Warum nur – warum???

Warum nur – warum???

Die ewige Frage nach dem Warum. Sie nervt gestresste Eltern, sie interessiert Kriminalisten, sie weckt den Forschergeist von Wissenschaftlern, sie motiviert Psychologen und sie lasst viele nicht schlafen.

Wenn ich nach dem Warum gefragt werde, schießen mir sofort drei Gedanken durch den Kopf.
Warum will das jemand wissen?
Warum sollte ich es erzählen?
Und möchte ich, dass jemand die Antwort weiß?
⇒ Heute möchte ich das – und sogar sehr gerne!

Warum sollte einen das Warum interessieren?

Wenn wir nach dem Motiv gefragt werden, passiert etwas ganz Spannendes. Jemand interessiert sich für einen. Es geht um Verständnis und Verstehen. Es geht um Nähe, Eins sein, Empathie oder das Gegenteil davon. Denn es trägt auch den Aspekt des Urteilens, Verurteilens, eben des Auseinander-Teilens in sich.

Die Frage nach dem Warum, dem Motiv ist bei den Krimis oft spannender als die Frage, wer der Täter war. Warum ist das wohl so 😉

Heute geht es allerdings nicht um Krimis. Heute geht es um mein Warum – wieso ich blogge.
Markus Cerenak hat diese Blogparade, den Blog-Bang, gestartet und ich mache wieder gerne mit. Für mich ist es spannend von Kollegen zu lesen, was sie zum Bloggen gebracht hat. Und ich hoffe, dich interessiert auch meine Geschichte und mein kleines Geheimnis ganz am Schluss.

Übrigens, einen wirklich guten Artikel, wie du dich selbst nach deiner Motivation fragen kannst, findest du bei Ralf Senftleben: „Frag 3 mal warum?“

7 Antworten auf 1 Frage

Los geht es mit meinen Antworten auf die Frage, warum ich tue, was ich tue:

  • Ich schreibe gerne.

Schon immer. Gerade habe ich eine alte Schülerzeitung bekommen, in der ein Artikel von mir veröffentlicht wurde – ich war erst in der 7. Klasse.
Dabei hatte ich in der 3. Klasse fast alle Lust am Schreiben verloren (siehe mein Kommentar auf Schreibnudel.de). Bei einem Aufsatz sollte eine Geschichte zu Ende erzählt werden. Ich schrieb ein langes und fantasievolles Abenteuer. Das Ergebnis war eine 5 mit dem Kommentar, dass mein Ende nicht realistisch sei. So eine schlechte Note hatte ich noch nie gehabt. Ich war wirklich geknickt. Und nachhaltig verunsichert. Trotzdem ist was in mir, das mich weiter schreiben lässt 🙂

  • Es ist für mich eine Mutprobe.

Das schwierigste an meiner Arbeit ist, mich zu zeigen. Ich schwanke zwischen „das interessiert doch niemanden“ und der Unsicherheit, ausgelacht zu werden. Meine Über-mich Seite hat etwa 9 Monate gedauert. So lange bin ich mit der Idee schwanger gegangen, bis ich endlich was veröffentlichen konnte. Es wäre so viel einfacher, mich hinter einem Expertenwissen zu verstecken, als mich zu zeigen wie ich bin. Aber ich möchte gerne Mut machen, vielleicht ein klein wenig Vorbild sein. Und dir die Botschaft bringen: Wenn ich es schaffe, schaffst du es auch.

  • Ich kann jetzt sagen: Ich bin Blogger.

Als vielseitig interessierter Mensch ist es mir immer schwer gefallen, mich zu definieren. Und selbst heute, wo ich schon so viele Etiketten für mich gefunden habe, ist es nicht leicht. Ich mag mich nicht festlegen und stimme schulterzuckend Popey, dem Seemann zu, wenn er sagt „I am what I am“.
Aber unsere Gesellschaft verlangt Etiketten. Daher habe ich mir eines gegeben, mit dem ich mich endlich wohl fühle: Blogger – das ist cool, das gefällt mir!

  • Es ist die perfekte Ausrede.

Ich kann hemmungslos meine Neugierde befriedigen. Ich kann guten Gewissens stundenlang im Web surfen und alle spannenden Artikel lesen. Selbst meine Sammelleidenschaft hat hier ein Zuhause gefunden. Jetzt sammle ich Links und Artikelideen. Großartig!
Ja, ich bin ein begeisterter Leser und chronisch an 1.000 Themen interessiert. Ich beschränke meine Online-Zeit, aber wenn ich mich umschaue, dann mit großer Freude. Immer auf der Suche nach spannenden Themen, neuen Ideen und gutem Input für dich. Es gibt so viel zu erforschen, berichten, nachzulesen. Das macht mir großen Spaß.

  • Es klärt meine eigenen Gedanken.

Wenn ich etwas erklären kann, habe ich es verstanden. Indem ich mit meinen Texten bestimmte Sachverhalte reflektiere, wird mein Kopf klarer. Diese Klarheit nutzt meinen Kunden bei den Coachings. Denn die Themen sind immer wieder die gleichen:
Was möchte ich wirklich gerne tun und wie kann ich es in die Welt bringen.
Im Gespräch habe ich nicht lange Zeit zu recherchieren und nachzudenken. Da sitzt mir jemand gegenüber, der jetzt die richtigen Worte braucht. Die Vorarbeit dazu mache ich beim Schreiben.

  • Ich möchte dich gerne unterstützen.

