte?

Diese Frage hat neulich ein Leser als Kommentar gestellt. Und sie ist erstaunlich einfach zu beantworten:

Gar nicht!  😉

Muss dein Hobby deine Arbeit sein?

Geld verdienen und Dinge gerne tun, sind zwei ganz verschiedene Angelegenheiten.

  • Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Nichts.
  • Wer sagt, dass ich unbedingt mit dem, was ich gerne tue meinen Lebensunterhalt verdienen muss?
  • Die Frage ist keine Entweder-Oder-Frage. Diese Verbindung ist nur eine wenig hilfreiche Vorstellung in unserem Kopf.

Die Frage ist aber wirklich gut und auch sehr wichtig!

Daher bedanke ich mich ganz herzlich, dass jemand den Mut hatte, sie zu stellen.

Wie verbinde ich die Tatsache, dass ich meinen Lebensunterhalt verdienen muss, mit der Liste der Dinge, die ich gern tun möchte?

Vor dieser Frage stehen nämlich ganz viele von uns, die mit ihrem Job bzw. der Arbeitssituation unzufrieden sind. Oft herrscht das Gefühl vor, erst mal ganz schnell da raus und was ganz anderes tun zu müssen.

Jetzt ist es besonders wichtig, die Nerven zu behalten und die nächsten Schritte gut zu planen.

Fange in deiner Freizeit an

Die meisten von uns sind beruflich nicht so eingespannt, dass sie nicht auch noch etwas Freizeit hätten. Diese Zeit reicht völlig aus, um sich seinen wirklichen Interessen zu widmen.

Wenn du ein alleinerziehender Elternteil mit einem kleinen Kind bist, könnte es etwas schwieriger werden, dir jeden Tag oder jede Woche etwas Zeit für dich heraus zuschaufeln.

Hier wirst du wahrscheinlich Unterstützung brauchen. Vielleicht durch einen gegenseitigen Babysitter-Dienst mit einer anderen Mutter, die in einer ähnlichen Lage ist.

Beobachte dich mal für eine Woche – ganz wertfrei – für was du dir wann Zeit nimmst.

Da findest du bestimmt eine Möglichkeit, täglich oder wöchentlich eine Zeit für dich zu finden.

Oft sind wir zu erschöpft für unser Projekt. Tatsache ist aber, dass uns die Arbeit an unserem Projekt auf eine ganz besondere Art und Weise erfrischt und zusätzliche Kraft gibt.

Der Kick, den wir dadurch bekommen, der Flow, in den wir geraten, stärkt uns auch für den Alltag.

Keine Zeit und kein Geld - Die beliebtesten Ausreden, damit du nicht tust, was du wirklich willst. Tweet mich

 

Betrachte die Arbeitszeit als kreative Pause

Es gibt tatsächlich Jobs, die krank machen können. Ich nenne sie toxische Jobs. Die Arbeit ist zu anstrengend, über- oder unterfordert dich häufig, du wirst gemobbt oder schikaniert. Hier ist es wirklich wichtig, dass du dich nach etwas anderem umsiehst.

Wenn du aber “nur” genervt oder gelangweilt bist – und ich weiß, wie schrecklich sich das anfühlt – dann kann dich dein Projekt sogar retten.

Ich habe mich lange gefragt, wie Albert Einstein die stupide Arbeit im Patentamt ertragen hat.

Heute denke ich, es war seine kreative Pause! Die Zeit dort hatte ein Teil seines Hirns frei und konnte sich auf die wichtige Arbeit vorbereiten. Wie die Muskeln nur in den Ruhephasen wachsen, braucht unsere Kreativität regelmäßige Routinen, um sich ganz zu entfalten.

Ich empfehle dir, es tatsächlich einmal auszuprobieren. Konzentriere dich für eine bestimmte Zeit, zum Beispiel für drei Monate, mit Leib und Seele auf dein Projekt.

Du hast immer etwas dabei, um dir deine guten Einfälle zu notieren. Du weißt, dass du dich zu bestimmten Zeiten ganz dem Projekt widmen kannst. Diese Zeiten sind fest in deinem Terminkalender vermerkt und du kannst dich schon darauf freuen. Alles ist vorbereitet, so dass du sofort loslegen kannst.

Tritt bei dir dann auch der Berufsalltag in den Hintergrund?

Mache dein Hobby zum Beruf

Einen Trend möchte ich dir hier nicht vorenthalten.

Vor allen in den US-amerikanischen Bloggerkreisen gibt es schon seit einigen Jahren die erstaunlichsten Wege, um mit seinem Hobby Geld zu verdienen.

Perry Belcher zum Beispiel verdient sein Geld damit, anderen mit ihrem HotDog Stand zu helfen.

Inzwischen haben auch im deutschsprachigen Raum unzählige Einzelunternehmerinnen ihr Hobby zum Beruf gemacht. Und der Trend sich vom Hamsterrad zu lösen, greift immer mehr um sich.

Wenn du so ein Business für dich entdecken und aufbauen möchtest, bekommst du überall professionelle Unterstützung. Hier nur einige Beispiele: Shailia Stephens, Monika Birkner und Martin Weiss.

Vorsicht, wenn du dein Hobby zum Beruf machst. Es kann sein, dass du dann ganz schnell den Spaß daran verlierst. Der Druck kann heftig sein.

Allerdings geht so ein Aufbau nicht von heute und morgen. Daher können viele Selbständige erst nach einer ganzen Weile davon leben. Aber auch deine eigene Geschäftsidee ist ein großartiges Projekt “nebenher”.

Wenn du wirklich mit deinem Hobby anderen helfen möchtest, probiere es zuerst mal aus.

Das Internet bietet eine wundervolle Basis, kostengünstig und ohne räumliche Beschränkungen. Zeige, was du für Lösungen anbietest oder empfiehlst.

Du wirst schnell merken, ob das wirklich ein Geschäftsmodell für dich ist oder doch lieber ein Hobby bleiben soll.

Und bitte denke immer daran…

Die wirklich gute Nachricht ist, dass du mit deinem Projekt kein Geld verdienen MUSST!

Ein Lyriker kann die wundervollsten Gedichte schreiben und wird vermutlich nie davon leben können. Aber das ist auch nicht schlimm.

Was hätte er davon, wenn er sich nur seiner Kunst widmen könnte? Meistens lediglich eine Blockade. Denn zu viel Zeit für ein Projekt kann die Kreativität killen.

If you like sex, don’t be a hooker. (Barbara Sher)

 

Ich danke dir für deine Zeit, den Artikel zu lesen. Und bitte teile deine Erfahrungen mit uns und schreibe einen Kommentar…

 

 
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Astrid von Weittenhiller
Life-Coach für AbenteuerInnen

 

 

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