Trotz all der Scherze hier, das ist mir wirklich ein großes Anliegen. Zu viele bleiben mit ihren Sorgen und Ängsten alleine und finden keine Unterstützung. Ich will nicht die Welt retten. Und ich bin auch nicht für jeden die richtige. Das muss ich auch nicht sein. Aber ich bin davon überzeugt, dass jeder etwas Wertvolles zu geben hat. Und einen Teil meines Schatzes teile ich hier mit dir. Ansonsten findest du auf der Starte-hier Seite noch mehr Informationen, was du bei LiFEcatcher für dich mitnehmen kannst.

  • Wenn nicht ich, dann vielleicht niemand.

Wenn ich die Texte nicht schreibe, dann schreibt sie vielleicht niemand. Und dann erfährst du womöglich nie, wie bedeutsam und aufregend auch dein Leben sein kann.
Es ist ein großer Irrtum zu glauben, irgendjemand wird den Job schon übernehmen. Nicht, dass ich denke, ich wäre besser als andere. Aber ich schreibe Dinge auf meine Art und Weise, so wie auch du alles auf deine Art und Weise tust. Und die gibt es einfach kein zweites Mal. Ähnliches findet sich immer. Aber das reicht manchmal nicht. Manchmal bedarf es genau einer bestimmten Formulierung, damit der Groschen fällt. Und wer bin ich, dass ich dir dieses Wissen, meine Gedanken, vorenthalten darf?

  • Last but not least (ja, es gibt noch eine Nummer 8):

Was sollte ich sonst mit all den tollen Fotos machen, die ich als Artikelbild veröffentliche 🙂
Dieses Mal ist es kein Bild von mir, sondern ein Foto, das mir von meinem lieben Freund Hajo Winkler zur Verfügung gestellt wurde. Danke!

Und hier ist mein Geheimnis

Marie Forleo sagt am Ende jedes ihrer Videos, dass die Welt das besondere Geschenk benötigt, das nur du hast. Sie spricht mir damit aus tiefster Seele.

Ich habe scheinbar das Geschenk, ganz passable Texte zu schreiben und das Talent, Zusammenhänge und Muster leicht zu erkennen. Das möchte ich gerne mit dir teilen und dich davon profitieren lassen. Ich begreife leicht, wie etwas tickt und kann das in deine Sprache übersetzen.
Indem ich Sachverhalte aufzeige und dich mit unterhaltsamen Texten zum Denken anrege, versuche ich mein Ziel zu erreichen.

Denn mein wirkliches Warum ist das:

Mein Warum • Foto by Astrid Weittenhiller

Herzlichen Dank für die Zeit, die du dir für das Lesen des Artikels genommen hast. Und bitte schreibe doch einen Kommentar mit deinen Gedanken zu dem Text.

Ich wünsche dir einen schönen Tag und

Pflücke Deine Träume

PS: Worauf wartest Du noch?

(Titelfoto mit freundlicher Genehmigung von Hajo Winkler)

 

Kommentare

  1. Hi Astrid,

    ich hoffe, Du erinnerst Dich noch an unsere Begegnung in Frankfurt bei Barbara Sher im November 2012. In der Zwischenzeit habe ich wohl weniger Träume gepflückt, sondern eher einiges an Ballast abgeworfen, um Raum zu schaffen für Neues und Energie frei zu machen, dieses Neue anzugehen, mit anderen Worten, Träume pflücken zu können.
    Das, was Du mit der Frage nach dem „Warum“ formulierst, entspricht wohl dem, was ich unter der Frage „Wozu“ gerne mir und anderen als Überlegung mitgebe. Für mich steht im Zentrum die Frage nach dem eigenen Bedürfnis, das ich mit dem, was ich tue, befriedigen will. Somit hat es eine Ausrichtung auf die Gegenwart und die Zukunft, da die Befriedigung meines Bedürfnisses in der Gegenwart erfolgt oder hoffentlich in naher Zukunft. Ich denke wir meinen das gleiche, drücken es nur anders aus.
    Kürzlich habe ich in einem sehr guten Buch von Kelly Bryson (Sei nicht nett, sei echt) unter Berufung auf Marshall Rosenberg gelesen, dass man nichts tun sollte, außer man macht es für sich selbst und aus der eigenen Freude am Geben heraus. Das sollte uns doch motivieren.

    Herzliche Grüße und frohes Pflücken Deiner Träume.

    Rainer

    • Hallo Rainer,

      natürlich erinnere ich mich noch an Dich – und ich freue mich riesig, hier von Dir zu lesen!

      Bei den Fanta 4 heißt es in Geboren: „Wo gehen wir hin? Wo kommen wir her?“. Daran musste ich spontan denken, als Du von dem klugen Unterschied zwischen Warum und Wozu geschrieben hast. In meinem Fall ist das Warum (meine Vergangenheit) auch das Wozu (das, was ich vermitteln will). Ganz einfach deshalb, weil ich meine Erfahrung gerne weitergeben und Mut für den eigenen Weg machen möchte.
      Aber ich vermute so wie Du, dass wir uns im Grunde die gleiche Frage stellen. Als süddeutsch geprägter Mensch gilt auch für mich: „Wir können alles außer Hochdeutsch“ 😉
      Das Buch schaue ich mir gerne einmal an. Der Ansatz klingt auf jeden Fall vielversprechend.

      Wenn Du jetzt Raum für Neues geschaffen hast, werde ich sicher bald mehr von Dir hören. Ich freue mich schon drauf!
      Herzliche Grüße und bis bald -Astrid

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